Ägypten Guide
Wie viele Pyramiden gibt es in Ägypten, und welche kann man besuchen?

Pyramiden

Wie viele Pyramiden gibt es in Ägypten, und welche kann man besuchen?

Wie viele Pyramiden es in Ägypten gibt, lässt sich nicht mit einer Zahl beantworten, der man trauen sollte, und wir nennen deshalb keine. Die Zählungen gehen auseinander, und zwar aus nachvollziehbaren Gründen: Es ist strittig, was mitgezählt wird, viele sind zu Schutthügeln zerfallen, und in Sakkara wird bis heute gegraben. Nützlicher als eine Zahl ist die Frage, welche Pyramiden tatsächlich stehen und welche Sie an einem Reisetag realistisch sehen.

Warum die Zahl nicht feststeht

Drei Gründe, und keiner davon ist Nachlässigkeit. Der erste ist die Definition. Zählt eine winzige Nebenpyramide für eine Königin genauso wie die Cheops-Pyramide? Auf dem Plateau von Gizeh steht neben den drei großen eine Reihe viel kleinerer Nebenpyramiden für Königinnen und Satellitenbestattungen. Wer sie mitzählt, kommt auf eine andere Summe als wer nur Königspyramiden zählt.

Der zweite ist der Zustand. Sakkara allein hält rund ein Dutzend Königspyramiden in ganz unterschiedlichen Stadien des Verfalls bereit. Ab welchem Stadium ein Hügel aus Schutt noch als Pyramide gezählt wird, ist eine Entscheidung und keine Messung, und verschiedene Fachleute treffen sie verschieden.

Der dritte ist, dass die Arbeit weitergeht. Sakkara ist eine der aktivsten Grabungsstellen Ägyptens, Meldungen kommen regelmäßig, und Bereiche öffnen und schließen. Eine Gesamtzahl ist damit eine Momentaufnahme und keine Tatsache. Wo eine Schlagzeile etwas als beispiellos bezeichnet, lohnt es sich ohnehin, den veröffentlichten Grabungsbericht abzuwarten, bevor man die stärkste Fassung der Behauptung glaubt.

Dazu kommt ein vierter, der mit Ägypten nichts zu tun hat, sondern mit dem Internet. Eine einmal irgendwo genannte Zahl wird abgeschrieben, dann von der nächsten Seite als gesichert übernommen, und nach drei Runden steht sie in Dutzenden Texten, ohne dass irgendwo eine Quelle genannt wird. Sie können das leicht selbst prüfen: Suchen Sie die Zahl, die Ihnen am häufigsten begegnet, und versuchen Sie herauszufinden, wer sie zuerst aufgeschrieben hat und auf welcher Grundlage. In den meisten Fällen finden Sie das nicht heraus.

Genau deshalb finden Sie auf dieser Seite keine. Das ist kein Ausweichen, sondern die einzige Antwort, die in einem Jahr noch stimmt. Was sich dagegen sinnvoll beantworten lässt und für Ihre Reise tatsächlich zählt: an welchen Orten Pyramiden stehen, wie sie zusammenhängen, welche davon sich an einem Tag sehen lassen und was Sie dort jeweils erwartet.

Was zählt überhaupt als Pyramide?

Das klingt nach einer Spitzfindigkeit, ist aber der Kern der Sache. Eine Stufenpyramide, eine Pyramide mit glatten Seiten und eine kleine Nebenpyramide neben dem Grab eines Königs sind drei verschiedene Bauwerke mit drei verschiedenen Zwecken. Ob alle drei unter denselben Begriff fallen, entscheidet über jede Summe, die Sie irgendwo lesen.

Die Stufenpyramide des Djoser in Sakkara besteht aus sechs kleiner werdenden Plattformen, die übereinandergestapelt sind. Die Bauwerke in Gizeh haben durchgehende, geneigte Flächen. Dazwischen liegen Dahschur und Meidum, wo genau dieser Übergang erarbeitet wurde und wo einzelne Bauten nicht sauber in die eine oder die andere Schublade passen. Die Rote Pyramide gilt meist als die erste geglückte echte Pyramide, wobei Snofrus Pyramide in Meidum diese Aussage verkompliziert.

Hinzu kommt die Frage nach dem Rang des Bestatteten. Neben mehreren Königspyramiden stehen kleinere Bauten gleicher Form für Königinnen, dazu Satellitenpyramiden, deren Funktion nicht in allen Fällen geklärt ist. Wer nur Königspyramiden zählt, bekommt eine deutlich kleinere Zahl als wer jede Pyramidenform mitnimmt. Beide zählen richtig, sie zählen nur nicht dasselbe.

Und dann ist da der Erhaltungszustand. Ein Bauwerk, von dem noch der Unterbau und der Grundriss lesbar sind, wird in aller Regel mitgezählt. Ein Hügel aus Schutt, unter dem vermutlich ein Kern liegt, manchmal auch. Ein Feld, auf dem nur noch Streuung liegt, meistens nicht. Dazwischen verläuft keine Grenze, sondern eine Grauzone, und je nachdem, wo eine Zählung diese Grenze zieht, verschiebt sich das Ergebnis um mehrere Bauwerke.

Was in Gizeh tatsächlich steht

Drei große Pyramiden, eine Reihe viel kleinerer Nebenpyramiden für Königinnen und Satellitenbestattungen, die Sphinx, mehrere Tempel und ein großes Feld von Mastaba-Gräbern für Beamte und Familienangehörige. Die Anlage ist deutlich über einen Kilometer lang und geht meist bergauf über Sand und gebrochenes Gestein. Die Gehstrecke wird regelmäßig unterschätzt.

Die Große Pyramide wurde für Cheops gebaut, üblicherweise auf etwa 2560 v. Chr. datiert, wobei Daten des Alten Reiches eine Spanne von Jahrzehnten in beide Richtungen tragen. Fertig war sie etwa 146 Meter hoch und ist heute rund acht Meter niedriger, nachdem sie ihre Spitze und die polierte Verkleidung verloren hat. Die zweite Pyramide, gebaut für seinen Sohn Chephren, wirkt höher, als sie ist, weil sie auf höherem Boden steht, und trägt nahe der Spitze noch eine Kappe der ursprünglichen Verkleidung.

Die dritte, gebaut für Mykerinos, ist viel kleiner und bekommt einen Bruchteil der Aufmerksamkeit. Ihre unteren Lagen aus Granit, unfertig geblieben, sind zwei Minuten Ihrer Zeit wert. Wer also fragt, wie viele Pyramiden in Gizeh stehen, bekommt je nach Zählweise drei oder rund ein Dutzend, und beide Antworten sind richtig.

Die Kappe an der Chephren-Pyramide ist der beste Punkt auf dem ganzen Plateau, um zu begreifen, wie diese Bauwerke einmal aussahen: glatt, hell und spiegelnd, nichts wie die raue gestufte Masse, die Sie heute sehen. Die Nebenpyramiden östlich der Großen Pyramide sind heute niedrige Stümpfe und wirken unscheinbar, und gerade deshalb lohnt der Blick: An ihnen lässt sich der innere Aufbau ablesen, den die drei großen hinter ihrer Masse verstecken.

Zwei Dinge übersehen fast alle. Die Bootsgruben unmittelbar neben der Großen Pyramide, lange, schmale, sorgfältig aus dem Fels geschnittene Gräben, in denen Schiffe beigesetzt waren; aus einem stammt die Cheops-Barke, die inzwischen auf dem Gelände des Großen Ägyptischen Museums steht, während die Gruben geblieben sind. Und das Mastaba-Feld ringsum, rechteckige Steinbauten in geraden Reihen wie Straßenzüge. Diese Ordnung ist der eigentliche Punkt: Der Staat, der die Pyramide bauen konnte, hat auch den Friedhof drumherum geplant und zugeteilt.

Wie diese Bauwerke entstanden, und was man wirklich weiß

Der Stein sagt am meisten. Die Masse der Kernblöcke wurde in Gizeh auf dem Plateau selbst gebrochen, wenige hundert Meter von der Baustelle entfernt, und die Steinbrüche sind bis heute im Gelände zu sehen. Der feine helle Kalkstein für die Verkleidung kam aus Tura am gegenüberliegenden Nilufer, der Granit für die Königskammer aus Assuan, rund 900 Kilometer weiter südlich und mit der Strömung nach Norden gebracht. Gearbeitet wurde mit Kupferwerkzeugen, Steinklopfern aus härterem Gestein, Holzschlitten, Seilen und sehr viel organisierter Muskelkraft.

Die Genauigkeit beeindruckt Fachleute bis heute. Die Grundfläche der Großen Pyramide ist über mehr als 230 Meter Seitenlänge auf wenige Zentimeter eben, und die Seiten sind nahezu exakt nach den vier Himmelsrichtungen ausgerichtet, mit einer Abweichung von Bruchteilen eines Grades. Das ist keine Zauberei, sondern Vermessung mit Wasser, Schnüren, Loten und Sternbeobachtung.

Wie die Blöcke nach oben kamen, ist dagegen offen. Eine gerade Rampe, eine um das Bauwerk laufende Rampe, eine innen liegende Rampe und Mischformen davon werden seit Jahrzehnten diskutiert, und keine Variante ist bewiesen. Wer Ihnen die Antwort mit Bestimmtheit erzählt, erzählt Ihnen seine Lieblingsversion. Das ist kein Makel des Fachs, sondern der ehrliche Stand: Die Bauplätze wurden von den Erbauern aufgeräumt, und was aufgeräumt wurde, lässt sich schwer ausgraben.

Über die Menschen weiß man mehr, als die meisten erwarten. Die Arbeiter waren keine Sklaven. Neben dem Plateau wurden ihre Siedlung und ihre Friedhöfe freigelegt, mit Bäckereien und Vorratsbauten, mit Mannschaften, die eigene Namen trugen, und mit Gräbern, auf denen Berufsbezeichnungen stehen. An Skeletten sind verheilte Knochenbrüche dokumentiert, Verletzte wurden also versorgt. In den Entlastungskammern über der Königskammer stehen Arbeitermarken mit dem Namen des Königs, Farbe aus der Bauzeit an einer Stelle, die niemand je wiedersehen sollte.

Für die Zählfrage ist das relevant, weil es zeigt, worum es bei diesen Bauwerken ging. Eine Pyramide war kein Einzelstück, sondern der Mittelpunkt einer ganzen Anlage aus Tempeln, Aufwegen, Nebenbestattungen und Beamtengräbern, und diese Anlagen wurden über Generationen geplant, begonnen, verworfen und ersetzt. Eine Landschaft, die so entsteht, lässt sich schlecht auf eine runde Zahl bringen.

Sakkara: wo die Idee anfängt

Sakkara ist kein einzelnes Monument, sondern eine mehrere Kilometer lange Nekropole am Wüstenrand, in der über mehr als dreitausend Jahre bestattet wurde, von der 1. Dynastie bis in die römische Zeit. Neben der Stufenpyramide liegen dort rund ein Dutzend Königspyramiden in unterschiedlichen Stadien des Verfalls, dazu Hunderte Privatgräber und tief in den Fels getriebene Tierkatakomben.

Die Stufenpyramide des Djoser, erbaut um 2650 v. Chr., gilt als der früheste große Steinbau. Absolute Daten sind in dieser Zeit Schätzungen, und Fachleute liegen um ein Jahrhundert auseinander. Davor waren ägyptische Gräber überwiegend rechteckige Bauten aus Lehmziegeln. Jemand entschied sich, stattdessen in geschnittenem Kalkstein zu bauen, und dann, sechs kleiner werdende Plattformen übereinanderzustapeln, bis auf rund sechzig Meter. Jede spätere Pyramide, auch die in Gizeh, stammt von diesem Experiment ab.

Deshalb ist Sakkara für die Zählfrage der interessantere Ort als Gizeh. In Gizeh sehen Sie das Ergebnis, in Sakkara den Anfang, und dazwischen liegt das, was die Zahlen so unruhig macht: viele Versuche, von denen einige stehen geblieben und andere zu Hügeln geworden sind.

Praktisch heißt das vor allem eines: Sakkara ist weitläufig. Sie können es an einem Nachmittag nicht von einem Ende zum anderen ablaufen. Zwischen den großen Bereichen fährt man, und ein Besuch bedeutet auszuwählen, welche Gräber Sie betreten, statt alles sehen zu wollen. Das Gelände liegt rund 30 Kilometer südlich der Kairoer Innenstadt auf einem Wüstenrücken über dem Palmengürtel.

Sakkara ist außerdem sehr viel ruhiger als Gizeh, und das verändert den Besuch stärker, als die meisten erwarten. In Gizeh gibt es Reisebusse, Kamelschlepper, Ticketschlangen und ein andauerndes leises Gedränge. In Sakkara stehen Sie womöglich mit einer Handvoll Leuten vor der Stufenpyramide, und in den Mastabas sind Sie vielleicht allein mit einem Wächter, der ein Gitter aufschließt und Sie dann in Ruhe lässt.

Imhotep, und warum der Sprung zum Stein so schwer war

Imhotep war Djosers höchster Beamter und einer der ganz wenigen Nichtkönige des alten Ägypten, deren Name den ihres Königs überdauerte. Ihm wird der Entwurf der Stufenpyramidenanlage zugeschrieben, vor allem weil sein Name und seine Titel auf dem Sockel einer am Ort gefundenen Djoser-Statue stehen. Das ist ein ungewöhnlich guter Beleg für seinen Rang bei Hof, beweist aber nicht, dass er die Pläne selbst gezeichnet hat, und sorgfältige Ägyptologen sagen das auch dazu.

Wie neu die Aufgabe war, lässt sich am Bauwerk selbst ablesen, und das ist der Grund, warum sich die Anlage um die Stufenpyramide lohnt. Die Umfassungsmauern ahmen in Stein die Nischengliederung von Lehmziegeln nach. Die Säulen sind mit den Wänden verbunden statt frei stehend, was man gewöhnlich als Vorsicht erklärt: Niemand wusste bislang, wie weit man Steinsäulen allein trauen konnte. Decken sind so gearbeitet, dass sie wie gebündeltes Schilf und Palmstämme aussehen. Das ist Architektur, die ältere Materialien in ein neues übersetzt und dabei nicht ganz von ihnen lassen kann.

Später vergöttlichten die Ägypter Imhotep und verbanden ihn mit Weisheit, Schrift und Heilkunst; die Griechen setzten ihn mit Asklepios gleich. Sein Grab wurde nie sicher identifiziert, was ein Teil des Grundes ist, warum hier weitergegraben wird. Den Ruf als medizinisches Genie sollten Sie mit Vorsicht behandeln: Er wuchs in den zweitausend Jahren nach seinem Tod an und sagt mehr über die spätere ägyptische Religion aus als über den Mann, der er tatsächlich war.

Der häufigste Fehler in Sakkara besteht darin, die Stufenpyramide zu fotografieren und weiterzufahren. Der Bezirk um sie herum, der Säulengang am Eingang, der Hof mit seinen Scheinkapellen und das Südgrab sind die eigentliche architektonische Leistung, und sie sind still. Das Imhotep-Museum am Eingang ist klein und zwanzig Minuten wert, vor allem wegen der Statuen und Fragmente aus dem Stufenpyramidenbezirk, die sich auf Augenhöhe leichter lesen lassen als am Bau selbst.

Was in Sakkara neben den Pyramiden liegt

Die Mastaba-Gräber der Beamten des Alten Reiches sind der Grund, warum erfahrene Ägyptenreisende Sakkara oft über Gizeh stellen. Sie enthalten Reliefs in einer Qualität, die Sie im Inneren der Pyramiden von Gizeh nicht finden werden, wo es im Wesentlichen kahle Gänge und Kammern sind. Die Gräber des Mereruka, des Kagemni und des Ti gelten als die Höhepunkte, dazu das des Ptahhotep. Mererukas ist das größte Privatgrab des Geländes mit über dreißig Kammern, gebaut für einen Wesir, der eine Tochter des Königs Teti heiratete.

Die Zeit wert sind sie wegen ihrer Motive. Es sind Szenen des Alltags: Rinder, die durch einen Kanal getrieben werden, Handwerker bei der Arbeit, Schiffer, die mit Stangen aufeinander losgehen, Gänse beim Stopfen, eine Nilpferdjagd im Sumpf. Die Schnittarbeit ist flach, präzise und voller beobachteter Details, und Farbe hat sich stellenweise erhalten und wirkt manchmal verblüffend frisch.

Das Serapeum ist die unterirdische Katakombe, in der die Apis-Stiere bestattet wurden, dem Ptah heilig und zu Lebzeiten als Erscheinungsform des Gottes behandelt. Es ist eine lange, in den Fels geschlagene Galerie mit Seitenkammern, jede mit einem riesigen Steinsarkophag, meist aus Granit und Basalt; die größten wiegen Dutzende Tonnen. Ob es das Extraticket wert ist, darüber gehen die Meinungen scharf auseinander. Wenn Sie Technik und Atmosphäre mögen, gehen Sie hin. Wenn Sie bemalte Wände wollen, verbringen Sie die Zeit in den Mastabas.

Und dann ist da die laufende Arbeit. Die jüngeren Kampagnen in Sakkara brachten große Funde versiegelter Holzsärge, Bronzestatuetten, mumifizierte Tiere in großer Zahl und die Werkstätten hervor, in denen mumifiziert wurde. Für einen Besuch hat das zwei Folgen: Neue Gräber öffnen, manchmal kurzfristig, und sind oft in ausgezeichnetem Zustand, weil sie von einem Jahrhundert Tourismus verschont blieben. Ebenso schließen Bereiche ohne Vorwarnung, solange gearbeitet wird. Planen Sie keinen Tag um ein bestimmtes neu entdecktes Grab herum, ohne vorher nachzufragen.

Dahschur und Meidum: wo die Form erarbeitet wurde

Dahschur liegt weiter südlich und hält die Knickpyramide und die Rote Pyramide bereit, beide von Snofru, der die 4. Dynastie einige Jahrzehnte nach Djoser begründete und Cheops zeugte. Die Knickpyramide ändert auf halber Höhe tatsächlich den Winkel, höchstwahrscheinlich, weil das Bauwerk in Schwierigkeiten war, auch wenn über den Grund weiter gestritten wird.

Die Rote Pyramide gilt meist als die erste geglückte echte Pyramide, wobei Snofrus Pyramide in Meidum diese Aussage verkompliziert. Genau solche Fälle sind der Grund, warum Zählungen auseinandergehen: Es geht nicht nur darum, wie viele Bauwerke es gibt, sondern auch darum, welches Bauwerk als was gilt.

Für Besucher ist Dahschur die angenehme Überraschung. Es ist noch ruhiger als Sakkara, hat fast keine Anbieter, und wenn seine Kammern offen sind, können Sie dort in eine Pyramide in voller Größe hineingehen, mit einem Bruchteil der Schlange, die Sie in Gizeh hätten.

Der Knick selbst ist aus der Nähe eindrucksvoller, als seine Beschreibung klingt. Der untere Teil steigt steil an, dann wechselt der Winkel, und der obere Teil läuft deutlich flacher zur Spitze. Von weitem sieht das aus wie zwei Pyramiden, die aufeinandergesetzt wurden. Aus der Nähe sieht es aus wie eine Entscheidung. Die Pyramiden von Gizeh zeigen ein gelöstes Problem; Dahschur zeigt das Problem, und das ist für viele Reisende der interessantere Anblick.

Sie sehen hier zwei Bauwerke desselben Königs auf einem Gelände, eines misslungen und eines gelungen. Das ist die eigentliche Sehenswürdigkeit, nicht die einzelne Pyramide. Erwarten Sie dabei keine Infrastruktur: Dahschur ist ein Wüstengelände mit Pyramiden darauf, wenig Schatten und wenig Beschilderung. Wer das gut findet, findet es sehr gut. Wer eine erzählte Führung erwartet, sollte eine Reiseleitung mitbringen. Meidum liegt deutlich weiter südlich und gehört in der Praxis nicht zu der Runde, die Besucher ab Kairo fahren.

Memphis: warum die Nekropolen dort liegen, wo sie liegen

Memphis war die alte Hauptstadt Ägyptens, und Sakkara, wenige Minuten weiter auf demselben Wüstenrücken, ist ihr Friedhof. Das ist die eine Tatsache, die die ganze Gegend erklärt: Alles, wofür Sie südlich von Kairo einen Tag opfern, die Stufenpyramide, die Mastabas, die Pyramiden von Dahschur, wurde für die Menschen gebaut, die hier gelebt und regiert haben.

Als Besichtigung ist Memphis die schwächste der drei Stationen. Erhalten ist ein Freilichtmuseum mit einem großen umgestürzten Koloss Ramses' II. unter einem eigens gebauten Dach und einer Sphinx aus Alabaster. Der Koloss ist wirklich schön, und um die Sphinx lohnt ein langsamer Rundgang. Der Rest ist eine bescheidene Streuung von Blöcken. Eine halbe Stunde reicht, und Memphis ganz auszulassen, um länger in Sakkara zu bleiben, ist eine vertretbare Entscheidung und keine Ketzerei.

Eine Gruppe, für die der Halt eindeutig lohnt: alle in Ihrer Reisegruppe, die steile Rampen, niedrige Gänge und lange Wege über Sand nicht bewältigen, und genau das verlangen Sakkara und Dahschur. Memphis ist die flache, beschattete, kurze und trotzdem lohnende Station der Runde. Planen Sie danach, statt sich dafür zu entschuldigen.

Welche können Sie realistisch besuchen?

In der Praxis sind es drei Orte: Gizeh, Sakkara und Dahschur. Sie liegen alle südwestlich beziehungsweise südlich von Kairo, weit genug auseinander, dass Sie einen Fahrer brauchen, denn öffentliche Verkehrsmittel helfen dazwischen nicht. Alle drei ordentlich zu sehen, ist ein langer Tag.

Rechnen Sie in Gizeh mit drei bis vier Stunden für das Plateau selbst, mehr, wenn Sie in Kammern hineingehen. Für Sakkara allein sind drei bis vier Stunden ein realistisches Minimum, wenn Sie mehrere Gräber betreten wollen. Wer Ihnen erzählt, er habe Sakkara in neunzig Minuten gemacht, hat die Stufenpyramide aus der Ferne gesehen und ist wieder gefahren.

Wenn Sie nur einen Tag haben und die berühmte Aussicht wollen, nehmen Sie Gizeh. Wenn Sie zwei haben, teilen Sie in Gizeh und eine Kombination aus Sakkara und Dahschur, und legen Sie den ruhigeren Tag nach vorn. In der Reihenfolge Sakkara, dann Dahschur, dann Gizeh besucht, hört das Plateau auf, ein Spektakel zu sein, und wird zum Ergebnis mehrerer Generationen harter Ingenieursarbeit.

Zu den Entfernungen: Sakkara liegt rund 30 Kilometer südlich der Kairoer Innenstadt, Dahschur rund zwanzig Minuten weiter auf derselben Straße, Memphis dazwischen. Vom Zentrum Kairos bis zum Plateau von Gizeh sind es rund 20 Kilometer, was früh am Morgen eine halbe Stunde und zur falschen Zeit knapp zwei Stunden bedeutet. Der Verkehr baut sich am späten Vormittag auf und noch einmal vom Nachmittag bis in den Abend.

Ein früher Start bringt Ihnen deshalb mehr, als er an Schlaf kostet: kühlere Luft, leerere Innenräume und Spielraum, falls die Rückfahrt sich zieht. Legen Sie die Reihenfolge mit Ihrem Fahrer fest, bevor Sie losfahren, statt sie unterwegs zu verhandeln. Für das Plateau von Gizeh gibt es außerdem zwei Zugänge, einen oben nahe der Großen Pyramide und einen unten bei der Sphinx; von oben gehen Sie überwiegend bergab, von unten überwiegend bergauf, und an einem heißen Tag ist das kein kleiner Unterschied.

Wie viele Tage Sie in Kairo dafür einplanen sollten

Zwei volle Tage sind für Kairo das ehrliche Minimum: einer für Gizeh und das Große Ägyptische Museum, einer für das islamische und das koptische Kairo. Drei Tage lassen Sakkara und Dahschur zu, ohne dass etwas wegfällt, und das ist die Variante, die wir den meisten empfehlen. Ein Tag bedeutet Gizeh und sonst nichts, und das ist eine ehrliche Entscheidung, solange Sie sie bewusst treffen.

Vier Tage bringen den Spielraum, den die Pyramidenfrage eigentlich verdient: ein ganzer Tag für die Runde Sakkara, Dahschur und je nach Lust Memphis, ein Tag Gizeh, ein Tag Museum und Stadt, ein Tag für das, was übrig bleibt. Wer die Bauwerke wirklich in ihrer Reihenfolge sehen will, braucht diesen vierten Tag, weil sich Sakkara und Gizeh am selben Tag gegenseitig die Zeit wegnehmen.

Halten Sie den Pyramidentag nicht für den letzten Tag vor dem Rückflug frei. Im Frühjahr bringt der Chamsin, ein heißer Südwind, ab Ende März gelegentlich ein bis zwei Tage am Stück Sand und färbt einen Tag an den Pyramiden grau. Dagegen hilft nichts außer einem Ausweichtag im Programm.

Und lohnt es sich, hineinzugehen?

In die Große Pyramide für die meisten nicht. Das Innere kostet zusätzlich zum Hauptticket, und Sie bekommen dafür einen langen, niedrigen, ansteigenden Gang, durch den Sie gebückt schlurfen, dann die Große Galerie, dann einen kahlen Granitraum mit einem Steinsarkophag ohne Deckel. Keine Dekoration, keine Inschriften, kein Schatz, und die Luft ist heiß und feucht. Wer klaustrophobisch ist oder Probleme mit Rücken oder Knien hat, lässt es ohne schlechtes Gewissen aus.

Die Rote Pyramide in Dahschur bietet einen ähnlichen Abstieg und ist meist deutlich leerer. Das Innere der Stufenpyramide war nach der Restaurierung mit einem eigenen Ticket zugänglich, aber der Zugang in Sakkara ändert sich oft und ohne große Ankündigung. Nehmen Sie keine Liste dessen, was geöffnet ist, als aktuell an, auch diese hier nicht, sondern fragen Sie am Tag selbst an der Kasse.

Mehr fürs Geld als jedes Pyramideninnere bieten die Mastaba-Gräber. Die der Beamten des Alten Reiches in Sakkara enthalten Reliefs in einer Qualität, die Sie in den Pyramiden von Gizeh nicht finden werden, wo es im Wesentlichen kahle Gänge sind. Nehmen Sie eine Taschenlampe mit, denn die Beleuchtung ist uneinheitlich, und Blitzlicht ist verboten, weil es die Pigmente schädigt.

Wenn Sie sich trotzdem für ein Pyramideninneres entscheiden, wählen Sie die Rote Pyramide. Der Abstieg führt über einen steilen Gang hinunter in Kraggewölbe-Kammern, die nach Ammoniak riechen, eng, niedrig und heiß, und was Sie unten finden, ist nackter Stein ohne Dekoration. Der Unterschied zur Großen Pyramide liegt nicht im Inhalt, sondern in der Erfahrung: kaum Menschen, kein Anstehen, und die Möglichkeit, so lange unten zu bleiben, wie Sie wollen.

Was der Besuch kostet und wie Sie bezahlen

Wir nennen hier bewusst keine Zahlen. Die Eintrittspreise in Ägypten werden regelmäßig angehoben und bewegen sich mit dem Pfund, und jede Summe, die Sie in einem älteren Forumsbeitrag finden, ist veraltet. Stabil bleibt die Struktur: ein Ticket für das Gelände, separate und deutlich teurere Tickets für das Innere der Pyramiden, dazu eigene Tickets für einzelne Gräber, das Serapeum und das Innere der Stufenpyramide. Ermäßigte Karten gibt es üblicherweise gegen einen internationalen Studentenausweis.

Wichtig für Sakkara: Die Zusatztickets werden am Haupteingang verkauft und nicht am jeweiligen Monument. Entscheiden Sie vor dem Tor, was Sie sehen wollen, denn der Rückweg ist weit. Das ist der zweithäufigste Fehler auf diesem Gelände, gleich nach zu wenig Zeit.

Nehmen Sie Bargeld mit, und zwar in kleinen Scheinen. Karten laufen in Hotels und größeren Restaurants; an Schaltern und erst recht bei allem, was nebenbei bezahlt wird, verlassen Sie sich besser nicht darauf. Geldautomaten geben große Scheine aus, wechseln Sie also früh und horten Sie die kleinen bewusst. Rechnen Sie außerdem das Bakschisch ein: Wächter, die ein Gitter aufschließen, eine Kammer beleuchten oder auf ein Detail zeigen, erwarten etwas. Das ist keine Bestechung, sondern ein Teil dessen, wie Menschen im Tourismus bezahlt werden.

Wenn Sie über einen Veranstalter buchen, klären Sie namentlich, welche Eintritte enthalten sind. Der Zugang ins Innere der Cheops-Pyramide ist fast immer ein eigener Posten, und in Sakkara gilt dasselbe für das Serapeum und einzelne Gräber. Fragen Sie das vor der Buchung ab, statt es am Tor zu klären.

Wann Sie fahren sollten, und wie anstrengend das Gelände ist

Oktober bis April ist das angenehme Fenster, wobei es im Dezember und Januar im Morgengrauen kühl genug für eine Jacke ist. Von Mai bis September wird es am späten Vormittag hart: offene Wüste, kein Schatten und Blendung vom hellen Stein. Grabinnere halten die Hitze, statt vor ihr zu schützen. Kommen Sie zu jeder Jahreszeit früh, wegen der Temperatur und weil Reisegruppen Sakkara meist am späten Vormittag nach Gizeh erreichen.

Das Gelände ist härter, als es aussieht, und das gilt für alle drei Orte. In Gizeh misst die Anlage weit über einen Kilometer von einem Ende zum anderen, der Weg geht überwiegend bergauf, und der Boden besteht aus Sand, losem Schotter und gebrochenem Fels. In Sakkara ist der Boden über weite Teile unebener Sand und Schutt, und der Weg zwischen den Bereichen ist zu Fuß länger, als er auf der Karte aussieht. In Dahschur gibt es kaum Infrastruktur.

Die Ausrüstung ist banal und entscheidet trotzdem über den Tag: mehr Wasser, als Sie für nötig halten, Hut, Sonnenbrille, Sonnencreme und geschlossene Schuhe. Sandalen sind ein Fehler. Ein leichtes Tuch hilft gegen Staub im Gesicht, eine Taschenlampe gegen die uneinheitliche Beleuchtung in den Gräbern. Toiletten und Getränke finden Sie im Wesentlichen an den Eingängen und Parkplätzen, nicht draußen im Gelände.

Zum Fotografieren: Der Sand ist fein und überall, wechseln Sie also im Wind kein Objektiv und packen Sie die Kamera zwischendurch weg. Die Mittagsstunden sind für Stein das schlechteste Licht überhaupt, flach und blendend. Der frühe Vormittag ist die beste Zeit, und das häufigste Bildproblem ist nicht die Kamera, sondern der fehlende Maßstab: Eine Pyramide allein im Bild wird zum Dreieck. Stellen Sie einen Menschen an den Fuß einer Blocklage, und die Größe kommt zurück.

Mit Kindern und bei eingeschränkter Mobilität

Kinder reagieren auf die Pyramiden sehr unterschiedlich, und die Größe ist selten das Problem. Hitze, Entfernungen und das dauernde Angesprochenwerden sind es. Gehen Sie früh, planen Sie kurz, zwei bis drei Stunden statt vier, und nehmen Sie in Gizeh den Panoramapunkt, eine Pyramide aus der Nähe und die Sphinx statt der ganzen Runde. Das Innere der Großen Pyramide ist für kleine Kinder im Hochsommer nichts: heiß, eng, gebückt und ohne Möglichkeit, umzukehren, wenn der Gang voll ist.

In Sakkara finden jüngere Kinder die Tierkatakomben und das Serapeum oft spannender als die Reliefs. Abseits des Eingangs gibt es dort kaum Schatten und keine Einrichtungen, nehmen Sie also Wasser mit und rechnen Sie mit einem kürzeren Besuch, als ein Erwachsenenprogramm zulassen würde.

Bei eingeschränkter Mobilität gilt: Das Plateau von Gizeh ist nicht stufenfrei und über weite Strecken kein fester Untergrund. Es gibt aber einen praktikablen Weg. Zwischen den Hauptpunkten und bis zum Panoramapunkt können Sie mit dem Fahrzeug fahren, und einen großen Teil dessen, weswegen man herkommt, die Nähe zu den Blöcken, die Reihe der drei Pyramiden, die Sphinx von der Terrasse, bekommen Sie so. Die Innenräume und die Gräber sind ausgeschlossen.

Sagen Sie es dem Veranstalter oder der Reiseleitung vor der Buchung, nicht am Morgen des Besuchs. Dann werden Tempo, Reihenfolge und Pausen eingeplant, statt improvisiert zu werden, und der Fahrer steht an der richtigen Stelle, statt zwanzig Minuten weiter unten zu warten. Für diese Reisegruppen ist Memphis die Station, die tatsächlich funktioniert: flach, beschattet, kurz.

Die Geschichten, die Sie vor Ort hören werden

Die Sklavengeschichte werden Sie von mehr als einem Verkäufer hören. Sie stimmt nicht, und die Belege dagegen liegen direkt neben dem Plateau: Siedlung, Bäckereien, Vorratsbauten und Friedhöfe organisierter Arbeitstrupps, die vor Ort verpflegt, untergebracht und bestattet wurden.

Am Serapeum in Sakkara hören Sie vielleicht, die Sarkophage seien zu präzise gearbeitet für antike Arbeit und wiesen auf eine verlorene Technologie hin. Diese Behauptung wird aufgestellt; Ägyptologen und Steinfachleute akzeptieren sie nicht, und die Werkzeugspuren, die Steinbrüche und die anderswo in Ägypten liegen gebliebenen unfertigen Stücke erzählen eine ziemlich gewöhnliche Geschichte von könnerhafter Hartsteinbearbeitung. Fragen Sie nach den Belegen, statt einer der beiden Versionen zu glauben.

Behauptungen, die Sphinx sei viele Jahrtausende älter als die Pyramiden, meist gestützt auf Verwitterungsmuster, werden online und gelegentlich von Guides lautstark vorgetragen, sind unter den Archäologen vor Ort aber nicht anerkannt. Nehmen Sie sie als Geschichten, die Sie hören werden, nicht als Geschichte. Dasselbe gilt für jede Erzählung, die genau weiß, wie die Blöcke nach oben kamen.

Und das Angebot, das Sie am deutlichsten ablehnen sollten: eine Pyramide zu besteigen. Das ist verboten, es wird durchgesetzt, und die Blöcke sind groß und stellenweise locker. Wer Ihnen gegen Geld einen Aufstieg anbietet, bietet Ihnen an, Sie verhaften zu lassen. Zu den übrigen Ansprachen auf dem Plateau, Kamelritte, Pferde, Quads, Kopftücher, Souvenirs, inoffizielle Führungen, hilft eine kurze Methode ohne Verlegenheit: klar Nein sagen, weitergehen, nicht stehen bleiben, nichts in die Hand nehmen. Aus einem Geschenk wird ein Preis, sobald Sie es halten.

Was auf dieser Seite bewusst fehlt

Keine Gesamtzahl der Pyramiden Ägyptens, keine Eintrittspreise, keine Öffnungszeiten und keine Liste der aktuell zugänglichen Kammern. Nicht weil es diese Angaben nicht gäbe, sondern weil sie sich ändern, ohne dass es jemand meldet, und eine veraltete Zahl auf einer Reiseseite ist schlimmer als keine.

Für die belastbaren Angaben sind das ägyptische Ministerium für Tourismus und Antiken und die UNESCO die richtigen Stellen. Für alles, was sich kurzfristig ändert, geöffnete Kammern, Ticketregelungen, Zufahrt, gilt dieselbe Regel wie überall in Ägypten: am Tag selbst vor Ort fragen, und zwar an der Kasse, nicht bei einem Anbieter auf dem Parkplatz.

Häufige Fragen

Wie viele Pyramiden gibt es in Ägypten?+

Darauf gibt es keine Zahl, der man trauen sollte, und wir nennen deshalb keine. Die Zählungen gehen auseinander, weil strittig ist, was mitgezählt wird, weil viele Bauwerke zu Schutthügeln zerfallen sind und weil in Sakkara bis heute gegraben wird. Was feststeht, sind die Orte: Gizeh, Sakkara, Dahschur und Meidum sind die, um die es geht.

Wie viele Pyramiden stehen in Gizeh?+

Drei große, für Cheops, Chephren und Mykerinos, dazu eine Reihe viel kleinerer Nebenpyramiden für Königinnen und Satellitenbestattungen. Ob die Antwort drei oder rund ein Dutzend lautet, hängt allein davon ab, ob Sie die kleinen mitzählen. Dazu kommen die Sphinx, mehrere Tempel und ein großes Feld von Mastaba-Gräbern.

Welche ist die älteste Pyramide Ägyptens?+

Die Stufenpyramide des Djoser in Sakkara, erbaut um 2650 v. Chr. und allgemein als der früheste große Steinbau angesehen. Absolute Daten sind in dieser Zeit Schätzungen, und Fachleute liegen um ein Jahrhundert auseinander. Sie besteht aus sechs kleiner werdenden Plattformen und erreicht rund sechzig Meter.

Was ist der Unterschied zwischen Stufenpyramide und echter Pyramide?+

Eine Stufenpyramide besteht aus übereinandergestapelten, nach oben kleiner werdenden Plattformen, wie bei Djoser in Sakkara. Eine echte Pyramide hat durchgehende, geneigte Flächen, wie die drei in Gizeh. Dazwischen liegen Dahschur und Meidum, wo dieser Übergang erarbeitet wurde. Die Rote Pyramide gilt meist als die erste geglückte echte Pyramide, wobei Snofrus Bau in Meidum diese Aussage verkompliziert.

Schafft man Gizeh, Sakkara und Dahschur an einem Tag?+

Ja, aber es ist ein langer Tag mit frühem Start und einem eigenen Fahrer. Rechnen Sie mit drei bis vier Stunden für das Plateau von Gizeh und drei bis vier für Sakkara allein, wenn Sie mehrere Gräber betreten wollen. Mit zwei Tagen ist es deutlich angenehmer: ein Tag Gizeh, ein Tag Sakkara und Dahschur, und der ruhigere zuerst.

Kommt man mit öffentlichen Verkehrsmitteln nach Sakkara und Dahschur?+

Nicht sinnvoll. Zwischen den Orten gibt es keinen brauchbaren öffentlichen Verkehr, und die Nekropolen liegen weitläufig am Wüstenrand. Sie brauchen ein Auto mit Fahrer für den Tag, und das ist bei Kairoer Preisen kein großer Posten. Die Metro hält in Gizeh, aber nicht am Plateau, der letzte Abschnitt bleibt also ohnehin eine Fahrt über der Straße.

Kann man in die Pyramiden hineingehen?+

In einige, jeweils mit einem eigenen Ticket zusätzlich zum Eintritt. Die Große Pyramide führt über einen steilen, niedrigen, heißen Gang zu einem kahlen Granitraum ohne Dekoration. Die Rote Pyramide in Dahschur bietet einen ähnlichen Abstieg und ist meist deutlich leerer. Was geöffnet ist, ändert sich ohne Vorwarnung, fragen Sie also am Tag selbst an der Kasse.

Braucht man für Sakkara einen Führer?+

Man findet sich auf dem Gelände auch allein zurecht, aber die Reliefs in den Mastabas sind der eigentliche Grund herzukommen, und ohne jemanden, der die Szenen und ihre Konventionen erklärt, sehen die meisten Besucher schöne Schnittarbeit und nehmen nichts mit. In Gizeh erklären sich die Monumente über ihre Größe weitgehend selbst, in Sakkara nicht. Fragen Sie vor der Buchung, was ein Führer tatsächlich über das Alte Reich weiß.

Darf man eine Pyramide besteigen?+

Nein. Das Besteigen jeder Pyramide ist verboten, und es wird durchgesetzt; Leute werden dafür festgenommen. Die Blöcke sind groß und stellenweise locker, und Stürze haben Kletterer das Leben gekostet. Wer Ihnen gegen Geld einen Aufstieg anbietet, bietet Ihnen an, Sie verhaften zu lassen.

Offizielle Quellen

Einreisebestimmungen, Öffnungszeiten, Sicherheitshinweise und Wechselkurse ändern sich. Prüfen Sie sie an der Quelle, nicht hier.

Geschrieben und geprüft von die Redaktion von Ägypten Guide · Zuletzt geprüft am . Einreisebestimmungen, Preise und Öffnungszeiten ändern sich — prüfen Sie alles Entscheidende bei den auf dieser Seite verlinkten offiziellen Stellen nach.

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8 Tage · Nil & Rotes Meer

Kairo, Luxor und das Rote Meer

Kein Schiff auf dieser Reise. Gizeh und das Große Ägyptische Museum, eine Nacht in Luxor für beide Ufer, zwei Nächte am Roten Meer und dann zurück nach Kairo für die Zitadelle, das koptische Kairo und die Königsmumien.

ab US$2.040 / pro Person

Kairo und eine Nilkreuzfahrt
Ägypten

10 Tage · Klassisches Ägypten

Kairo und eine Nilkreuzfahrt

Fünf Nächte in Kairo, verteilt auf die Zeit vor und nach einer Fahrt über vier Nächte von Luxor nach Assuan. Die Tage in Kairo sind privat, nur Ihre Gruppe und eine Reiseleitung; die Besichtigungen vom Schiff aus teilen Sie sich mit einer kleinen Gruppe.

ab US$2.635 / pro Person