Währung in Ägypten: Was Sie mitnehmen und wie Sie zahlen
Die Währung in Ägypten ist einfacher, als sie aussieht, mit einem Haken: Das ägyptische Pfund ist in der Praxis eine geschlossene Währung, Sie bekommen es also nach der Landung und nicht vorher. Karten funktionieren inzwischen an mehr Stellen als früher, aber der Alltag läuft über Bargeld, und kleine Scheine zählen weit mehr als die Gesamtsumme, die Sie dabeihaben. Kurse bewegen sich, prüfen Sie Ihren also tagesaktuell.
Währung in Ägypten: Was ist das ägyptische Pfund?
Die Währung ist das ägyptische Pfund. Der Code lautet EGP, geschrieben wird es vor Ort als LE – vom französischen livre égyptienne – oder als E£, und auf Arabisch heißt es Gineih. Ein Pfund hat 100 Piaster, aber die Piaster hat die Inflation aufgefressen, und die Ein-Pfund-Münze ist praktisch die kleinste Einheit, mit der noch gerechnet wird. Im Umlauf sind Scheine von fünf bis zweihundert Pfund. Zehner und Zwanziger gibt es als Papier- und als Plastikschein mit unterschiedlichem Design, was beim schnellen Zählen zu Fehlern führt.
Preise aus älteren Artikeln sind unbrauchbar. Das Pfund hat gegenüber dem Euro in den vergangenen Jahren stark an Wert verloren, und im Land herrschte gleichzeitig hohe Inflation, weshalb Zahlen von vor zwei oder drei Jahren kaum noch etwas bedeuten. Behandeln Sie jeden konkreten Preis, den Sie online finden, als grobe Größenordnung und nicht als Budgetposten.
Für den Alltag heißt das zweierlei. Erstens gewöhnen Sie sich schnell daran, mit großen Zahlen zu rechnen: Ein gewöhnlicher Einkauf ergibt einen Betrag mit mehr Stellen, als Sie aus Europa kennen, und das allein macht ihn weder teuer noch günstig. Zweitens sind Münzen für Sie fast bedeutungslos. Sie werden Ihre Reise mit Scheinen bestreiten, und das Sortieren dieser Scheine ist die eigentliche Arbeit, nicht das Umrechnen.
Warum kann ich vorab keine ägyptischen Pfund kaufen?
In der Praxis ist das ägyptische Pfund eine geschlossene Währung. Banken und Wechselstuben außerhalb Ägyptens führen es selten, und wo doch, ist die Spanne unverschämt. Außerdem gibt es gesetzliche Obergrenzen dafür, wie viel Bargeld Sie ein- und ausführen dürfen; sie werden von der Zentralbank festgelegt und gelegentlich geändert, prüfen Sie den aktuellen Betrag also, wenn Sie größere Summen bewegen wollen. Nehmen Sie harte Währung mit und wechseln Sie nach der Landung.
Früher gab es einen Grund, nach einem Straßenkurs zu suchen. Bis zur Freigabe 2024 zahlte ein Parallelmarkt spürbar mehr für Dollar, und viele Reisende nutzten das. Der Abstand ist inzwischen so klein, dass sich das Risiko nicht mehr lohnt. Wer Ihnen heute einen Sonderkurs anbietet, verkauft Ihnen keinen Vorteil, sondern eine zu kurz gezählte Summe. Nutzen Sie eine Bank oder eine lizenzierte Wechselstube.
Die Obergrenzen betreffen beide Richtungen und beide Währungsarten, also das Pfund ebenso wie die harte Währung, die Sie mitbringen. Für eine normale Urlaubskasse spielt das keine Rolle. Sobald Sie größere Beträge bewegen, weil Sie zum Beispiel die Restzahlung an Ihren Veranstalter in bar leisten, ist es der Moment, den aktuellen Stand zu prüfen und die Summe korrekt zu deklarieren, statt sich am Schalter überraschen zu lassen. Heben Sie Ihre Wechselbelege bis zur Heimreise auf: Sie sind die einfachste Erklärung dafür, woher das Geld in Ihrer Tasche stammt.
Wo wechsle ich mein Geld am besten?
Es gibt drei Orte, und sie stehen in dieser Reihenfolge: eine Bankfiliale, eine lizenzierte Wechselstube, die Hotelrezeption. Banken und Wechselstuben verlangen in der Regel einen Ausweis, nehmen Sie also Ihren Reisepass mit und keine Kopie davon. Sie bekommen einen Beleg, und den sollten Sie behalten. Wechseln Sie am Flughafen nur so viel, wie Sie für die Fahrt in die Stadt, ein Getränk und die ersten Trinkgelder brauchen, und den Rest dort, wo Sie am nächsten Tag ohnehin vorbeikommen.
Denken Sie an die Öffnungszeiten, denn die Woche liegt anders als zu Hause. Die ägyptische Arbeitswoche läuft von Sonntag bis Donnerstag, Freitag ist der wichtigste Gebetstag, und das Bankwochenende fällt damit auf Freitag und Samstag. Wechselstuben in touristischen Straßen haben länger und auch am Wochenende geöffnet, arbeiten aber mit einer etwas breiteren Spanne. Im Ramadan verkürzen viele Häuser ihre Zeiten; der Ramadan verschiebt sich jedes Jahr um etwa elf Tage nach vorn, prüfen Sie also, wie er zu Ihren Reisedaten liegt.
Wechseln Sie in Etappen statt in einem großen Schwung. Das hat zwei Gründe, und der zweite ist der wichtigere: Sie tragen weniger Bargeld mit sich herum, und Sie stehen am Ende der Reise nicht mit einem Stapel Pfund da, den Sie schlecht wieder loswerden. Der Kursunterschied zwischen zwei ordentlichen Wechselstuben ist für Urlaubsbeträge ohnehin gering. Wichtiger als ein paar Zehntel im Kurs ist die Frage, ob Sie kleine Scheine bekommen – fragen Sie beim Wechseln ausdrücklich danach.
Preise lesen: LE, Piaster und ostarabische Ziffern
Ein Preis steht in Ägypten in mehreren Schreibweisen da. Auf Speisekarten und Preisschildern finden Sie LE, E£, EGP oder nur eine nackte Zahl, und gemeint ist jedes Mal dasselbe. In Touristenlokalen, Supermärkten und an den Ticketschaltern der großen Stätten stehen die Zahlen in den lateinischen Ziffern, die Sie kennen. Auf Märkten, an Kiosken und an kleinen Läden stehen sie häufig in ostarabischen Ziffern, die anders aussehen und in zehn Minuten zu lernen sind. Das ist der nützlichste Vorbereitungsschritt für diese Seite, nützlicher als weitere arabische Vokabeln, und ein guter Zeitvertreib auf dem Hinflug.
Die zweite Frage bei jedem Preis lautet, was er enthält. In Restaurants und Hotels werden Service und Steuer üblicherweise auf die Rechnung geschlagen, der Betrag auf der Karte ist also nicht der Betrag am Ende. An den Sehenswürdigkeiten sind die Standardtickets moderat, aber mehrere der Dinge, die man am liebsten sehen will, kosten extra: die Innenkammer der Cheops-Pyramide, das Grab von Sethos I., das Grab des Tutanchamun und mancherorts eine Fotogenehmigung. Auf dem Markt ist der genannte Preis eine Eröffnungszahl. Es lohnt sich, die Art des Preises zu erkennen, bevor Sie darüber nachdenken, ob er hoch ist.
Hören Sie nach dem ersten Tag auf, jeden Betrag im Kopf umzurechnen. Legen Sie sich stattdessen zwei oder drei Ankerpreise zurecht – eine Flasche Wasser, ein Kaffee, eine kurze Taxifahrt – und vergleichen Sie neue Preise mit diesen Ankern statt mit dem Euro. Das geht schneller, es ist bei kleinen Beträgen genauso genau, und es erspart Ihnen die Rechnerei mitten in einem Gespräch, in dem Sie ohnehin gerade verhandeln.
Karte oder Bargeld: Was funktioniert wo?
Nehmen Sie Bargeld als Standard und die Karte als Bequemlichkeit. Kairo akzeptiert Karten weit häufiger als noch vor fünf Jahren: Hotels, Supermärkte, Apotheken, Café-Ketten und die meisten mittleren und gehobenen Restaurants nehmen Visa oder Mastercard, und immer mehr große Sehenswürdigkeiten verkaufen Tickets am Schalter oder vorab online per Karte. American Express wird nur unregelmäßig genommen. Kontaktlos ist in der Hauptstadt normal und außerhalb deutlich seltener.
Bargeld deckt alles andere ab, und alles andere ist viel: Taxis und Tuk-Tuks, Saftläden und Bäckereien, Marktstände, Dorfläden, Bootsleute, Toiletten und jedes Trinkgeld. Außerhalb Kairos – in Luxor, Assuan, den Oasen, den Städten am Roten Meer, sobald Sie das Hotelgelände verlassen – gehen Sie von Bargeld aus und betrachten Sie ein funktionierendes Terminal als Glücksfall. Terminals fallen außerdem stundenlang aus, wenn die Verbindung weg ist, lassen Sie Ihr Bargeld also nie auf null laufen.
Reisekarten lösen das nicht. Die Multiwährungskarten, die viele europäische Reisende dabeihaben, führen kein ägyptisches Pfund, eine Zahlung wird also aus Ihrem Guthaben zum Kurs Ihres Anbieters umgerechnet. Dieser Teil ist meist in Ordnung. Nicht in Ordnung ist es, das Angebot des Terminals anzunehmen, Ihnen in Euro abzurechnen: Diesen Kurs setzt der Betreiber des Geräts, und er ist immer schlechter. Wählen Sie ägyptische Pfund.
Für das Bezahlen mit dem Telefon gilt dasselbe wie für die Karte, nur eine Stufe strenger. Wo ein modernes kontaktloses Terminal steht – in Kairoer Hotels, großen Supermärkten und Café-Ketten –, funktioniert eine hinterlegte Karte im Telefon in aller Regel. Wo keines steht, und das ist die Mehrheit des Landes, hilft Ihnen das beste Telefon nichts. Behandeln Sie es als angenehme Abkürzung an den wenigen Stellen, an denen sie sich anbietet, und nie als Ihren Zahlungsplan. Die einheimischen Bezahl-Apps, die Sie an manchen Kassen sehen, hängen an einem ägyptischen Konto und sind für Besucher kein Weg.
Was sollte ich über Geldautomaten in Ägypten wissen?
Geldautomaten sind in Städten und touristischen Gegenden häufig. Nutzen Sie nach Möglichkeit einen, der an einer Bankfiliale hängt. Frei stehende Automaten in Touristenstraßen, besonders die von internationalen Automatenbetreibern statt von ägyptischen Banken, nehmen mehr und rechnen schlechter um. Rechnen Sie mit einer Gebühr des ägyptischen Automaten zusätzlich zu der Ihrer eigenen Bank und mit einem Auszahlungslimit, das niedriger ist, als Ihnen lieb wäre – manchmal heißt das zwei Abhebungen hintereinander.
Automaten laufen außerdem leer. Rund um lange Feiertage, besonders das Eid-Fest, und über das Wochenende von Freitag auf Samstag sind beliebte Automaten leer und werden nicht immer schnell nachgefüllt. Heben Sie vor einem Feiertag ab, nicht währenddessen. Nutzen Sie einen Automaten möglichst zu den Öffnungszeiten der Filiale: Wenn abends einer Ihre Karte einbehält, warten Sie bis zur Wiedereröffnung, und draußen ist niemand, der ihn öffnet.
Zwei praktische Kleinigkeiten ersparen viel Ärger. Prüfen Sie vor der Abreise, ob Ihre Geheimzahl vierstellig ist, denn ägyptische Automaten erwarten vier Stellen, und eine längere Zahl führt an manchen Geräten zu einer Ablehnung, die nichts mit Ihrem Konto zu tun hat. Und lehnen Sie auch am Automaten die angebotene Umrechnung in Euro ab: Die Frage sieht am Geldautomaten anders aus als am Kartenterminal, die Antwort ist dieselbe. Wählen Sie ägyptische Pfund und lassen Sie Ihre eigene Bank umrechnen.
Welche Gebühren zahlen Sie wirklich?
An vier Stellen geht Geld ab, und nur zwei davon sehen Sie ausgewiesen. Erstens die Spanne der Wechselstube, die im Kurs steckt und nicht als Gebühr auftaucht. Zweitens das Fremdwährungsentgelt Ihrer eigenen Bank, meist ein Prozentsatz jeder Zahlung im Ausland. Drittens die Gebühr des ägyptischen Geldautomaten, die Ihnen vor der Auszahlung angezeigt wird. Viertens die Umrechnung des Terminals oder Automaten, wenn Sie sie annehmen. Die vierte ist die teuerste und zugleich die einzige, die Sie mit einem einzigen Knopfdruck vollständig vermeiden.
Rechnen Sie vor der Reise nach, was Ihre eigenen Karten kosten, statt vor Ort dem besten Kurs nachzujagen. Eine Karte ohne Fremdwährungsentgelt spart auf einer zweiwöchigen Reise mehr, als Sie durch das Vergleichen von Wechselstuben je hereinholen. Beachten Sie außerdem, dass viele Kreditkarten eine Bargeldabhebung als Barvorschuss behandeln und ab dem ersten Tag verzinsen. Die saubere Aufteilung lautet: Debitkarte zum Abheben, Kreditkarte zum Bezahlen, und beide vorher auf ihre Konditionen geprüft.
Bei der Zahl der Abhebungen gibt es einen Zielkonflikt. Ist die Automatengebühr eine Pauschale, sind wenige große Abhebungen günstiger als viele kleine. Dagegen steht, dass Sie das Geld dann mit sich herumtragen, und dagegen steht das Auszahlungslimit. Der brauchbare Kompromiss für eine normale Rundreise ist eine Abhebung alle paar Tage, jeweils am Vorabend eines Tages, an dem Sie viel bar bezahlen werden – und nicht am Morgen, an dem Sie um sechs Uhr zum Tal der Könige aufbrechen.
Euro, Dollar oder etwas anderes: Was soll ich mitnehmen?
Euro sind für deutsche Reisende die naheliegende Wahl und werden in Kairo, Luxor, Assuan und an der Küste problemlos gewechselt. US-Dollar sind die am weitesten anerkannte Währung und die, die auch eine kleine Wechselstube in einer Provinzstadt am ehesten nimmt. Andere Währungen wie das britische Pfund lassen sich in den großen Städten ebenfalls wechseln, es gibt dafür aber weniger Schalter und die Spanne ist etwas schlechter.
Der Zustand der Scheine zählt mehr, als die meisten erwarten. Banken und Wechselstuben lehnen ausländische Noten ab, die eingerissen, beschriftet, fleckig oder stark geknickt sind, und ältere US-Dollar-Serien – die mit dem kleinen Porträt – werden oft rundheraus abgelehnt oder nur mit Abschlag genommen. Lassen Sie sich beim Geldwechsel zu Hause neue, saubere Scheine in großen Stückelungen geben.
Wo in Ägypten in harter Währung gezahlt wird
Ein Teil Ihrer Reise läuft gar nicht über das Pfund, und der erste Fall wartet direkt nach der Landung. Wer das Visum erst bei der Ankunft kauft, tut das an einem Bankschalter in der Ankunftshalle vor der Passkontrolle, in bar und in harter Währung. Kartenterminals gibt es dort, und sie fallen oft genug aus, dass eine Landung mit nichts als einer Bankkarte an einem schlechten Tag ein echtes Risiko ist. Wir nennen die Gebühr auf dieser Seite nicht, weil sie sich ändert und eine veraltete Zahl genau dort schadet, wo sie niemandem mehr hilft. Bringen Sie eine Reserve in sauberen Scheinen mit.
Der zweite Fall ist Ihr Veranstalter. Weil sich das Pfund in den letzten Jahren stark bewegt hat, kalkulieren Veranstalter in Euro oder Dollar und halten diese Zahl, und Hotels und Schiffe setzen ihre internen Raten genauso. Ein Angebot, das lange im Voraus in ägyptischen Pfund gemacht wird, ist deshalb eine Schätzung und kein Festpreis. Fragen Sie vor der Buchung, in welcher Währung der Vertrag läuft und ob die Restzahlung in derselben Währung fällig ist.
Viele ägyptische Veranstalter nehmen eine Anzahlung per Überweisung oder Karte und den Rest bei der Ankunft in bar oder per Karte im Büro. Kartenzahlung ist dabei häufig mit einem Aufschlag belegt, fragen Sie also vorher danach. Den Restbetrag in bar zu zahlen ist in Ägypten normal und für sich genommen kein Warnzeichen, aber lassen Sie sich schriftlich bestätigen, was enthalten ist, bevor Sie etwas überweisen. Praktisch heißt das: Ihre Reisekasse hat zwei Teile. Harte Währung für die großen, vorher bekannten Posten, ägyptische Pfund für den Alltag.
Warum sind kleine Scheine so wichtig?
Das ist das Detail, das Ihre Woche verändert. Ägypten läuft auf kleinem Bargeld: ein paar Pfund für den Mann, der auf die Autos aufpasst, für den Gepäckträger, für die Toilettenaufsicht, für den, der einen Stuhl heranträgt. Niemand hat Wechselgeld, oder niemand gibt es zu. Reichen Sie für eine kleine Dienstleistung einen 200er hinüber, folgt entweder eine lange Verhandlung oder ein Achselzucken, und die Differenz ist weg.
Bauen Sie sich also bewusst einen Vorrat auf. Wechseln Sie große Scheine dort, wo Sie ohnehin zahlen – Supermarkt, Hotelbar, Café – und bitten Sie um Fünfer, Zehner und Zwanziger. Bewahren Sie sie getrennt von Ihrer Hauptbörse auf, damit Sie auf der Straße kein dickes Bündel auffächern. Guides und Fahrer können Ihnen meist Scheine tauschen. Und Sie dürfen ablehnen: ein bestimmtes la, schukran beendet die meisten Ansprachen ohne jede Reibung.
Wie funktioniert Trinkgeld?
Trinkgeld, Bakschisch, ist Teil der Bezahlung dieser Arbeit und kein Bonus obendrauf. Die Beträge sind klein, die Häufigkeit ist hoch. Restaurants schlagen üblicherweise Service und Steuer auf die Rechnung, und dieser Servicezuschlag erreicht die Person, die Sie bedient hat, nicht zuverlässig – ein moderates Trinkgeld bar auf dem Tisch ist deshalb üblich. Taxipreise rundet man auf. Für Gepäckträger und Zimmerreinigung braucht es kleine Scheine.
Guides, Fahrer und Bootscrew auf einer mehrtägigen Reise sind die größeren Posten, meist am Ende übergeben statt täglich und pro Person und Tag gerechnet. Die üblichen Spannen verschieben sich mit der Inflation, fragen Sie also bei der Buchung Ihren Veranstalter nach dem aktuellen Stand, statt einem fünf Jahre alten Blog zu vertrauen. Zwei ehrliche Punkte: Das ständige Trinkgeldgeben ermüdet manche Reisende, und wer sich unaufgefordert in Ihren Tag gedrängt hat, hat nichts zu bekommen.
Behandeln Sie das Trinkgeld als eigene Budgetzeile und nicht als Kleingeld, das übrig bleibt. Wer es erst unterwegs bemerkt, wechselt jeden zweiten Tag Scheine nach und hat trotzdem im falschen Moment nichts passendes in der Tasche. Legen Sie den Betrag für Guide, Fahrer und Besatzung getrennt beiseite, am besten schon in Umschlägen, und halten Sie davon unabhängig einen Vorrat kleiner Scheine für den laufenden Tag bereit. Das ist keine Förmlichkeit, sondern der einfachste Weg, am letzten Abend nicht rechnen zu müssen.
Geld an Bord, im Hotel und an den Stätten
Auf einer Nilkreuzfahrt sind die Kabine, alle Mahlzeiten an Bord und die geführten Tempelbesuche entlang der Strecke im Preis. Getränke kosten auf fast jedem Schiff extra, Trinkgeld für Besatzung und Reiseleitung ebenfalls. Ob die Eintrittskarten enthalten sind, ist von Schiff zu Schiff verschieden – fragen Sie namentlich nach, welche. Abu Simbel, eine Ballonfahrt über Luxors Westufer und die separat bezahlten Gräber im Tal der Könige kommen normalerweise obendrauf. Genau an dieser Liste unterscheiden sich zwei Angebote, die auf dem Papier gleich aussehen.
An Bord läuft das meiste über eine Rechnung, die am Ende der Fahrt beglichen wird. Klären Sie am ersten Abend, ob das Schiff Karten nimmt, denn die Antwort entscheidet darüber, wie viel Bargeld Sie an Bord brauchen. Heben Sie das Geld dafür in Assuan oder Luxor ab und nicht unterwegs: Der Landgang in Kom Ombo oder Edfu führt zu einem Tempel und nicht zu einer Bankfiliale, und die Zeit zwischen Anlegen und Abfahrt ist knapp bemessen.
Im Hotel gilt dasselbe Muster in kleinerem Maßstab. Zimmer, Minibar und Wäscheservice laufen über die Rechnung, alles, was mit einer Person zu tun hat, läuft über kleine Scheine. Rechnen Sie damit, dass Alkohol in Ägypten hoch besteuert ist und eine Flasche importierter Wein im Hotel ungefähr so viel kostet wie zu Hause. An den Stätten selbst brauchen Sie Bargeld für Fotogenehmigungen, Toiletten und kleine Dienste, auch dann, wenn Ihr Ticket längst bezahlt ist. Wenn ein ermäßigter Preis für Sie infrage kommt, etwa als Studierende, bringen Sie den Ausweis mit; ohne ihn gibt es die Ermäßigung nicht.
Preise vereinbaren und handeln
Gehandelt wird auf Märkten und bei Taxis ohne Taxameter. In Geschäften mit ausgezeichneten Preisen, in Hotels und in Restaurants wird nicht gehandelt, und der Versuch wirkt dort unbeholfen. Wo gehandelt wird, steigen Sie deutlich unter dem geforderten Preis ein, bleiben gut gelaunt und sind bereit zu gehen. Und wenn Sie mit dem Preis, der auf dem Tisch liegt, zufrieden wären, nehmen Sie ihn, statt um die letzten ägyptischen Pfund zu feilschen. Der Unterschied ist für Sie klein und für Ihr Gegenüber nicht.
Die Regel, die mehr Ärger verhindert als jede Verhandlungstaktik, ist einfacher: Vereinbaren Sie jeden Preis laut und vollständig, bevor die Leistung beginnt. Das gilt für Taxifahrten, für Kamel- und Kutschfahrten, für den Bootsmann und ausdrücklich auch für den Rückweg, der sonst gern als neue Verhandlung auftaucht. Klären Sie dabei, ob der Preis für die Fahrt gilt oder pro Person. Und nehmen Sie nie etwas an, das man Ihnen in die Hand drückt: Ein Geschenk, das Sie schon halten, ist keines mehr.
In Kairo nehmen die Fahrdienst-Apps diesen Gesprächen die Grundlage. Uber und Careem sind in der Stadt breit vertreten, der Preis steht vor dem Einsteigen fest, und die Strecke wird aufgezeichnet. Für die meisten Besucher ist das der Standardweg durch die Stadt. Er setzt allerdings mobile Daten voraus, und außerhalb der großen Städte trägt er nicht weit. Halten Sie deshalb auch mit App auf dem Telefon kleine Scheine bereit.
Welche Maschen gibt es rund um Wechselgeld und Wechselstuben?
Das meiste ist klein und gelegenheitsgetrieben, nicht bedrohlich. Die Standardnummern: Ihr Wechselgeld schnell zählen und die Hand darum schließen; einen Zwanziger zurückgeben, wenn Sie einen Zweihunderter gegeben haben, in der Hoffnung, dass Sie nicht hinsehen; ein Preis, der sich am Ende als pro Person oder pro Foto herausstellt. Papier- und Plastikscheine desselben Werts sehen unterschiedlich aus, was schnelles Zählen fehleranfällig macht. Zählen Sie offen nach, bevor Sie weitergehen.
Heben Sie Ihre Wechselbelege auf und ignorieren Sie Schilder mit „keine Provision“, denn die Marge steckt im Kurs und nicht in einer Gebühr. Schauen Sie den Tageskurs vorher bei einer neutralen Quelle nach und vergleichen Sie ihn mit dem Angebot. Flughafenschalter sind für einen ersten kleinen Betrag in Ordnung und für den Rest schlechter als die Stadt; Hotelrezeptionen sind noch schlechter. Und ein Taxameter ist selten wirklich kaputt – nutzen Sie eine Fahrdienst-App, wo eine läuft.
Wie bewahre ich mein Geld unterwegs auf?
Teilen Sie auf, und zwar physisch. Eine kleine Börse für den laufenden Tag mit kleinen Scheinen, eine zweite Stelle für den Rest, die auf der Straße nicht herauskommt, und der Löwenanteil zusammen mit dem Reisepass im Hotelsafe. Zwei Karten von zwei verschiedenen Anbietern gehören nicht in dieselbe Tasche: Wenn eine ausfällt, einbehalten wird oder verloren geht, soll die andere woanders liegen. Dieselbe Logik gilt für Ihre harte Währung, die Sie nicht auf einmal brauchen.
Der häufigere Verlust ist ohnehin nicht der Diebstahl, sondern das Liegenlassen: die Karte im Automaten, die Börse auf dem Rücksitz, der Umschlag mit dem Trinkgeld im Hotelzimmer. Angewohnheiten helfen mehr als Vorsicht. Nehmen Sie die Karte aus dem Automaten, bevor Sie das Geld einstecken. Steigen Sie nie aus einem Taxi aus, ohne den Sitz anzuschauen. Und richten Sie Ihre Banking-App vor der Abreise so ein, dass sie im Ausland funktioniert, denn eine Karte in der App zu sperren geht deutlich schneller als ein Anruf aus Ägypten.
Halten Sie schließlich eine echte Notreserve vor: ein paar saubere Scheine harte Währung, getrennt vom Rest verwahrt, für den Tag, an dem beide Karten streiken und der Automat leer ist. Das ist kein unwahrscheinliches Szenario, sondern die Kombination aus einem Feiertag und einer gesperrten Karte, und sie kommt regelmäßig vor. Legen Sie Ihre Wechselbelege zu dieser Reserve. Dann liegen die beiden Dinge zusammen, die Sie im unangenehmsten Fall gleichzeitig brauchen.
Wie plane ich meine Reisekasse für eine typische Route?
Die übliche Route – ein paar Tage Kairo, dann Luxor und Assuan mit Zeit auf dem Nil, vielleicht ein Anhang am Roten Meer – hat drei Abschnitte mit drei verschiedenen Geldprofilen. Kairo ist der Abschnitt, in dem die Karte am meisten trägt: Hotels, Supermärkte, Restaurants und zunehmend auch Tickets laufen über das Terminal, und die Fahrdienst-Apps nehmen dem Transport die Bargeldfrage. Sie brauchen hier trotzdem täglich kleine Scheine, aber Ihre größeren Posten können über die Karte laufen.
Der Nilabschnitt ist der bargeldintensivste, und zwar nicht, weil er teuer wäre, sondern weil er aus vielen kleinen Beträgen besteht: Trinkgelder an Bord und an Land, Getränke, Fotogenehmigungen, Kutschfahrten in Edfu, der Kaffee zwischen zwei Tempeln. Rechnen Sie damit, dass Sie hier mehr Bargeld verbrauchen als in Kairo, und decken Sie sich in Luxor oder Assuan ein, bevor Sie an Bord gehen. Am Roten Meer verschiebt sich das Bild wieder: Innerhalb der Anlage läuft fast alles über die Zimmerrechnung, außerhalb davon über Bargeld.
Wenn Sie eine Zahl für Ihre Planung brauchen, dann nicht in Pfund, sondern in der Währung, in der Sie tatsächlich buchen. Kalkulieren Sie die Reise in Euro – Flüge, Landpaket, Visum, Trinkgeldbudget – und behandeln Sie das ägyptische Pfund nur als das, was Ihr Taschengeld vor Ort kauft. Das ist kein rhetorischer Trick, sondern der Grund, warum eine Kursbewegung Ihre Reise fast nie so stark trifft, wie die Schlagzeilen vermuten lassen: Der teure Teil war längst in harter Währung festgelegt.
Häufige Fragen
Sperrt meine Bank die Karte in Ägypten?+
Oft ja. Ägypten löst bei vielen Karten die Betrugsregeln aus. Sagen Sie Ihrer Bank vorher Ihre Reisedaten, stellen Sie sicher, dass die hinterlegte Handynummer auch im Ausland Nachrichten empfängt, und nehmen Sie eine zweite Karte eines anderen Anbieters mit, getrennt aufbewahrt. Wenn eine Karte gesperrt wird, hilft es oft schneller, sie in der Banking-App zu sperren und wieder freizugeben, als aus dem Ausland anzurufen.
Was mache ich am Ende mit übrigen ägyptischen Pfund?+
Ausgeben. Zurücktauschen geht bei Banken und Flughafenschaltern, manchmal nur mit dem ursprünglichen Wechselbeleg, und der Kurs in diese Richtung ist schlecht. Wechseln Sie während der Reise in Etappen, damit am Ende kein Stapel übrig bleibt, behalten Sie genug für Trinkgeld und Essen am letzten Morgen und betrachten Sie den Rest als Trinkgeld statt als Währungsproblem.
Wie viel Bargeld brauche ich pro Tag wirklich?+
Weniger, als die meisten annehmen, wenn Transport, Eintritte und die meisten Mahlzeiten vorab bezahlt sind. Das Tagesgeld geht für Trinkgeld, Getränke, Taxis, kleine Läden und gelegentliche Eintritts- oder Fotogebühren drauf. Denken Sie in kleinen Scheinen statt in einer Tagessumme, tragen Sie etwa einen Tagesbedarf bei sich und lassen Sie den Rest im Hotelsafe.
Zahlen Ausländer andere Preise?+
Ja, und das ist normal und nicht persönlich gemeint. Für antike Stätten gibt es veröffentlichte Preise für ausländische Besucher, die feststehen und nicht verhandelbar sind. Auf Märkten und in Taxis ist die erste Zahl eine Eröffnungsposition und nicht mehr. Wenn Sie den Betrag laut vereinbaren, bevor die Fahrt oder die Leistung beginnt, verschwindet fast jeder Streit, der sonst am Ende käme.
Wird das Pfund bis zu meiner Reise stärker oder schwächer sein?+
Das sagt Ihnen niemand seriös. Kurse können sich mit wenig Vorwarnung bewegen, weshalb diese Seite keine nennt. Prüfen Sie den Kurs ein paar Tage vor dem Abflug und noch einmal nach der Ankunft, und kalkulieren Sie Ihre Reise in der Währung, in der Sie tatsächlich zahlen – den Euro Ihres Veranstalters. Dann ändert eine Bewegung des Pfunds, was Ihr Taschengeld kauft, und nicht, was der Urlaub kostet.
Kann ich in Ägypten direkt mit Euro bezahlen?+
An manchen Stellen nimmt man Ihnen Euro ab, besonders in Hotels, bei Ausflugsanbietern und an Ständen rund um die großen Stätten. Gut ist das für Sie selten: Den Kurs setzt derjenige, der das Geld annimmt, und er ist schlechter als jede Wechselstube. Außerdem bekommen Sie das Wechselgeld in Pfund zurück, gerechnet zu ebendiesem Kurs. Zahlen Sie in ägyptischen Pfund, und halten Sie Euro für das bereit, was tatsächlich in harter Währung fällig wird.
Brauche ich meinen Reisepass zum Geldwechseln?+
Rechnen Sie damit. Banken und lizenzierte Wechselstuben verlangen in der Regel einen Ausweis und stellen einen Beleg aus, und mit einer Kopie geben sich nicht alle zufrieden. Nehmen Sie den Pass mit, wenn Sie gezielt zum Wechseln gehen, und heben Sie den Beleg bis zum Ende der Reise auf: Für den Rücktausch und für größere Bargeldsummen bei der Ausreise ist er die einfachste Erklärung, die Sie haben.
Sollte ich Eintritte lieber bar oder mit Karte bezahlen?+
An den großen Stätten geht beides zunehmend, viele verkaufen inzwischen am Schalter oder vorab online per Karte. Verlassen Sie sich trotzdem nicht darauf, denn ein ausgefallenes Terminal vor einem Eingang bei 38 Grad ist ein schlechter Moment für Überraschungen. Nehmen Sie den Ticketpreis in bar mit, auch wenn Sie vorhaben, mit Karte zu zahlen, und rechnen Sie zusätzliche Tickets für einzelne Gräber und Fotogenehmigungen grundsätzlich in bar ein.
Offizielle Quellen
Einreisebestimmungen, Öffnungszeiten, Sicherheitshinweise und Wechselkurse ändern sich. Prüfen Sie sie an der Quelle, nicht hier.
Ägyptische Zentralbank ↗Die amtliche Referenz für das Ägyptische Pfund. Kurse bewegen sich; verlassen Sie sich nicht auf eine Zahl in einem Artikel.
Geschrieben und geprüft von die Redaktion von Ägypten Guide · Zuletzt geprüft am . Einreisebestimmungen, Preise und Öffnungszeiten ändern sich — prüfen Sie alles Entscheidende bei den auf dieser Seite verlinkten offiziellen Stellen nach.
Die Route, die die meisten zuerst nehmen, in der Länge, für die sie gemacht ist: Gizeh und das Große Ägyptische Museum, dann ein Flug nach Luxor und vier Nächte auf dem Nil bis Assuan.
Kein Schiff auf dieser Reise. Gizeh und das Große Ägyptische Museum, eine Nacht in Luxor für beide Ufer, zwei Nächte am Roten Meer und dann zurück nach Kairo für die Zitadelle, das koptische Kairo und die Königsmumien.
Fünf Nächte in Kairo, verteilt auf die Zeit vor und nach einer Fahrt über vier Nächte von Luxor nach Assuan. Die Tage in Kairo sind privat, nur Ihre Gruppe und eine Reiseleitung; die Besichtigungen vom Schiff aus teilen Sie sich mit einer kleinen Gruppe.