Tauchen in Ägypten: wie das Rote Meer wirklich ist
Tauchen in Ägypten findet zum allergrößten Teil an der Küste des Roten Meeres statt, und der Reiz daran ist praktisch, nicht exotisch. Das Wasser bleibt das ganze Jahr über warm. Die Sicht ist meist sehr gut, oft besser als das, was Taucher von zu Hause kennen. Riffe beginnen häufig nach ein paar Zügen vom Strand aus, Sie sind also nicht auf lange Bootsfahrten festgelegt. Der Fischbestand ist dicht, auch im Flachwasser.
Was das Tauchen in Ägypten von anderen Warmwasserzielen unterscheidet
Das meiste Tauchen in Ägypten findet an der Küste des Roten Meeres statt, und der Reiz daran ist praktisch, nicht exotisch. Das Wasser bleibt das ganze Jahr über warm. Die Sicht ist meist sehr gut, oft besser als das, was Taucher von zu Hause kennen. Riffe beginnen häufig nach ein paar Zügen vom Strand aus, Sie sind also nicht auf lange Bootsfahrten festgelegt. Der Fischbestand ist dicht, auch im Flachwasser.
Die Korallen dicht vor den großen Ferienanlagen haben stellenweise gelitten. Hausriffe, die täglich von Hunderten Menschen benutzt werden, sieht man das an: abgebrochene Stöcke, abgeschliffene Stellen. Weiter draußen oder weiter südlich wird das Bild schnell besser. Die Riffe entlang der abgelegeneren Küste sind in gutem Zustand, und genau deshalb kommen Taucher immer wieder.
Zwei Dinge machen die Region für Anfänger ungewöhnlich leicht. An vielen geschützten Plätzen ist die Strömung mild, und das Riff fällt steil ab, sodass flaches und tiefes Tauchen nah beieinanderliegen. Ein nervöser Neuling und ein erfahrener Taucher können oft denselben Platz nutzen. Der Schritt zum anspruchsvollen Tauchen weiter draußen ist dann ein echter Schritt, keine Formsache.
Dazu kommt ein Punkt, der erst bei der Planung auffällt: Die Anreise ist kurz. Aus Mitteleuropa liegen die Flughäfen am Roten Meer in Charterflugentfernung, ohne Umsteigen und ohne nennenswerte Zeitverschiebung, und das verändert, was eine Tauchwoche überhaupt wert sein muss. Für dieselbe Flugzeit kommen Sie an kein zweites Riff dieser Qualität. Das ist der eigentliche Grund, warum Ägypten für deutschsprachige Taucher seit Jahrzehnten die Standardantwort ist, und nicht ein besonders exotisches Tier oder ein einzelner berühmter Platz.
Wo Sie sich an der Küste des Roten Meeres einquartieren
Sharm el-Sheikh liegt an der Südspitze des Sinai, nah an Ras Mohammed und der Straße von Tiran. Bekannt ist der Ort für Steilwände, Korallengärten und eine ordentliche Chance auf Strömung. Von hier fahren auch Tagesboote zur Thistlegorm, einem Frachter aus dem Zweiten Weltkrieg bei Sha'ab Ali in der Straße von Gubal. Eine Einreiseregel ist wichtig: Wer in Sharm ankommt, bekommt unter Umständen eine kostenlose Genehmigung nur für den Sinai. Sie deckt Sharm, Dahab, Nuweiba, Taba und St. Katharina ab, aber nicht Ras Mohammed, Kairo oder Luxor. Für den Nationalpark selbst brauchen Sie das volle Visum.
Hurghada ist gut mit Charterflügen erreichbar und hat ein breites Angebot an Veranstaltern. Es ist voll, und das Tauchen direkt vor der Stadt zeigt das. Seine Stärke sind die vorgelagerten Riffe und Wracks in der Straße von Gubal, erreichbar mit langen Tagesbooten oder auf nördlichen Safarirouten. El Gouna, ein Stück nördlich, ist ein ruhigerer Ferienort mit geschütztem Flachwasser.
Marsa Alam liegt mehrere Stunden weiter südlich und wirkt deutlich ruhiger. Die Riffe sind dort in besserem Zustand, in den Buchten wächst Seegras, und Schildkröten sind häufig. In einigen dieser Buchten leben Dugongs, doch eine Sichtung ist Glückssache und keine Programmnummer, und das Gedränge der Boote, wenn einer auftaucht, ist kein schöner Anblick. Wählen Sie den Süden, wenn Ihnen die Riffqualität wichtiger ist als das Nachtleben.
Dahab ist noch einmal anders: ein unaufgeregtes Reisendenstädtchen am Golf von Akaba, mit günstigen Zimmern und Tauchplätzen, zu denen Sie zu Fuß gehen. Das meiste davon ist unkompliziert. Das Blue Hole ist es nicht. Dort sind immer wieder Menschen gestorben, meist bei dem Versuch, den tiefen Bogen jenseits ihrer Ausbildung oder ihres Atemgases zu durchtauchen. Am Felsen darüber reihen sich die Gedenktafeln. Tauchen Sie den Rand und lassen Sie den Bogen in Ruhe.
Es hilft, die Entscheidung auf eine einzige Frage herunterzubrechen: Was soll die Woche liefern? Wracks heißt Norden, also Sharm, Hurghada oder El Gouna. Unberührte Korallen und Schnorchelbuchten für eine gemischte Gruppe heißen Süden, also Marsa Alam. Günstig tauchen, viel tauchen und dabei zu Fuß ins Wasser gehen heißt Dahab. Steilwände mit Strömung und ein Nationalpark vor der Haustür heißen Sharm. Alle vier Antworten sind richtig, aber nicht für dieselbe Reise, und der häufigste Planungsfehler ist der Versuch, sie in eine Woche zu pressen.
Die Tauchplätze, die Taucher tatsächlich beim Namen nennen
Auf dem Sinai ist der Nationalpark Ras Mohammed die Überschrift. Er liegt rund 20 Kilometer südlich von Sharm el-Sheikh, dort wo der Golf von Akaba auf den Golf von Suez trifft, und Shark and Yolanda Reef ist der Tauchgang, für den die meisten kommen: eine Wand, die ins offene Blau abfällt, darunter im Sand die verstreute Ladung eines gestrandeten Frachters, ausgerechnet Badezimmerarmaturen. Ras Mohammed wurde 1983 zum Nationalpark erklärt, als Sharm el-Sheikh kaum mehr war als ein Tauchcamp, und dieser frühe Schutz ist der Grund, warum die Riffe die spätere Bebauung überstanden haben.
Nordöstlich des Ortes liegt die Straße von Tiran mit vier Riffen in einem Kanal, durch den echtes Wasser läuft: Gordon, Thomas, Woodhouse und Jackson. Das Drifttauchen dort ist sehr gut, und es ist nicht der Ort, an dem ein frisches Open-Water-Brevet ausgegeben werden sollte. Was Sie an einem Tauchgang sehen, entscheidet hier weniger der Platz als die Strömung an diesem Vormittag. Bei laufendem Wasser ist es ein Drift entlang dichter Korallen, bei Stillstand ein ruhiger Riffhang, und ein guter Guide wählt nach Bedingungen statt nach Programm.
Vor Hurghada heißen die Plätze Umm Gamar, Careless Reef, Fanadir, Abu Ramada und Shaab El Erg: Türme, Wände und Korallengärten, ein bis zwei Stunden von der Marina entfernt. Die Sicht liegt auf diesem Abschnitt routinemäßig bei 20 bis 30 Metern, das Wasser ist ganzjährig warm, und die Bedingungen verzeihen viel. Genau deshalb lernen hier so viele Menschen tauchen. Der Preis dafür ist die Menge: Den Riffdächern nahe der Stadt sieht man den jahrzehntelangen Betrieb an. Fragen Sie eine Basis deshalb konkret, welche Plätze sie anfährt und wie viele Taucher gleichzeitig ins Wasser gehen.
Im Süden steht Elphinstone in jedem Prospekt: ein langgestrecktes vorgelagertes Riff vor der Küste nördlich von Marsa Alam, mit steilen Wänden auf beiden Seiten und je einem Plateau an den Enden, getaucht als Drift in Strömung mit offenem Wasser unter sich. Es ist auch der Platz, an dem Menschen am häufigsten merken, dass sie sich zu viel zugemutet haben, und einer der ersten, der bei auffrischendem Wind abgesagt wird. Weiter südlich ist Fury Shoals ein weitläufiger Komplex aus flachen Riffen, Korallengärten und Durchschwimmhöhlen, der normalen Sporttauchern gut liegt, und Sataya an seinem südlichen Ende ist ein hufeisenförmiges Riff, in dem Spinnerdelfine ruhen.
Die Plätze rund um Dahab erreichen Sie mit dem Pick-up statt mit dem Boot, und genau darum geht es dort: der Canyon mit seiner schmalen Felsspalte, die Islands mit einem Korallenlabyrinth, der Eel Garden mit seinem Feld aus Röhrenaalen und der Lighthouse mitten im Ort, wo die meisten Ausbildungstauchgänge stattfinden. Das Blue Hole ist ein Unterwasserschacht von rund 100 Metern Tiefe, durch ein flaches Riff vom offenen Meer getrennt, und die sporttauchtaugliche Version davon ist ein zahmer Tauchgang: Die meisten steigen an einer nahe gelegenen Stelle namens Bells ein, lassen sich durch einen kurzen Kamin im Riff fallen und schwimmen in sicherer Tiefe an der Wand zurück in den Schacht. Der Arch, der Tunnel in etwa 55 Metern Tiefe, der den Platz berüchtigt gemacht hat, ist ein technischer Tauchgang und steht nicht zur Auswahl.
Die Wracks, und warum es dafür den Norden braucht
Die Straße von Gubal ist eine schmale Zufahrt zum Golf von Suez, mit Riffen an den falschen Stellen, und sie sammelt seit sehr langer Zeit Schiffe ein. Das ist die kurze Erklärung dafür, warum das nördliche Rote Meer einen Wrackruf hat, den der Süden nicht hat. Wenn Sie wegen Eisen statt wegen Korallen nach Ägypten fahren, brauchen Sie einen Standort am Nordende der Küste oder eine Safari auf dieser Route. Keine Riffqualität weiter südlich ersetzt das.
Die Thistlegorm bei Sha'ab Ali, ein Frachter aus dem Zweiten Weltkrieg, ist das Wrack, von dem die meisten Taucher gehört haben. Tagesboote erreichen sie von Sharm el-Sheikh und von der Hurghada-Seite aus, aber es ist eine lange Überfahrt, ein früher Start und ein tieferer Tauchgang als die Riffe näher am Ort, häufig mit Strömung über dem Wrack. Seriöse Veranstalter fragen vorher, was Sie geloggt haben, und eine Basis, die das nicht tut, sagt damit etwas darüber, wie sie den Rest ihres Tauchbetriebs führt.
Abu Nuhas ist der zweite Name, den man kennen sollte: ein Riff in der Zufahrt zum Golf von Suez, das seit über 150 Jahren Schiffe fängt. Vier Wracks liegen an seiner Nordseite, die meisten in Sporttauchtiefe von etwa fünf bis dreißig Metern. Die Giannis D, in drei Teile gebrochen und mit noch lesbarem Heck, und die Carnatic, ein 1869 gesunkener P&O-Dampfer, heute überwachsen und offen genug zum Durchtauchen, sind die beiden, an die man sich erinnert. Von Hurghada oder El Gouna aus ist das ein voller Tag, etwa zwei Stunden je Richtung, und der erste Ausflug, der ausfällt, wenn der Wind auffrischt.
Auch in Ras Mohammed liegt ein Stück Schiffsgeschichte, und es erklärt den halben Platznamen. Die Yolanda war ein Frachter, der 1980 hier auf Grund lief. Der Rumpf rutschte später in die Tiefe und liegt jenseits der Sporttauchgrenzen; zurück blieb die Ladung, über das Riff verstreut. Das ist kein Wracktauchgang im eigentlichen Sinn, sondern ein Riff mit einem seltsamen Nachlass, und es ist einer der Gründe, warum sich Menschen an diesen Platz erinnern und nicht nur an die Wand.
Vom Ufer, mit dem Tagesboot oder auf Tauchsafari
Vom Ufer zu tauchen ist die günstigste und flexibelste Variante, und Dahab wie auch Teile der Südküste können das gut. Sie gehen hinein, tauchen, kommen wieder heraus. Sonst ist das Tagesboot der Normalfall: zwei Tauchgänge, Mittagessen an Bord, am späten Nachmittag zurück. Beides passt gut zu einem normalen Urlaub, und die meisten Besucher brauchen nie mehr als das.
Eine Tauchsafari ist ein Boot, auf dem Sie rund eine Woche schlafen, mehrmals täglich tauchen und nachts zwischen den Plätzen weiterfahren. Sie erreicht Riffe, an die kein Tagesboot kommt, und spart Anfahrtszeit. Sie steckt Sie aber auch in eine kleine Kabine, ohne Handyempfang, mit Fremden, und zwischen den Tauchgängen bleibt wenig außer Essen und Schlafen. Wenn das schlecht klingt, wird es das auch sein.
Die Routen teilen sich grob in Nord und Süd. Nördliche Törns decken die Wracks rund um die Straße von Gubal und die Riffe des Sinai ab und passen zu Tauchern mit mittlerer Erfahrung. Südliche Routen führen zu den vorgelagerten Riffen, wo die Strömungen stärker sind, die Tauchgänge tiefer und Haie der eigentliche Punkt. Veranstalter setzen dafür meist ein Mindestmaß an Erfahrung voraus, und die erste Safari ist nicht der Ort, darüber zu streiten. Die südlichen Safaris starten in Port Ghalib und Hamata, und das ist ein großer Teil der Antwort auf die Frage, warum Taucher nach Marsa Alam fliegen statt nach Hurghada.
Es gibt eine vierte Möglichkeit, die regelmäßig übersehen wird: ein Hotel mit einem ordentlichen Hausriff. Damit tauchen Sie ganz ohne Boot, was in einer windigen Woche mehr wert ist, als es klingt, und es ist die Lösung, die funktioniert, wenn einer taucht und der andere nicht. Einer nimmt das Vormittagsboot, der andere schwimmt vom Strand hinaus, und mittags trifft man sich wieder. Für eine gemischte Gruppe ist eine Safari praktisch nicht machbar, ein Hausriff dagegen die offensichtliche Antwort. Prüfen Sie dabei, was vor Ihrem konkreten Haus tatsächlich liegt, denn das schwankt enorm und die Hotelfotos helfen dabei nicht weiter.
Strömung, Sicht und die Tage, die ausfallen
Die Sicht ist das Erste, was Tauchern hier auffällt, und sie liegt routinemäßig bei 20 bis 30 Metern. Das ist besser als das, was die meisten zu Hause bekommen, und besser als der Durchschnitt tropischer Ziele. Gleichmäßig ist sie nicht. Die Seegrasbuchten sind flach, sandig und oft trüb, und ein viel besuchter Platz am späten Nachmittag ist schlechter als derselbe Platz um acht Uhr morgens. Frühe Boote fahren also nicht nur der Menge davon.
Strömung ist eine Frage des einzelnen Platzes, nicht der Region. An vielen geschützten Riffen und an den meisten Hausriffen gibt es keine, die der Rede wert wäre, und genau deshalb passt das Rote Meer zu Anfängern. Die Kanäle und die vorgelagerten Türme sind eine andere Sache: Die Riffe in der Straße von Tiran und Elphinstone sind Driftgänge mit echtem Wasser in Bewegung, und sie belohnen Erfahrung, nicht Begeisterung. Der Schritt zwischen diesen beiden Kategorien ist das, was Sie vor der Buchung einer Woche verstanden haben sollten, denn eine Basis, die die leichten Plätze gut fährt, ist nicht automatisch die, mit der Sie auf einen Drift gehen wollen.
Was Ihnen tatsächlich einen Tag kostet, ist der Wind. Nördliche Winde sind hier normal und im Frühjahr am stärksten, und wenn es auffrischt, fallen die exponierten Plätze aus, manchmal mehrere Tage hintereinander, während die Boote innerhalb der geschützten Riffe bleiben oder gar nicht erst fahren. Hier hört ein Hausriff auf, Luxus zu sein, und wird zur Versicherung: Es macht aus einem verwehten Vormittag einen Tauchgang statt einer Wartezeit. Planen Sie eine Woche mit vier oder fünf Tauchtagen statt sieben, dann kann das Wetter einen davon nehmen, ohne die Reise zu ruinieren.
Was eine Tauchwoche kostet, und was außerhalb des Preises liegt
Wir nennen hier keine Zahlen, die bis zu Ihrer Reise ohnehin falsch wären, und jede Seite, die es tut, sollten Sie skeptisch lesen. Stabil ist die Form der Rechnung, nicht ihre Höhe. Ägypten gehört zu den günstigeren Orten der Welt, um zu tauchen und um es zu lernen, und die täglichen Posten, also Flaschen, Guiding und Kurse, sind der Teil, der es billig aussehen lässt. Teuer wird es an den Stellen, an denen ein Fahrzeug, ein Boot oder eine Grenze im Spiel ist.
Fragen Sie deshalb nach, was ein genannter Preis wirklich enthält, bevor Sie zwei Basen vergleichen. Die Ausrüstungsmiete ist oft vom Tauchgang getrennt, und eine komplette Leihausrüstung über eine Woche summiert sich zu echtem Geld, wenn Sie nichts Eigenes dabeihaben. An Ufertauchtagen in Dahab klären Sie, wer die Flaschen zum Wasser trägt, ob die Pick-up-Fahrt zum Platz im genannten Betrag steckt und wie viele Tauchgänge diese Zahl abdeckt. An Bootstagen fragen Sie, ob Mittagessen, Nitrox und der zweite oder dritte Tauchgang enthalten sind oder hinterher berechnet werden.
Dazu kommen die Gebühren, die am Tag selbst in bar eingesammelt werden. Große Teile dieser Küste liegen in Schutzgebieten, und wo eine Parkgebühr anfällt, wird sie normalerweise auf dem Boot kassiert und nicht auf das gebucht, was Sie im Voraus bezahlt haben; bei den Giftun-Inseln vor Hurghada läuft es genauso. Nehmen Sie dafür kleine Scheine in ägyptischen Pfund mit und reichen Sie das Geld ohne Diskussion herüber, denn dieser Schutz ist der Grund, warum die besseren Riffe noch so aussehen, wie sie aussehen. Trinkgeld für die Bootscrew ist üblich und real. Die eigene Tauchversicherung ist der letzte Posten und der, den die meisten überspringen, was eine schlechte Ersparnis ist.
Schildkröten, Dugongs und Delfine: was Sie ehrlich erwarten können
Mehrere Buchten an der Südküste haben Seegraswiesen in flachem, geschütztem Wasser, und Abu Dabbab und Marsa Mubarak sind die beiden, zu denen die meisten gebracht werden. Grüne Meeresschildkröten weiden dort und werden fast täglich gesehen, was so nah an eine Garantie heranreicht, wie es bei wild lebenden Tieren geht. Dugongs sind eine völlig andere Sache. Es gibt sehr wenige an der ganzen Küste, sie wandern, und wer Ihnen einen verspricht, verkauft etwas, das er nicht liefern kann.
Stellen Sie sich auch auf die Bedingungen ein. Diese Buchten sind flach und sandig, und das Wasser darin ist oft trüb, ganz anders als die Klarheit an den Riffwänden. Fahren Sie früh, bevor die Hotelgruppen kommen. Halten Sie Abstand und schließen Sie sich keiner Verfolgung mit Flossen voran an. Diese Tiere zu bedrängen war hier ein echtes Problem, und ein Guide, der Sie hinterherjagen lässt, ist kein guter Guide. Ein Dugong, der von seiner Weide vertrieben wird, verschwindet einfach, und genau so hört eine Bucht auf, überhaupt einen Besuch wert zu sein.
Sha'ab Samadai, verkauft als Dolphin House, ist ein hufeisenförmiges Riff, in dem Spinnerdelfine tagsüber ruhen. Die Lagune ist zoniert, und Sie dürfen den Kernbereich, in dem sie schlafen, nicht betreten, was richtig ist und worüber sich nicht streiten lässt. An manchen Tagen sehen Sie sie von der Grenze aus, an anderen nicht, und das Riff selbst ist hübsch und voll. Sataya weiter südlich funktioniert nach demselben Prinzip. Behandeln Sie all das als Riffgang mit möglicher Zugabe statt als gebuchte Begegnung, dann kommen Sie nicht enttäuscht nach Hause.
Haie, und wie besorgt Sie sein müssen
Es gibt Haie im Roten Meer, und für eine ganze Reihe von Tauchern ist genau das der Grund der Reise. Riffhaie sind an den südlichen Riffen ein gewöhnlicher Anblick. Weißspitzen-Hochseehaie sind eher an den exponierten vorgelagerten Plätzen im Herbst zu erwarten, allen voran an Elphinstone, und das ist einer der Gründe, warum es die südlichen Safarirouten gibt und warum Veranstalter dafür eine Mindesterfahrung ansetzen.
Zwischenfälle sind selten, und der übliche Rat ist langweilig und trotzdem richtig: niemals Fische füttern, bei der Gruppe bleiben, das tun, was das Briefing sagt. Der größte Teil des Risikos beim Tauchen in Ägypten hat mit Tieren ohnehin nichts zu tun. Er steckt in Tiefe, Strömung und Gasplanung, also in Tauchern, die sich an einem Platz über ihre Ausbildung hinausstrecken, den jemand beim Abendessen groß geredet hat.
Das ist auch die ehrliche Einordnung für das ganze Thema. Wer Haie sehen will, bucht die Plätze und die Saison, in denen sie plausibel sind, und nimmt hin, dass es trotzdem nichts werden kann. Wer der Gedanke beunruhigt, ist in den geschützten Buchten und flachen Korallengärten gut aufgehoben, die die große Mehrheit des Tauchens hier ausmachen, und verpasst dabei nichts.
Schnorcheln, wenn Sie nicht tauchen
Ein großer Teil des Riffs liegt wenige Meter unter der Oberfläche, und an manchen Abschnitten dieser Küste erreichen Sie es vom Strand aus. Das ist das Besondere, nicht die Tiefe. Schnorchler sehen an den flachen Plätzen einen guten Teil dessen, was Taucher sehen: Korallen, Rifffische, Schildkröten, die über dem Seegras fressen. Familien mit kleinen Kindern und Gruppen, in denen einer taucht und der andere nicht, sind hier gut aufgehoben.
Zum Schnorcheln sind geschützte Buchten besser als spektakuläre Steilwände. Die Lagunen um El Gouna, die Buchten südlich von Marsa Alam und die ruhigeren Einschnitte bei Dahab funktionieren alle. Fragen Sie nach, ob eine Bootstour wirklich an flachem Riff hält, denn manche sind um tiefe Plätze herum gebaut, über denen ein Schnorchler nur ins Blaue schaut. Wenn Sie nur warmes Wasser und Fische wollen, sparen Sie sich den Kurs.
Prüfen Sie vor der Buchung, was vor Ihrem konkreten Hotel liegt, denn das ist von Haus zu Haus völlig verschieden und die Prospektfotos sagen dazu nichts. Manche Anlagen liegen an einem Saumriff, das Sie direkt vom Strand aus beschwimmen. Manche haben einen Steg über die Riffplatte, damit Sie gleich ins tiefere Wasser kommen, und das ist keine Bequemlichkeit des Hotels: Über die Platte zu laufen beschädigt das Riff und schneidet Ihnen die Füße auf. Manche liegen an einer Sandbucht ganz ohne Korallen. Die Tauchbasis im Haus beantwortet diese Frage per E-Mail meist geradeheraus, und eine ehrliche Antwort ist mehr wert als eine Seite voller Bewertungen.
Tauchen mit Kindern und mit Menschen, die nicht tauchen
Das Rote Meer verträgt gemischte Gruppen besser als die meisten Tauchziele, und das ist der praktische Grund, warum so viele Familien hier landen. Flache, geschützte Buchten sorgen dafür, dass ein Schnorchler eine echte Version dessen bekommt, was die Taucher sehen, und keinen Trostpreis. Für Schildkröten, die über Seegras weiden, braucht es eine Maske, keine Flasche, und das ist die Sache, an die sich ein sechsjähriges Kind jahrelang erinnert. Die Ausbildungsverbände bieten Juniorbrevets und begleitete erste Schnuppergänge an, sodass ein Kind oder ein neugieriger Partner das Atmen unter Wasser einmal ausprobieren kann, ohne einen ganzen Kurs zu belegen.
Die Einschränkungen sind die Uferlinie und die Hitze. Ein Saumriff mit Steg darüber ist kein Planschstrand, kleine Kinder brauchen also entweder eine wirklich sandige Bucht oder eine geschützte Lagune, und das müssen Sie vor der Buchung klären statt danach. Hochsommerliche Lufttemperaturen sind für kleine Kinder hart, und die Sonne, die vom Wasser und vom hellen Sand zurückkommt, verbrennt schneller als erwartet. Ziehen Sie etwas an, statt sich auf das Nachcremen zu verlassen.
Wenn Ihre Gruppe zwischen Tauchern und Nichttauchern geteilt ist, bauen Sie die Woche um diese Teilung herum, statt dagegen anzukämpfen. Ein Hotel mit Hausriff und eigener Basis lässt die Taucher vormittags zwei Flaschen machen und alle mittags wieder zusammenkommen. Eine Safari macht das Gegenteil und sperrt den Nichttaucher eine Woche lang auf ein Boot. Marsa Alam und die Buchten am Sinai passen zur gemischten Gruppe; El Gouna ist der Ort, über den Sie zweimal nachdenken sollten, wenn der Schnorchler nicht jeden Tag auf einem Boot sitzen möchte.
Wann Sie fahren sollten, und der Haken, den niemand erwähnt
Das Wasser bleibt ganzjährig angenehm, aber es bewegt sich. Am kältesten, meist im Februar und März, sinkt es im Norden auf gut 20 °C, und ein dickerer Anzug mit Kopfhaube ist dann keine Option mehr, sondern Pflicht. Im Spätsommer liegt es bei knapp 30 °C, und viele tauchen im Shorty. Der tiefe Süden ist ganzjährig etwas wärmer.
Und hier kommt der Haken. Der Sommer bringt das wärmste Wasser und die längsten Tage, aber im Landesinneren liegt Ägypten im Juli und August oft über 40 °C, was Tempeltage unangenehm macht und für Kinder und ältere Reisende manchmal unklug ist. Der Winter passt zu Luxor und Assuan, etwa Oktober bis April — also genau dann, wenn Sie an der Küste den dickeren Anzug brauchen.
Frühjahr und Herbst sind der vernünftige Kompromiss. Die Variable, die alle vergessen, ist der Wind: Windige Phasen gibt es im Norden das ganze Jahr, und sie können Bootstage kurzfristig kippen, besonders um Sharm und Hurghada. Bauen Sie einen Reservetag ein, wenn das Tauchen der Zweck der Reise ist, statt davon auszugehen, dass jeder gebuchte Tag stattfindet.
Für einzelne Wünsche verschiebt sich die Antwort. Wer auf die Chance auf Hochseehaie an den vorgelagerten Südriffen aus ist, richtet die Reise auf den Herbst aus. Wer vor allem Schnorcheln und ruhiges Wasser für Kinder sucht, ist im Frühherbst besser dran als im windigen Frühjahr. Und wer Tauchen und Tempel in einer Reise verbinden will, findet in den Schultern, also etwa im Oktober und November oder im März und April, den einzigen Zeitraum, in dem beide Hälften gleichzeitig gut funktionieren.
Hier tauchen lernen, und wie Sie eine Tauchbasis beurteilen
Das ist ein vernünftiger Ort zum Tauchenlernen. Ein Einsteigerbrevet dauert normalerweise drei bis vier Tage: Theorie, Übungen im Flachwasser, dann eine Handvoll Freiwassertauchgänge. Warme, klare, ruhige Bedingungen nehmen das meiste weg, was das Lernen anderswo schwer macht. Auffrischungskurse für Taucher mit langer Pause sind kurz und nach einem Jahr ohne Wasser sinnvoll.
Die Tauchbasis zu beurteilen ist wichtiger als das Verbandslogo an der Tür. Fragen Sie, wie viele Taucher ein Guide mit unter Wasser nimmt. Prüfen Sie, ob vor anspruchsvollen Tauchgängen ein Checkdive gemacht wird und ob man Ihr Logbuch sehen will — die Basen, die nie danach fragen, sind die, die Sie meiden sollten. Sehen Sie sich die Leihausrüstung an und ob Sauerstoff an Bord ist.
Die Versicherung ist Ihre Sache. Normale Reiseversicherungen schließen Tauchen oft aus oder decken es nur bis zu einer geringen Tiefe, und die Behandlung eines schweren Dekompressionsunfalls ist teuer. Schließen Sie eine eigene Tauchversicherung ab. Fragen Sie außerdem, wo die nächste Druckkammer liegt; im tiefen Süden lautet die ehrliche Antwort mitunter: ziemlich weit weg. Das spricht dafür, konservativ zu tauchen, nicht dafür, zu Hause zu bleiben.
Jenseits des ersten Brevets ist Ägypten ein sinnvoller Ort, um Ausbildung hinzuzunehmen, aber kein Ort, um sie wahllos einzusammeln. Ein Kurs, der Sie in dem besser macht, was Sie ohnehin tun, also Tarierung, Navigation oder eine Nitrox-Qualifikation für mehrere Tauchtage hintereinander, ist die Urlaubszeit wert. Eine Tieftauchspezialisierung, die in einer Woche gebucht wird, weil jemand beim Abendessen einen Platz groß geredet hat, ist es nicht. Dahab ist zudem eines der wichtigsten Apnoezentren überhaupt, und das geschützte, strömungsfreie Tiefwasser am Blue Hole ist dafür nahezu ideal. Das ist ein eigener Grund, dorthin zu fahren, und ausdrücklich kein Grund, Ihre Grenzen mit dem Gerät zu verschieben.
An Wänden mit Strömung ist Tarierung ein Sicherheitsthema und nicht nur eine Frage des Stils. Wer ein Jahr nicht im Wasser war, macht zuerst einen Auffrischungstauchgang an einem leichteren Platz, bevor Tiran oder die Landspitze drankommen. Das kostet einen halben Vormittag und rettet den Rest der Woche. Seien Sie ehrlich über Ihre Erfahrung, wenn der Guide fragt, und seien Sie bereit, einen anderen Platz zu akzeptieren, wenn die Bedingungen an diesem Tag nicht zu Ihnen passen.
Visum, Genehmigungen und der Papierkram, der Taucher kalt erwischt
Für die Festlandküste, also Hurghada, El Gouna, Safaga, Marsa Alam und alles weiter südlich, brauchen Sie das volle ägyptische Touristenvisum, und die Beantragung online vor dem Abflug ist für die meisten Staatsangehörigkeiten der einfachste Weg. Eine Abkürzung gibt es nicht und eine regionale Erlaubnis auch nicht, denn die Küste des Roten Meeres südlich von Suez ist ägyptisches Festland und nicht Sinai. Das ist die einfache Hälfte.
Kompliziert wird es auf dem Sinai. Wer am Flughafen Sharm el-Sheikh ankommt, bekommt je nach Staatsangehörigkeit statt eines vollen Visums eine kostenlose Sinai-Einreiseerlaubnis. Sie gilt etwa zwei Wochen und deckt die Ostküste des Sinai ab, also Sharm, Dahab, Nuweiba und Taba, dazu die Straße landeinwärts nach Sankt Katharina. Den Rest des Landes deckt sie nicht ab, Kairo, Luxor und Assuan fallen also heraus, und vielfach wird berichtet, dass sie weder den Nationalpark Ras Mohammed noch Tauchausflüge einschließt.
Für einen Taucher ist genau dieser letzte Punkt der entscheidende. Wenn Ras Mohammed ein Teil des Grundes ist, warum Sie fahren, oder wenn Sie anschließend nach Kairo weiterfliegen, nehmen Sie das volle Touristenvisum und denken nicht weiter darüber nach. Die Regeln für diese Erlaubnis sind über die Jahre mehrfach geändert worden. Behandeln Sie deshalb alles, was Sie dazu lesen, auch diese Seite, als Ausgangspunkt.
Verbindlich sind allein die amtlichen Quellen. Die aktuellen Einreise- und Visabestimmungen sowie die Reise- und Sicherheitshinweise für Ägypten und den Sinai veröffentlicht das Auswärtige Amt; für Österreich und die Schweiz gelten die Hinweise der jeweils eigenen Außenministerien. Lesen Sie diese Seiten kurz vor der Buchung und noch einmal kurz vor dem Abflug, und lassen Sie sich den Stand zusätzlich von Ihrer Fluggesellschaft oder einem Konsulat bestätigen, bevor Sie einen nicht erstattungsfähigen Flug buchen. Das ist auch ein Versicherungsthema: Was in den amtlichen Hinweisen steht, kann darüber entscheiden, ob Ihre Police greift.
Das Riff schonen, und was die Regeln von Ihnen verlangen
Dass die besseren Abschnitte dieser Küste noch so aussehen, wie sie aussehen, liegt daran, dass große Teile davon unter Schutz stehen, dass an manchen Plätzen Bootszahlen und Einstiegspunkte kontrolliert werden und dass von den Guides ein Briefing erwartet wird, bevor jemand ins Wasser geht. Nehmen Sie dieses Briefing ernst, statt es als Formalität abzunicken. Die Regeln sind über die Jahre strenger geworden, und das ist gut so und kein Ärgernis.
Die eigenen Gewohnheiten zählen dabei mehr, als die meisten annehmen, denn ein Riffdach in einem halben Meter Wasser ist das Empfindlichste im ganzen Meer, meist beschädigt durch einen Flossenschlag, den man selbst nie bemerkt hat. Stellen Sie sich nicht auf Korallen, fassen Sie nichts an, halten Sie Ihre Instrumente eingeclipt statt schleifend, und schwimmen Sie in Ihrem eigenen Tempo, statt den Flossen eines Guides hinterherzujagen. Badeschuhe sind für das Hinein und Hinaus über Stein und Koralle da, nicht zum Herumlaufen auf dem Riff.
Ein kleiner Tausch macht einen echten Unterschied: ein Lycra-Shirt oder ein altes T-Shirt statt immer neuer Sonnencreme auf Rücken und Schultern. Das ist über eine Woche voller langer Tage in der Sonne besser für Sie und besser für das Wasser, in dem Sie treiben. Und wenn die Parkgebühr auf dem Boot herumgeht, zahlen Sie sie. Sie ist der Mechanismus, der die Plätze erhält, für die sich der Flug überhaupt lohnt. Korallen aus Ägypten auszuführen ist übrigens verboten, und das wird am Flughafen ernst genommen.
Was Sie mitnehmen, und was Sie zu Hause lassen
Nehmen Sie die Dinge mit, die als Leihgabe schlecht passen und im Gepäck wenig kosten: eine Maske, von der Sie wissen, dass sie dicht ist, und Ihren eigenen Computer, falls Sie einen haben. Der Kälteschutz ist die Entscheidung, die von den Reisedaten abhängt. Der Spätsommer ist für die meisten Shorty-Wetter; Februar und März im Norden bedeuten einen 5-mm-Anzug und für alle, die frieren, eine Kopfhaube. Das Wasser im Süden ist ganzjährig etwas wärmer, was die Antwort um ungefähr eine Stärke verschiebt. Fragen Sie Ihre Basis, was ihr Leihbestand tatsächlich hergibt, statt anzunehmen, dass eine Haube verfügbar sein wird.
Der Rest der Liste ist kurz und unglamourös. Badeschuhe, weil ein großer Teil dieser Uferlinie Koralle und Stein ist statt Sand. Ein Lycra-Shirt. Eine warme Lage für die Abende, die Menschen an einer Küste überrascht, zu der sie wegen der Hitze gekommen sind. Bargeld in kleinen Scheinen für Parkgebühren, Trinkgelder und die kleineren Basen, denn die Kartenakzeptanz dünnt abseits der Hotelrezeptionen schnell aus. Und Ihren Brevetausweis und ein Logbuch, das Sie herzeigen möchten, denn die Basen, mit denen zu tauchen sich lohnt, wollen beides sehen.
Tauchen in eine größere Ägyptenreise einbauen
Der übliche Zuschnitt ist: erst die Tempel, dann die Küste. Kairo und das Niltal sind anstrengend: früh raus, Hitze, viel Laufen. Das nach einer Woche Tauchen zu machen, fühlt sich wie eine Strafe an; umgekehrt wird die Küste zum Teil der Reise, an dem Sie sich erholen. Die meisten Programme setzen Luxor und Assuan deshalb nach vorn.
Welche Küste das leicht macht, entscheidet die Geografie. Hurghada liegt rund vier Stunden auf der Straße von Luxor entfernt, quer durch die Wüste, Sie können also eine Nilkreuzfahrt in Luxor beenden, an einem Vormittag ans Meer wechseln und ohne weiteren Inlandsflug nach Hause fliegen. Der Sinai liegt auf der falschen Seite des Golfs von Suez und bedeutet praktisch einen Flug über Kairo, was aus einem Abstecher einen eigenen Reiseabschnitt macht. Marsa Alam liegt dazwischen: vier bis fünf Stunden von Luxor über die Straße, mit eigenem Flughafen, falls ein Charter zu Ihren Daten passt. Wenn Ihnen Tempel und Riff gleichermaßen wichtig sind, ist diese Transferzeit die nützlichste einzelne Angabe im ganzen Vergleich.
Das Fliegen nach dem Tauchen entscheidet dann über Ihren letzten Tag. Die Ausbildungsverbände empfehlen eine Wartezeit vor dem Flug, üblicherweise mindestens zwölf Stunden nach einem einzelnen Tauchgang und länger nach mehreren Tauchtagen. Halten Sie sich an die Vorgabe Ihres eigenen Verbands. Praktisch heißt das: Ihr letzter Tauchgang muss deutlich vor dem Abflug enden, und ein Inlandsflug nach Kairo zählt als Fliegen.
Der letzte Tag an der Küste ist also kein Tauchtag. Verbringen Sie ihn schnorchelnd, als Mitfahrer an Bord oder mit gar nichts. Planen Sie eine Woche mit vier oder fünf Tauchtagen statt sechs, dann verbringen Sie die Reise nicht mit Blick auf die Uhr. Zwei Tauchtage an eine kurze Nilkreuzfahrt anzuhängen, geht selten gut.
Wie eine Tauchwoche an dieser Küste tatsächlich aussieht
Eine realistische Woche hat vier oder fünf Tauchtage, einen Reservetag für Wind und einen tauchfreien Tag vor dem Flug. Die ersten beiden Tauchgänge sind kein Höhepunkt, sondern eine Bestandsaufnahme: ein leichter Platz, Blei und Tarierung prüfen, sehen, wie der Guide arbeitet. Danach gehen die anspruchsvollen Plätze, und das ist die richtige Reihenfolge, auch wenn die Wand oder das Wrack der Grund für die Reise war.
Aus dieser Form ergibt sich fast von selbst, wie Sie buchen sollten. Legen Sie den weiten, wetteranfälligen Ausflug, also die Thistlegorm, Abu Nuhas oder Elphinstone, in die Mitte der Woche, damit ein Ausfall noch nachgeholt werden kann. Ein solcher Ausflug am letzten möglichen Tag ist eine Wette, die Sie nicht eingehen müssen. Halten Sie außerdem einen Vormittag frei, an dem gar nichts geplant ist. Auf einer Tauchreise ist das kein verlorener Tag, sondern der Puffer, der aus einem schlechten Wetterbericht ein Achselzucken macht.
Und planen Sie das Land mit ein. Ein Tag ohne Wasser ist an dieser Küste kein Notprogramm: Ras Mohammed hat eine Landseite mit Mangrovenkanal, Salzsee und Aussichtspunkten, das Wadi el-Gemal liegt hinter Marsa Alam, und vom Sinai aus sind der Berg Sinai und das Katharinenkloster erreichbar. Nach mehreren Tagen mit Flasche auf dem Rücken ist so ein Tag ohnehin eine gute Idee, und die Wartezeit vor dem Flug lässt sich damit sinnvoller füllen als am Pool.
Häufige Fragen
Ist Ägypten ein guter Ort, um tauchen zu lernen?+
Für die meisten ja. Das Wasser ist warm, die Sicht meist gut und viele Ausbildungsplätze sind geschützt, was einem ersten Kurs viel Stress nimmt. Ein Einsteigerbrevet läuft normalerweise über drei bis vier Tage und frisst damit ein echtes Stück eines kurzen Urlaubs. Wenn Sie nur Rifffische sehen wollen, bringt Sie Schnorcheln fast genauso weit, ohne Kurs.
Sharm el-Sheikh, Hurghada oder Marsa Alam?+
Nach Sharm für Steilwände, Strömung und die Sinai-Plätze, für die man kommt, nahe Ras Mohammed und der Straße von Tiran. Prüfen Sie Ihren Einreisestempel, denn die kostenlose Sinai-Genehmigung deckt Ras Mohammed nicht ab. Hurghada, wenn Sie Auswahl bei den Charterflügen und die vorgelagerten Wracks wollen und das Gedränge in Kauf nehmen. Marsa Alam für ruhigere, gesündere Riffe und Schildkröten, wenn Ihnen der lange Transfer nach Süden nichts ausmacht. Dahab passt zu Reisenden mit kleinem Budget, die vom Ufer tauchen wollen.
Brauche ich eine Tauchsafari, um in Ägypten gut zu tauchen?+
Nein. Tagesboote und Ufertauchgänge decken hervorragende Plätze ab, und die meisten Besucher sind vollkommen zufrieden, ohne je auf einem Boot zu schlafen. Eine Safari lohnt sich, wenn Sie mehrere Tauchgänge am Tag, entlegene Riffe und keine tägliche Anfahrt wollen. Sie lohnt sich nicht, wenn Sie mit Nichttauchern reisen, Platz und Privatsphäre brauchen oder nicht wissen, wie Sie eine Woche auf See vertragen.
Ist das Blue Hole in Dahab sicher?+
Der flache Rand ist ein gewöhnlicher, schöner Tauchgang, und Tausende machen ihn ohne Zwischenfall. Der tiefe Bogen ist etwas anderes, und er hat wiederholt Taucher das Leben gekostet, fast immer Menschen, die über ihre Ausbildung, ihre Ausrüstung oder ihre Gasplanung hinausgegangen sind. Die Gedenktafeln am Felsen darüber sagen das deutlicher, als wir es könnten. Tauchen Sie den Rand und behandeln Sie den Bogen als tabu.
Welche Wracks kann man in Ägypten tauchen?+
Die bekanntesten liegen alle im Norden, in und um die Straße von Gubal. Die Thistlegorm bei Sha'ab Ali, ein Frachter aus dem Zweiten Weltkrieg, wird als langer Tagesausflug von Sharm el-Sheikh und von der Hurghada-Seite aus angefahren. Am Riff Abu Nuhas liegen vier Wracks an der Nordseite, die meisten in Sporttauchtiefe zwischen etwa fünf und dreißig Metern, darunter die in drei Teile gebrochene Giannis D und die 1869 gesunkene Carnatic. Für Wracks gehören Sie an das Nordende der Küste oder auf eine nördliche Safariroute.
Reicht für einen Tauchurlaub die kostenlose Sinai-Genehmigung?+
Für die Festlandküste von Hurghada bis Marsa Alam gar nicht, dort brauchen Sie immer das volle Touristenvisum. Auf dem Sinai gilt die kostenlose Erlaubnis etwa zwei Wochen und deckt Sharm, Dahab, Nuweiba, Taba und die Straße nach Sankt Katharina ab, vielfach aber weder den Nationalpark Ras Mohammed noch Tauchausflüge. Wenn Ras Mohammed oder ein Weiterflug nach Kairo dazugehören, nehmen Sie das volle Visum. Die aktuellen Einreisebestimmungen veröffentlicht das Auswärtige Amt; lassen Sie den Stand vor einer nicht erstattungsfähigen Buchung zusätzlich bestätigen.
Welchen Tauchanzug brauche ich im Roten Meer?+
Das hängt von Monat und Küstenabschnitt ab. Am kältesten ist es meist im Februar und März, wenn das Wasser im Norden auf gut 20 °C sinkt; dann sind ein 5-mm-Anzug und für Frostbeulen eine Kopfhaube angebracht. Im Spätsommer liegt es bei knapp 30 °C, und viele tauchen im Shorty. Der tiefe Süden ist ganzjährig etwas wärmer, was die Antwort um etwa eine Stärke verschiebt. Fragen Sie vorher, was der Leihbestand Ihrer Basis wirklich hergibt.
Kann ich Tauchen und Tempel auf einer Reise verbinden?+
Ja, und die Reihenfolge zählt. Machen Sie Kairo, Luxor und Assuan zuerst und gehen Sie danach an die Küste, damit das Tauchen ans Ende fällt, wenn Sie langsamer werden wollen. Hurghada ist dafür am einfachsten, rund vier Stunden über die Straße ab Luxor, während der Sinai praktisch einen Flug über Kairo bedeutet. Lassen Sie den letzten Tag tauchfrei, denn die Verbände empfehlen vor dem Flug eine Pause von mindestens zwölf Stunden, meist länger. Ein Inlandsflug über Kairo zählt für diese Regel mit.
Offizielle Quellen
Einreisebestimmungen, Öffnungszeiten, Sicherheitshinweise und Wechselkurse ändern sich. Prüfen Sie sie an der Quelle, nicht hier.
Geschrieben und geprüft von die Redaktion von Ägypten Guide · Zuletzt geprüft am . Einreisebestimmungen, Preise und Öffnungszeiten ändern sich — prüfen Sie alles Entscheidende bei den auf dieser Seite verlinkten offiziellen Stellen nach.
Reise planen
Nennen Sie uns Ihre Termine, wir kalkulieren sie
Ein echtes Programm mit echten Preisen, meist innerhalb von 24 Stunden. Nichts ist gebucht und nichts wird berechnet, bis Sie zustimmen.
Die Route, die die meisten zuerst nehmen, in der Länge, für die sie gemacht ist: Gizeh und das Große Ägyptische Museum, dann ein Flug nach Luxor und vier Nächte auf dem Nil bis Assuan.
Kein Schiff auf dieser Reise. Gizeh und das Große Ägyptische Museum, eine Nacht in Luxor für beide Ufer, zwei Nächte am Roten Meer und dann zurück nach Kairo für die Zitadelle, das koptische Kairo und die Königsmumien.
Fünf Nächte in Kairo, verteilt auf die Zeit vor und nach einer Fahrt über vier Nächte von Luxor nach Assuan. Die Tage in Kairo sind privat, nur Ihre Gruppe und eine Reiseleitung; die Besichtigungen vom Schiff aus teilen Sie sich mit einer kleinen Gruppe.