Ägypten Guide
Ägypten als Privatreise: eigene Reiseleitung, eigenes Tempo

Privat reisen

Ägypten als Privatreise: eigene Reiseleitung, eigenes Tempo

Eine Privatreise nach Ägypten gibt Ihnen eine lizenzierte Reiseleitung, einen Wagen mit Fahrer und ein Programm, das sich danach richtet, wie Sie tatsächlich reisen. Kein Bus, kein fester Abfahrtstermin, kein Warten auf elf andere an der Hoteltür. Es kostet mehr als eine Gruppenreise. Für manche Reisende ist dieser Unterschied jeden Cent wert, für andere nicht.

Was ändert sich wirklich, wenn Sie privat durch Ägypten reisen?

Der deutlichste Unterschied ist die Zeit. Auf einer Gruppenreise bestimmen die langsamste und die schnellste Person im Bus den Zeitplan. Sie bekommen 90 Minuten in Karnak, ob Sie 30 wollten oder vier Stunden. Privat entscheiden Sie das am Morgen des Tages, und die Reiseleitung baut den Rest darum herum um.

Der zweite Unterschied ist die Aufmerksamkeit der Reiseleitung. Ein guter Ägyptologe, der mit zwei Menschen spricht, kann Fragen richtig beantworten, einem Exkurs über die Amarna-Ketzerei folgen und merken, wann Sie nicht mehr zuhören. Derselbe Guide mit 20 Leuten macht eine Mikrofonführung. Ägypten hat hervorragende lizenzierte Reiseleitungen und mittelmäßige; privat haben Sie eine echte Chance, zu einer zu kommen, die zu Ihren Interessen passt.

Der dritte ist die Logistik. Ihr Fahrer wartet am Ausgang statt auf einem entfernten Busparkplatz. In der Hitze Kairos und der Mittagssonne von Luxor spart das mehr Kraft, als es auf dem Papier klingt.

Der vierte Unterschied ist der unauffälligste und wirkt sich am stärksten aus: die Reihenfolge innerhalb eines Tages. Ein Busprogramm muss seine Stätten so anfahren, dass Parkplätze, Mittagessen und Abfahrtszeiten für alle aufgehen. Privat lässt sich dieselbe Liste anders sortieren — die anstrengendste Stätte zuerst, das Museum in die heißeste Stunde, die Feluke ans Ende des Tages. Es kommt nichts hinzu und nichts fällt weg, und trotzdem fühlt sich der Tag anders an.

Und schließlich ändert sich, was Sie sagen dürfen. Auf einer Gruppenreise ist die Aussage, dass Sie heute genug Tempel gesehen haben, eine Störung. Privat ist sie eine Information, mit der die Reiseleitung arbeitet. Wer nach drei Tagen merkt, dass ihn die Gräber mehr interessieren als die Tempel, bekommt eine andere restliche Woche. Diese Korrekturmöglichkeit mitten in der Reise ist das, was Reisende hinterher am häufigsten als den eigentlichen Wert beschreiben.

Privatreise, Individualreise, Kleingruppe: die Begriffe sortiert

Die drei Wörter werden im deutschen Reisemarkt durcheinandergeworfen, und das kostet Geld, weil man Angebote vergleicht, die gar nicht dasselbe sind. Privat beschreibt, mit wem Sie unterwegs sind: nur Ihre eigene Gruppe, eine eigene Reiseleitung, ein eigenes Fahrzeug. Individuell beschreibt, wer die Route bestimmt: Sie, nicht ein Katalog. Beides hängt oft zusammen, ist aber nicht dasselbe.

Eine Privatreise auf einer völlig unveränderten Standardroute ist möglich und für viele Erstreisende die richtige Wahl — die klassische Runde ist Standard, weil sie funktioniert. Umgekehrt ist eine Individualreise, bei der Sie Tage ergänzen, streichen und umstellen, fast immer auch privat, weil sich eine selbst gebaute Route nicht mit elf Fremden teilen lässt. Wenn Sie ein Angebot prüfen, fragen Sie deshalb beides getrennt ab: Ist die Reiseleitung nur für uns, und ist die Route änderbar.

Die Kleingruppenreise liegt dazwischen. Sie läuft meist mit acht bis sechzehn Reisenden, die sich Reiseleitung, Kleinbus und feste Termine teilen, und sie ist günstiger als privat, weil dieselben Fixkosten auf mehr Köpfe fallen. Bezahlt wird das mit dem Tempo: Die Gruppe bewegt sich als eine, und die Uhr stellen nicht Sie. Für Alleinreisende ist das häufig das beste Verhältnis aus Preis, Führungsqualität und Gesellschaft.

Ein vierter Begriff taucht in Angeboten auf und meint nichts Verbindliches: privat geführt. Das kann heißen, dass die Reiseleitung Ihnen gehört, aber der Transport geteilt wird, oder dass an einzelnen Stätten eine private Führung stattfindet und der Rest des Tages im Bus läuft. Lassen Sie sich in solchen Fällen aufschreiben, welche Bestandteile exklusiv sind. Diese eine Nachfrage trennt zwei Angebote, die auf dem Papier identisch aussehen.

Wie viel mehr kostet eine Privatreise gegenüber einer Gruppenreise?

Als grobe Faustregel: Rechnen Sie damit, dass eine Privatreise pro Person rund 40 bis 80 Prozent mehr kostet als ein vergleichbarer Gruppentermin mit demselben Hotelstandard. Der Abstand ist bei Alleinreisenden und Paaren am größten, weil Reiseleitung und Fahrzeug Fixkosten sind, die sich auf weniger Köpfe verteilen. Eine vierköpfige Familie oder eine Gruppe zu sechst schluckt diese Kosten und landet nah am Gruppenpreis.

Das Geld geht an konkrete Dinge: den Tagessatz Ihrer eigenen Reiseleitung, einen eigenen Wagen mit Fahrer und den Aufschlag dafür, denselben Platz nicht zweimal zu verkaufen. Es kauft nicht automatisch bessere Hotels. Fragen Sie, welche Unterkunftskategorie ein Angebot unterstellt, denn diese eine Variable bewegt die Endsumme stärker als alles andere.

Wo eine Privatreise kein Geld spart, sind Eintrittstickets, Inlandsflüge und Kabinen auf der Nilkreuzfahrt. Die kosten gleich viel, wer auch immer bucht.

Der Aufschlag ist außerdem nicht über die Reise hinweg gleichmäßig verteilt, und das ist für die Planung nützlich. Er sitzt fast vollständig in den geführten Tagen an Land — Kairo, das Westufer von Luxor, Assuan, ein Tag nach Abu Simbel. Tage ohne Programm kosten privat kaum mehr als in der Gruppe, weil weder Reiseleitung noch Fahrzeug gebraucht werden. Wer den Aufpreis drücken will, streicht deshalb nicht an der Qualität, sondern setzt zwei ungeführte Tage in die Reise. Die wirken ohnehin gegen die Erschöpfung, die nach vier Stättentagen hintereinander einsetzt.

Die zweite Stellschraube ist die Gruppengröße auf Ihrer eigenen Seite. Weil Reiseleitung und Wagen pro Tag und nicht pro Person abgerechnet werden, sinkt der Personenpreis mit jedem Mitreisenden spürbar. Zwei befreundete Paare, die gemeinsam anfragen, bezahlen privat deutlich weniger pro Kopf als zweimal zwei Personen getrennt, und sie bekommen dieselbe Reise. Wenn Sie ohnehin mit Bekannten liebäugeln, ist das der Moment, in dem sich die Frage lohnt.

Was steht im Preis einer Privatreise, und was steht daneben?

Ein übliches Angebot enthält die Übernachtungen, die Inlandsflüge oder den Nachtzug zwischen Kairo und dem Süden, alle Transfers von und zu Flughafen und Hotel, die Reiseleitung für die geführten Tage, die Eintritte laut Programm und, wo eine Nilkreuzfahrt Teil der Reise ist, die Kabine samt Vollpension an Bord. Das ist der Kern, und bei seriösen Anbietern ist er schriftlich aufgezählt statt mit einem Sammelbegriff abgekürzt.

Daneben stehen regelmäßig: internationale Flüge, das Visum, Ihre Versicherung, Trinkgeld, die meisten Mittag- und Abendessen an Land, Getränke an Bord, der Einzelzimmerzuschlag und mehrere Tickets, die an den Stätten separat verkauft werden. Zu diesen Extratickets gehören der Eintritt ins Innere der Cheopspyramide, das Grab des Tutanchamun, das Grab der Nefertari im Tal der Königinnen und je nach Programm Abu Simbel. Ein Angebot, das billiger aussieht als ein anderes, hat diese Posten häufig nur aus der Endsumme herausgenommen.

Nicht jeder dieser Zusätze lohnt sich, und eine Privatreise ist genau der Rahmen, in dem Sie das einzeln entscheiden können. Die Kammer im Inneren der Cheopspyramide erreicht man über einen steilen, gebückten Aufstieg durch einen heißen Gang und steht dann in einem kahlen Granitraum; viele wünschten sich hinterher, sie hätten es gelassen. Das Grab der Nefertari kostet ein Vielfaches eines normalen Tickets und ist, wenn Ihnen Malerei etwas bedeutet, das eine, für das sich der Aufpreis lohnt. Eine gute Reiseleitung sagt Ihnen das vorher, statt jedes Ticket mitzuverkaufen.

Das Trinkgeld ist der Posten, den deutsche Reisende am häufigsten unterschätzen. Bakschisch ist in Ägypten kein Zeichen besonderer Zufriedenheit, sondern Teil davon, wie Menschen bezahlt werden. Reiseleitung, Fahrer und Schiffsbesatzung bekommen ihr Trinkgeld jeweils am Ende ihres Abschnitts, nicht täglich, und daneben gehen kleine Scheine an denjenigen, der ein Tor öffnet oder in einem Grab auf ein Detail zeigt. Ablehnen dürfen Sie höflich. Planen Sie den Betrag vorher ein und heben Sie kleine Scheine dafür auf, denn ein großer Schein lässt sich am Kiosk oft nicht wechseln.

Für wen lohnt sich eine Privatreise wirklich?

Familien mit kleinen Kindern. Die Möglichkeit, um 11 Uhr einen Tempel abzubrechen, weil ein Fünfjähriger genug hat, ist den Aufpreis für sich genommen wert. Gruppenreisen bestrafen das. Reisende mit eingeschränkter Beweglichkeit haben einen ähnlichen Vorteil: Ägyptische Stätten bedeuten unebenen Boden, Stufen ohne Geländer und lange Wege zwischen Eingängen und Parkplätzen. Ein Fahrer, der Sie am nächstmöglichen erlaubten Punkt absetzt, und eine Reiseleitung, die einen kürzeren Weg durch Karnak plant, verändern, was möglich ist.

Fotografen. Bei Öffnung auf dem Plateau von Gizeh zu stehen oder im späten Licht in Philae, verlangt einen Zeitplan, über den niemand sonst abstimmt. Es ist ein häufiger und guter Grund, aufzurüsten. Die erste Stunde nach Öffnung und die letzte vor Schließung sind außerdem die Zeiten, in denen die Stätten am leersten sind, und das ist die andere Hälfte des Vorteils.

Wiederholungsbesucher. Wenn Sie die Standardrunde schon gemacht haben, ist eine Privatreise der Weg zu Dahschur, Abydos, Dendera oder den Gräbern der Adligen, ohne dass ein Busprogramm anders entscheidet.

Dazu kommen zwei Gruppen, die selten genannt werden. Die erste sind Reisende mit ungünstigen Terminen: Wer nur neun Tage hat oder mitten in der Woche ankommt, findet für genau dieses Fenster oft keinen passenden Gruppentermin, und eine Privatreise ist dann nicht der Luxusweg, sondern der einzige. Die zweite sind Menschen mit einem sehr konkreten Interesse — Textkundige, Architekturinteressierte, jemand, der wegen der koptischen Kirchen kommt oder wegen der islamischen Altstadt von Kairo. Für ein solches Interesse gibt es kein Busprogramm, und eine passende Reiseleitung dafür auszuwählen, ist der halbe Wert der ganzen Buchung.

Wann ist die Gruppenreise der bessere Kauf?

Wenn Sie allein und mit knappem Budget reisen, ist ein Gruppentermin schlicht das bessere Preis-Leistungs-Verhältnis, und die gesellige Seite ist real. Einzelzuschläge auf Privatreisen sind hoch, weil Sie Fahrzeug und Reiseleitung ganz allein tragen.

Wenn Sie die klassische Route wollen – Kairo, Luxor, Assuan, eine Nilkreuzfahrt – und keine starke Meinung zum Tempo haben, deckt eine gut geführte Gruppenreise das kompetent und für weniger Geld ab. Das Programm ist Standard, weil es funktioniert.

Eine Privatreise, für die Sie sich strecken müssen, ist schlechter als ein guter Gruppentermin. Die Ersparnis bei einem billigen Privatangebot geht vom Tagessatz der Reiseleitung und vom Fahrzeug ab, also von genau den zwei Dingen, für die Sie überhaupt mehr bezahlen. Wenn das Budget knapp ist, schlägt ein Gruppentermin mit starker Reiseleitung eine Privatreise mit schwacher.

Es gibt einen dritten Fall, und er kommt öfter vor, als Veranstalter zugeben: die kurze erste Reise. Wer vier oder fünf Tage in Kairo verbringt und danach wieder abfliegt, holt aus dem privaten Format wenig heraus, weil kaum Entscheidungen zu treffen sind. Stecken Sie das Geld dann lieber in eine zusätzliche Nacht oder in einen wirklich guten Ägyptologen für die zwei Tage, an denen es darauf ankommt. Wir sagen Ihnen das auch bei einer Anfrage, denn Ihnen eine teurere und schlechtere Reise zu verkaufen, ist ein schlechter Weg zu einem zweiten Auftrag.

Was enthält eine Privatreise nach Ägypten normalerweise?

Die meisten Reisen laufen über 8 bis 12 Tage. Drei oder vier Nächte in Kairo für Gizeh, Sakkara und das Große Ägyptische Museum. Ein Inlandsflug nach Luxor, etwa eine Stunde. Drei oder vier Nächte aufgeteilt zwischen Luxor und Assuan, oft mit einer Nilkreuzfahrt dazwischen. Dann entweder nach Hause oder vier Nächte am Roten Meer, wenn Sie aufhören wollen, sich zu bewegen.

Der Zeitpunkt zählt mehr, als die meisten erwarten. Oktober bis April ist das angenehme Fenster, aber es ist nicht einheitlich: Im Hochwinter liegen die Tage in Luxor und Assuan bei Mitte 20 Grad, während Oktober und April deutlich über 30 gehen. Mai bis September überschreitet im Süden regelmäßig 40 °C, was Besichtigungen zur Mittagszeit wirklich unangenehm macht. Genau deshalb fallen im Sommer die Preise, und privat können Sie alles auf Starts im Morgengrauen verlegen, was den Sommer auf eine Weise machbar macht, wie es ein Gruppenprogramm nicht kann.

Fragen Sie, wer die Reise vor Ort durchführt. Reiseleitungen, Fahrer und Genehmigungen an den Stätten organisiert in Ägypten ein lokaler Veranstalter, und dessen Qualität prägt Ihre Tage weit stärker als der Prospekt. Das vor der Buchung zu fragen, ist legitim, ebenso wie die Frage, wie lange das verkaufende Unternehmen schon mit ihm zusammenarbeitet.

Noch ein Hinweis zum Winter, weil er regelmäßig überrascht: Die angenehmen Tage im Dezember und Januar haben kalte Ränder. Morgens in Kairo kann eine Jacke nötig sein, die Nächte in Assuan fallen in den einstelligen Bereich, und auf dem Nil wird es nach Sonnenuntergang auf dem Oberdeck empfindlich kühl. Ungeheizte Hotelzimmer sind verbreitet. Schichten, die Sie an- und ausziehen können, schlagen einen schweren Mantel — dieselbe Reise verlangt am selben Tag Sonnenschutz und einen Pullover.

Die klassische Route privat: wie acht Tage tatsächlich ablaufen

Die häufigste Reise beginnt mit zwei oder drei Nächten in Kairo. Ein Tag gehört Gizeh und dem Großen Ägyptischen Museum, für das Sie drei Stunden einplanen sollten; legen Sie es möglichst auf einen Wochentagvormittag, weil sich die Säle am Wochenende mit Schulklassen füllen und die Ruhe dahin ist. Ein zweiter Kairo-Tag deckt Sakkara und, wenn Sie mögen, Dahschur ab. Das islamische Kairo mit dem Khan el-Khalili passt gut in einen Nachmittag, an dem Sie ohnehin schon müde sind.

Danach folgt der Sprung nach Süden: ein Flug von etwa einer Stunde nach Luxor, etwas länger nach Assuan. In Luxor stehen Karnak und der Luxor-Tempel auf der einen Nilseite, das Westufer mit dem Tal der Könige, dem Tempel der Hatschepsut und den Memnonkolossen auf der anderen. Wer die Fahrt auf dem Nil dazunimmt, fährt klassischerweise von Luxor nach Assuan, mit Edfu und Kom Ombo unterwegs — in Edfu steht der besterhaltene Tempel Ägyptens, Kom Ombo liegt direkt am Ufer und wirkt in der Dämmerung am stärksten.

Assuan ist die ruhigste der drei Städte. Der Philae-Tempel auf seiner Insel, die Granitbrüche und eine Feluke hinaus nach Elephantine bei Sonnenuntergang füllen einen Tag, ohne dass es hetzt. Abu Simbel lässt sich von hier anhängen: rund drei Stunden pro Richtung auf der Straße mit Start vor Sonnenaufgang, oder ein kurzer Flug, der Sie bis zum Mittag zurückbringt. Die meisten hängen dafür lieber eine Nacht in Assuan an, statt es zwischen zwei andere Programmpunkte zu quetschen.

Privat ändert sich an dieser Liste selten etwas Grundsätzliches, und das ist kein Mangel. Was sich ändert, ist die Verteilung: zwei Nächte mehr in Luxor statt eines zusätzlichen Ortes, ein ganzer Vormittag im Museum statt neunzig Minuten, ein freier Tag mitten in der Woche. Wenn Sie vierzehn Tage haben, kommt entweder das Rote Meer dazu oder eine zweite Schicht — Dendera und Abydos ab Luxor, die Oasen, oder mehr Zeit für Kairo jenseits von Gizeh.

Was eine Privatreise auf der Nilkreuzfahrt ändert und was nicht

Hier stößt das private Format an seine klarste Grenze. Auf einem großen Nilschiff fahren Dutzende Passagiere mit, oft über hundert, und das Schiff hält sich an seinen eigenen Fahrplan. Ihre Kabine ist Ihre Kabine, aber Abfahrtszeiten, Essenszeiten und die Ankunft an den Tempeln unterwegs gehören dem Schiff. Was Sie privat kaufen, ist die eigene Reiseleitung an Bord und an den Stätten sowie die Freiheit, einen Landgang einfach ausfallen zu lassen. Was Sie nicht kaufen, ist ein eigener Zeitplan für das Schiff.

Wer wirklich Ruhe will, muss deshalb nicht mehr Geld in dieselbe Art Schiff stecken, sondern die Art des Schiffs wechseln. Eine Dahabeya ist ein kleines Segelboot mit einer Handvoll Kabinen, das langsam zwischen Luxor und Assuan fährt und an Ufern festmacht, die die großen Schiffe nicht nutzen können. Die Tage sind ruhig, gegessen wird, wann Sie wollen, und Sie sehen Dörfer, Sandbänke und sonst nicht viel. Das ist der Punkt und zugleich der Haken: kein Pool, kein Aufzug, kein volles Besichtigungsprogramm, und bei fehlendem Wind werden Abschnitte motorisiert gefahren.

Die meisten kleinen Boote fahren etwa von Oktober bis April; in den heißesten Monaten gehen einige zur Wartung ins Trockendock. Ihre Kabinenzahl ist so klein, dass Weihnachten, Silvester und das Fenster von Februar bis März viele Monate im Voraus vergeben sind. Wenn eine Dahabeya der Grund für Ihre Reise ist, planen Sie die Reise um das Boot herum und nicht umgekehrt.

Unabhängig vom Schiffstyp gilt eine Frage, die mehr über Ihre Woche entscheidet als die Sternekategorie: Wann wurde das Schiff zuletzt renoviert? Die Nilflotte altert unter Hitze, Feuchtigkeit und Dauerbetrieb schnell, und zwei Schiffe derselben Kategorie können zwei und zwölf Jahre nach ihrem Refit sein. Lassen Sie sich das Renovierungsjahr schriftlich geben und fragen Sie, ob derjenige, der Ihnen das Schiff verkauft, kürzlich an Bord war.

Fahrzeug, Fahrer und Strecken: was privat unterwegs bedeutet

Vor Ort fahren Sie im Privatwagen mit Fahrer, und das ist mehr als Bequemlichkeit. Der Verkehr ist in Ägypten das reale Risiko einer Reise, deutlich vor allem, worüber sonst gesprochen wird. Bestehen Sie auf einem Wagen mit funktionierenden Gurten, und überqueren Sie in Kairo keine Straße allein. Ein eigener Fahrer, der Sie am Ausgang abholt, ersetzt außerdem genau die Situationen, in denen Reisende sonst spontan in ein unbekanntes Taxi steigen.

Für die langen Strecken gilt die Rechnung unabhängig vom Format. Kairo nach Luxor oder Assuan über die Straße frisst fast einen ganzen Tag, neun Stunden und mehr, und zeigt Ihnen so gut wie nichts. Der Flug dauert etwa eine Stunde nach Luxor und etwas länger nach Assuan und geht häufig, wobei sich Abflugzeiten verschieben können — ein früher Slot kann wandern. Der Nachtzug ist die ehrliche dritte Möglichkeit: rund zehn bis zwölf Stunden, Zwei- und Einbettabteile mit abschließbarer Tür, eine Mahlzeit ans Abteil, einfach ausgestattet und häufig verspätet. Er spart eine Hotelnacht, und das ist das ganze Argument dafür.

Privat entscheiden Sie diese Frage nach Ihren eigenen Prioritäten statt nach dem Katalog, und das lohnt sich vor allem mit Kindern. Der Zug klingt romantisch und ist eine kurze Nacht in einem schmalen Bett, gefolgt von einem verlorenen Vormittag. Erwachsene stecken das weg, kleine Kinder kommen fertig an und bleiben fertig. Wenn Sie den Zug nehmen, planen Sie am Ankunftstag nichts, was auf die Minute beginnt.

Innerhalb der Städte gewinnt ein eigener Wagen weniger Zeit, als man hofft, weil über die Fahrzeit der Verkehr entscheidet und nicht das Fahrzeug. Zwischen den Orten gewinnt er dagegen viel: der Weg zum Westufer von Luxor, die Fahrt nach Sakkara und Dahschur, die Straße nach Abu Simbel. Dort zahlt sich privat mit gewonnenen Stunden aus, in Kairo eher mit gesparter Kraft.

Der Tagesablauf: warum Sie privat vor allem Uhrzeiten kaufen

Der wertvollste Teil einer Privatreise in Ägypten ist der frühe Morgen. Das Tal der Könige ist bei Öffnung erträglich und ab zehn Uhr grausam. Karnak leert niemand, aber Sie können drin sein, bevor die Kreuzfahrtgruppen mitten am Vormittag ankommen. Abu Simbel beruhigt sich am Nachmittag, sobald die frühen Busse und die ersten Flüge aus Assuan wieder weg sind. Ein eigener Wagen und eine Reiseleitung, die einem Start um sechs Uhr zustimmt, kaufen Ihnen ein bis zwei Stunden fast völliger Stille an Orten, die mittags eine Zumutung sind.

Praktisch heißt das drei Dinge, die Sie vor der Buchung klären sollten. Erstens das Frühstück: Ein Hotelfrühstück als Paket zum Mitnehmen ist mehr wert als ein Buffet um sieben, wenn Sie um sechs losfahren wollen. Zweitens die Bereitschaft der Reiseleitung, solche Zeiten überhaupt mitzugehen — fragen Sie danach, bevor Sie nach den Hotels fragen. Drittens der Nachmittag: Wer früh anfängt, braucht eine echte Pause, und eine Reise, die vormittags und nachmittags gleich viel Programm hat, ist nicht privat geplant, sondern nur privat bezahlt.

Die Hitze ist dabei ein Planungsproblem und kein Komfortproblem. Die Anlagen liegen ohne Schatten, in Gizeh gibt es keinen, in Karnak sehr wenig und in Abu Simbel nichts, was den Namen verdient. Ein Hut mit Krempe schlägt eine Kappe, weil Ohren und Nacken zuerst verbrennen, und der helle Kalkstein blendet den ganzen Tag. Nehmen Sie eigene Sonnencreme mit und mehr, als Sie denken; vor Ort ist die Auswahl dünn und der Preis hoch.

Dieselbe Logik gilt für die zwei anderen Dinge, die Reisen verderben: Magen und Verkehr. Trinken und Zähneputzen mit abgefülltem Wasser, in kleinen Lokalen auf Eis verzichten, Elektrolytpulver im Gepäck — die meisten Fälle sind nach ein bis zwei Tagen vorbei. Privat lässt sich ein solcher Tag einfach nach hinten schieben, und genau das ist der Unterschied. In der Gruppe verlieren Sie den Programmpunkt, privat verlieren Sie nur den Vormittag.

Privat mit Kindern, mit älteren Eltern und bei eingeschränkter Mobilität

Ägypten verlangt mehr Beine, als die meisten erwarten. Gräber bedeuten steile Rampen und niedrige Decken, Tempel unebenen Stein und keinen Schatten, und Aufzüge sind selten. Eine Privatreise löst das nicht, aber sie lässt sich darum herum planen: zwei sorgfältig ausgewählte Gräber statt sechs, ein kürzerer Weg durch Karnak, ein Absetzpunkt so nah am Eingang, wie es erlaubt ist, und eine Pause, die im Programm steht statt improvisiert zu werden.

Mit kleinen Kindern ist die wichtigste Entscheidung die über die Strecken. Fliegen Sie zwischen Kairo und dem Süden, statt den Nachtzug zu nehmen, und planen Sie Abu Simbel nur ein, wenn wirklich Zeit dafür da ist: Es kostet einen ganzen Tag, davon sechs bis sieben Stunden im Fahrzeug für zwei Stunden vor Ort. Für einen Assuan-Tag mit Kindern nutzen Philae und eine Feluke die Zeit oft besser. Gleichzeitig ist Abu Simbel nach Gizeh das Beeindruckendste in Ägypten, und anders als in Gizeh drängt sich keine Stadt heran — die Entscheidung ist also ehrlich schwer und nicht eindeutig.

Für ältere Mitreisende zählt der Monat mehr als alles andere. Eine erste Reise im Hochsommer ist mit Bewegungseinschränkung oder Hitzeempfindlichkeit eine schlechte Idee, und das gehört gesagt, statt sie zu verkaufen. Oktober bis April mit Programm am frühen Morgen ist der Rahmen, in dem dieselben Stätten machbar bleiben.

Sagen Sie solche Punkte schon in der Anfrage und nicht erst bei der Bestätigung. Bewegungsgrenzen, Hitzeempfindlichkeit, Höhenangst in engen Grabgängen, ein Kind, das mittags schläft: Das sind Planungsdaten, keine Sonderwünsche. Wer sie vorher nennt, bekommt eine andere Route, wer sie erst vor Ort nennt, bekommt Improvisation.

Wie eine Privatreise nach Ägypten überhaupt entsteht

Es gibt keinen Warenkorb, und das hat einen sachlichen Grund: Eine Privatreise liegt nirgends im Regal, weil sie für Ihre Termine gebaut wird. Kalkuliert wird pro Reise, denn die Kosten schwanken mit dem Schiff, der Saison, der Personenzahl und dem Anteil geführter Tage. Für den Anfang reichen ungefähre Termine und die Angabe, wie viel Zeit Sie haben. Kein Konto, keine Kasse, keine Kartendaten.

Wir geben die Anfrage an unseren Partner in Ägypten weiter, also an die Leute, die die Reise tatsächlich durchführen, statt an ein Vertriebsbüro in einem anderen Land. Sie bekommen daraufhin eine echte Route mit Preisen, meist innerhalb von 24 Stunden, geschrieben für Ihre Termine und nicht aus dem Regal genommen. Darin stehen konkrete Hotelnamen, und bei einer Nilkreuzfahrt der Name des Schiffs mit seinem Renovierungsjahr.

Danach ändern Sie, was Sie möchten, so oft es nötig ist. Die meisten Routen durchlaufen zwei oder drei Fassungen, bevor gebucht wird, und das ist normal, kein Zeichen von Unentschlossenheit. Nichts ist reserviert und nichts wird berechnet, bis Sie zufrieden sind. Wenn die Standardreise günstiger und genauso gut ist, sagen wir Ihnen das auch.

Wie früh Sie anfragen sollten, hängt am Monat und am Schiff. Für Oktober bis April sind zwei bis vier Monate sinnvoll, für eine bestimmte Dahabeya in einer bestimmten Woche eher mehr. Vier bis sechs Wochen vorher lässt sich vieles noch bauen, aber die deutschsprachige Reiseleitung wird zur engsten Stelle der Planung — und das ist ausgerechnet der Teil, auf den es am meisten ankommt.

Was Sie prüfen sollten, bevor Sie ein Privatangebot annehmen

Fragen Sie, ob die Reiseleitung ein lizenzierter Ägyptologe ist oder eine Reisebegleitung. Das ist in Ägypten eine rechtliche Unterscheidung, und sie entscheidet darüber, ob jemand Sie in den Stätten überhaupt führen darf. Sie erklärt auch den größten Teil des Preisunterschieds zwischen billigen und guten Veranstaltern.

Fragen Sie, was ausgeschlossen ist. Der Eintritt ins Innere der Cheopspyramide, das Grab des Tutanchamun und Abu Simbel sind häufig eigene Posten. Ebenso Getränke, Trinkgelder und Visumkosten. Ein Angebot, das billiger aussieht, hat diese Posten oft nur aus der Endsumme herausgenommen.

Fragen Sie nach Verkaufsstopps. Manche Veranstalter bauen provisionsträchtige Besuche in Papyrusläden und Parfümerien auch in private Programme ein. Auf einer Privatreise können Sie sie einfach ablehnen, aber es ist besser, vorher festzuhalten, dass sie nicht im Plan stehen.

Fragen Sie, ob die Reiseleitung Ihre Sprache spricht und in welcher Sprache geführt wird. Deutschsprachige Ägyptologen sind deutlich seltener als englischsprachige, und sie sind in der Hauptsaison die knappste Ressource der ganzen Reise. Wenn Ihnen Deutsch wichtig ist, gehört das in die erste Nachricht und nicht in die letzte, und es verschiebt die sinnvolle Vorlaufzeit nach vorn.

Und lassen Sie sich alles Wesentliche schriftlich geben: Hotelnamen statt Kategorien, das Renovierungsjahr des Schiffs, die Liste der enthaltenen Eintritte, die Uhrzeiten der Inlandsflüge und eine aufgeschlüsselte Trinkgeldempfehlung. Ein Anbieter, der darauf knapp und klar antwortet, hat sich diese Fragen vorher selbst gestellt. Ein Anbieter, der ausweicht, wird vor Ort nicht präziser.

Mit wem Sie den Vertrag schließen, und was das für Ihre Rechte heißt

Das Wort Pauschalreise ist in Deutschland kein Marketingbegriff, sondern ein Rechtsbegriff. Das Reisevertragsrecht im Bürgerlichen Gesetzbuch, das die europäische Pauschalreiserichtlinie umsetzt, knüpft daran konkrete Rechte: Der Veranstalter schuldet Ihnen die Reise als Ganzes und nicht die einzelnen Bausteine, er haftet für Mängel, und er muss vorausgezahltes Geld gegen seine eigene Insolvenz absichern. Deshalb bekommen Sie bei einem deutschen Veranstalter zusammen mit der Bestätigung einen Sicherungsschein.

Bei Ägypten ist ein anderer Fall sehr häufig: Sie buchen direkt bei einem Reiseunternehmen mit Sitz in Ägypten. Das ist völlig normal und oft die bessere Reise, weil dieselben Leute planen und durchführen und zwischen Ihnen und ihnen keine Kette von Agenturen steht, die jeweils eine Marge nimmt. Es gilt dann aber dessen Vertrag und dessen Buchungsbedingungen und nicht automatisch das deutsche Pauschalreiserecht.

Wir sagen Ihnen deshalb den Namen des ägyptischen Unternehmens und verlinken seine Bedingungen, bevor Sie sich zu irgendetwas verpflichten. Sie buchen und zahlen dort, und es trägt die Verantwortung für die Durchführung. Wir recherchieren und schreiben die Routen und Hinweise auf dieser Seite und stellen den Kontakt her; wir sind nicht der Reiseveranstalter und geben dessen Lizenzen nicht als unsere aus. Fragen Sie vor jeder Anzahlung, mit wem genau Sie den Vertrag schließen — das ist die wichtigste Frage der ganzen Buchung, und unter Zeitdruck wird sie am liebsten übersprungen.

Getrennt davon steht Ihre Versicherung, und sie ist kein einzelnes Produkt, sondern ein Sammelbegriff. Auslandskrankenversicherung, Reiserücktritt, Reiseabbruch und Rücktransport tun verschiedene Dinge, und wer sie durcheinanderbringt, hält sich für versichert und ist es für den eingetretenen Fall nicht. Prüfen Sie außerdem, ob besondere Aktivitäten eingeschlossen sind: Ballonfahren in Luxor und Tauchen am Roten Meer sind in vielen Policen ausgeschlossen oder nur über einen Zusatzbaustein gedeckt. Lassen Sie sich die Antwort schriftlich geben und heben Sie sie auf.

Was eine Privatreise nicht löst

Privat verändert nicht die Öffnungszeiten, nicht die Ticketpreise und nicht die Menge an Menschen, die mittags in Karnak steht. Es verschiebt nur, wann Sie dort sind. Wer erwartet, für den Aufpreis leere Stätten zu bekommen, wird enttäuscht; wer die erste Stunde nach Öffnung nutzt, bekommt sie in weiten Teilen tatsächlich.

Es verändert auch nicht die Hitze, den Verkehr, den Zustand der Straßen oder den Umstand, dass der Inlandsflug sich verspäten kann. Was privat dagegen gut auffängt, ist der Umgang mit solchen Störungen: Ein verschobener Flug kostet in der Gruppe einen Programmpunkt, privat wird der Tag umgebaut.

Und es kauft keine Ausnahmeregeln. Zutritt außerhalb der Öffnungszeiten lässt sich nur an wenigen Orten überhaupt organisieren und kostet meist weit mehr, als er an Freude zurückgibt. Dasselbe gilt für Hubschraubertransfers und aufwendige Wüstendinner. Business Class auf dem kurzen Sprung von Kairo nach Luxor, etwa eine Stunde in der Luft, bringt fast nichts.

Die nüchterne Reihenfolge, wenn Sie zusätzliches Budget haben, ist deshalb fast immer dieselbe: erst eine bessere Reiseleitung, dann ein besseres Schiff, dann zusätzliche Tage, und erst danach mehr Komfort im Zimmer. Zwei weitere Nächte in Luxor verändern die Reise mehr als ein größeres Badezimmer.

Sicherheit, Gesundheit und die amtlichen Hinweise

Reisehinweise werden Region für Region geschrieben, und genau das wird oft übersehen. Der Korridor, den die meisten Reisen nutzen — Kairo, das Niltal zwischen Luxor und Assuan und die Küste des Roten Meeres — wird getrennt von anderen Landesteilen bewertet. Lesen Sie deshalb die Reise- und Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amts zu den konkreten Orten Ihrer Route, und zwar kurz vor der Abreise, statt sich auf die beruhigende Zusammenfassung eines Reiseanbieters zu verlassen. Für Reisende aus Österreich und der Schweiz gelten die Hinweise des BMEIA beziehungsweise des EDA, deren Einschätzungen sich nicht immer decken.

Wir nennen auf dieser Seite bewusst keinen Stand und keine Stufe, weil sich das ändern kann, ohne dass wir davon erfahren, und weil eine veraltete Angabe hier mehr schadet als nützt. Verbindlich ist die amtliche Quelle, und sie ist in zehn Minuten gelesen.

Für die Planung hat das eine konkrete Folge: Wenn ein Teil einer Route während der Planung nicht mehr sinnvoll ist, sollten Sie erwarten, dass man es Ihnen sagt. Privat ist das leichter umzusetzen als in der Gruppe, weil sich eine einzelne Route ändern lässt, ein Gruppentermin aber nicht.

Häufige Fragen

Können zwei Personen eine Privatreise buchen, oder gibt es eine Mindestgröße?+

Zwei Personen sind normal, eine auch. Der Preis pro Person ist für Alleinreisende am höchsten, weil Reiseleitung und Fahrzeug gleich viel kosten, ob eine oder vier Personen im Wagen sitzen. Alleinreisende zahlen manchmal fast das Doppelte des Personenpreises eines Paares. Am Programm ändert sich nichts.

Haben wir für die ganze Reise dieselbe Reiseleitung?+

Meist nicht, und das ist in Ägypten normal. Reiseleitungen arbeiten regional, Sie haben also typischerweise eine in Kairo und eine andere in Luxor und Assuan. Auch die Fahrer wechseln von Stadt zu Stadt. Der Veranstalter, der Plan und der Standard bleiben gleich; die Gesichter wechseln, während Sie sich bewegen.

Wie früh sollten wir anfragen?+

Für Oktober bis April sind zwei bis vier Monate sinnvoll. Gute Reiseleitungen sind ausgebucht, und Kabinen auf Nilkreuzfahrten im Dezember und Januar gehen früh weg. Außerhalb dieser Monate lässt sich oft in wenigen Wochen etwas organisieren. Kurzfristig geht auch, verengt aber die Auswahl bei der Reiseleitung, und das ist der Teil, auf den es am meisten ankommt.

Wird auf einer Privatreise Trinkgeld erwartet, und wie viel?+

Ja, und es ist ein echter Posten im Budget, kein Rundungsfehler. Reiseleitungen, Fahrer, Schiffsbesatzung und Personal an den Stätten erwarten alle etwas. Eine verbreitete Faustregel ist, einen kleinen Prozentsatz der Reisekosten für das gesamte Team einzuplanen. Lassen Sie sich vor der Reise eine schriftliche Empfehlung aufschlüsseln und nehmen Sie kleine Scheine mit.

Wofür lohnt sich der Aufpreis nicht?+

Ein Luxusfahrzeug für kurze Transfers in der Stadt, wenn ohnehin der Verkehr über Ihre Fahrzeit entscheidet. Ein privater Ägyptologe an wirklich jeder Stätte, wenn manche Orte besser still abgegangen werden. Und mehr als drei oder vier Tage in Kairo, außer Sie haben ein bestimmtes Interesse. Stecken Sie das Geld lieber in eine bessere Reiseleitung.

Ist die Nilkreuzfahrt auf einer Privatreise auch privat?+

Auf einem großen Nilschiff nicht. Sie haben Ihre eigene Reiseleitung an Bord und an den Tempeln, aber Fahrplan, Essenszeiten und Ankunftszeiten gehören dem Schiff, auf dem oft über hundert Passagiere mitfahren. Wirklich privat wird die Flussstrecke erst auf einem kleinen Boot wie einer Dahabeya mit einer Handvoll Kabinen — das ist ein anderer Schiffstyp und nicht nur eine teurere Kabine.

Bekommen wir eine deutschsprachige Reiseleitung?+

Oft ja, aber es ist der Teil der Planung, der am ehesten knapp wird. Deutschsprachige Ägyptologen sind seltener als englischsprachige und in der Hauptsaison früh ausgebucht. Wenn Deutsch für Sie wichtig ist, nennen Sie es in der ersten Nachricht und planen Sie mehr Vorlauf ein. Bei kurzfristigen Anfragen ist die Sprache häufiger der Engpass als das Hotel oder das Schiff.

Mit wem schließen wir den Vertrag, und wer haftet für die Reise?+

Sie buchen und zahlen bei dem Reiseunternehmen mit Sitz in Ägypten, das die Reise durchführt; dessen Buchungsbedingungen gelten, und es trägt die Verantwortung für die Durchführung. Das deutsche Pauschalreiserecht mit Mängelhaftung und Sicherungsschein greift dabei nicht automatisch. Wir nennen Ihnen den Namen und verlinken die Bedingungen, bevor Sie sich zu etwas verpflichten — fragen Sie das bei jedem Anbieter vor der Anzahlung.

Offizielle Quellen

Einreisebestimmungen, Öffnungszeiten, Sicherheitshinweise und Wechselkurse ändern sich. Prüfen Sie sie an der Quelle, nicht hier.

Geschrieben und geprüft von die Redaktion von Ägypten Guide · Zuletzt geprüft am . Einreisebestimmungen, Preise und Öffnungszeiten ändern sich — prüfen Sie alles Entscheidende bei den auf dieser Seite verlinkten offiziellen Stellen nach.

Reise planen

Nennen Sie uns Ihre Termine, wir kalkulieren sie

Ein echtes Programm mit echten Preisen, meist innerhalb von 24 Stunden. Nichts ist gebucht und nichts wird berechnet, bis Sie zustimmen.

Wer reist mit?

Kabinen auf den Nilschiffen werden paarweise vergeben und Kinder zahlen andere Preise. Wer mitreist, verändert das Angebot also stärker, als Sie erwarten würden.

Erwachsene

18 Jahre und älter

2

Kinder

0–17 Jahre

0

Keine Buchungsgebühr · Antwort innerhalb von 24 Stunden

Programme als Ausgangspunkt

Kairo, Luxor und das Rote Meer
Ägypten

8 Tage · Nil & Rotes Meer

Kairo, Luxor und das Rote Meer

Kein Schiff auf dieser Reise. Gizeh und das Große Ägyptische Museum, eine Nacht in Luxor für beide Ufer, zwei Nächte am Roten Meer und dann zurück nach Kairo für die Zitadelle, das koptische Kairo und die Königsmumien.

ab US$2.040 / pro Person

Kairo und eine Nilkreuzfahrt
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10 Tage · Klassisches Ägypten

Kairo und eine Nilkreuzfahrt

Fünf Nächte in Kairo, verteilt auf die Zeit vor und nach einer Fahrt über vier Nächte von Luxor nach Assuan. Die Tage in Kairo sind privat, nur Ihre Gruppe und eine Reiseleitung; die Besichtigungen vom Schiff aus teilen Sie sich mit einer kleinen Gruppe.

ab US$2.635 / pro Person