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Tal der Könige: Welche Gräber Ihr Ticket wert sind

Luxor · Westufer

Tal der Könige: Welche Gräber Ihr Ticket wert sind

Das Tal der Könige ist ein trockenes Seitental am Westufer von Luxor mit über sechzig in den Fels geschlagenen Gräbern, meist Pharaonen des Neuen Reiches und ihre Familien. Ihr Standardticket deckt drei davon ab — und die bekanntesten sind nicht dabei. Diese Seite sagt Ihnen, was Sie bekommen, was extra kostet und was das Geld wert ist.

Was deckt das Standardticket ab?

Das allgemeine Eintrittsticket wird im Besucherzentrum am Parkplatz verkauft. Es lässt Sie auf das Gelände und in drei Gräber Ihrer Wahl aus denen, die an dem Tag geöffnet sind — meist acht bis zehn. Die Auswahl rotiert aus Konservierungsgründen, niemand kann Ihnen also ein bestimmtes Grab im Voraus versprechen. Eine kleine Elektrobahn fährt das letzte Stück bis zum Eingang; zu Fuß sind es etwa zehn Minuten in praller Sonne.

Welche Gräber am jeweiligen Tag offen sind, hängt am Ticketschalter aus. Ramses IV. (KV2), Ramses IX. (KV6), Merenptah (KV8) und Ramses III. (KV11) gehören zu den am häufigsten verfügbaren. Ramses III. ist die erste Wahl, wenn er offen ist: ein langer absteigender Korridor mit Seitenkammern voller gemalter Szenen, darunter die beiden blinden Harfner, die dem Grab seinen alten Namen gaben — das Grab der Harfner.

Die Nummern mit dem Kürzel KV sind keine Rangfolge und auch keine Zeitleiste. Sie wurden ungefähr in der Reihenfolge vergeben, in der die Gräber verzeichnet wurden, deshalb liegt eine niedrige Nummer wie KV2 unmittelbar neben einer hohen am selben Weg. Für Ihre Planung heißt das nur eines: Lassen Sie sich von der Nummer nichts über Größe, Alter oder Erhaltungszustand sagen. Fragen Sie am Schalter, welche der geöffneten Gräber an diesem Morgen am tiefsten gehen und die meiste Farbe halten.

Für welche Gräber braucht man ein eigenes Ticket?

Drei der berühmten liegen außerhalb des allgemeinen Tickets. Tutanchamun (KV62), Sethos I. (KV17) und Ramses V./VI. (KV9) brauchen jeweils ein eigenes Ticket, erhältlich am selben Schalter. Nefertari ist gar nicht hier: Ihr Grab liegt im Tal der Königinnen, einer eigenen Anlage rund zehn Autominuten entfernt, mit eigenem Eintritt und eigenem Zusatzticket.

Die Preise dafür ändern sich häufig, behandeln Sie also jede Zahl, die Sie online lesen, als veraltet und fragen Sie am Schalter. Von den dreien gibt Ramses V./VI. am meisten fürs Geld: ein weites, helles Grab mit einer astronomischen Decke, auf der die Himmelsgöttin Nut zu sehen ist. Sethos I. ist das längste und tiefste im Tal und das schönste — entsprechend teuer. Tutanchamun ist klein, nur die Grabkammer ist bemalt; die Mumie liegt dort, die Schätze sind in Kairo, und viele kommen mit dem Gefühl heraus, zu wenig bekommen zu haben.

Nefertaris Grab ist die eine echte Ausnahme von unserer sonstigen Haltung zu kostenpflichtigen Extras. Die Farbe ist besser erhalten als alles andere am Westufer, und der Besuch ist zeitlich begrenzt, in der Praxis auf etwa zehn Minuten. Es ist teuer und es ist kurz. Wenn gemalte Dekoration der Grund ist, weshalb Sie nach Luxor gekommen sind, ist es das Geld wert; wenn Sie Stätten abhaken, nicht.

Eine nüchterne Faustregel für das Budget: Nehmen Sie ein einziges kostenpflichtiges Grab dazu, nicht drei. Die Zusatztickets summieren sich schnell, und der vierte, fünfte und sechste Abstieg an einem Vormittag bringt weniger, als die Preisliste vermuten lässt. Entscheiden Sie sich vorher, was Sie sehen wollen — die größte gemalte Fläche, die schönste Decke oder den Raum, in dem Tutanchamun gefunden wurde — und kaufen Sie genau dafür ein Ticket.

Darf man in den Gräbern fotografieren?

In den meisten ja, mit einem Fototicket, das am Eingang gekauft wird. Die Regeln, wofür ein Ticket nötig ist, haben sich mehr als einmal geändert; fragen Sie am Schalter, ob Ihr Handy mit abgedeckt ist oder nur Kameras. Kein Blitz, keine Stative, nichts an Wände oder Glas anlehnen. Sethos I., Tutanchamun und Nefertari werden gesondert behandelt und hatten das Fotografieren zeitweise ganz verboten oder eine eigene Genehmigung verlangt.

Die Grabwächter heben manchmal eine Absperrung an, leuchten mit der Taschenlampe auf ein Detail oder bieten an, Sie an einer Stelle zu fotografieren, an der Sie eigentlich nicht stehen sollen. Dafür erwarten sie Trinkgeld. Sie dürfen freundlich und bestimmt nein sagen, und es passiert nichts. Wenn Sie annehmen, sind kleine Scheine üblich — haben Sie welche dabei.

Technisch sind die Gräber schwierig, und das ist der Grund, warum die meisten Aufnahmen enttäuschen. Es ist dunkel, das Licht kommt aus wenigen Punkten, und ohne Blitz und Stativ bleibt Ihnen eine hohe Empfindlichkeit und eine ruhige Hand. Verlassen Sie sich nicht darauf, die Wände mitzunehmen. Der bessere Umgang ist, in jedem Grab zwei oder drei Aufnahmen zu machen und den Rest der Zeit zu schauen, weil die Korridore in der Erinnerung ohnehin besser sind als auf dem Display.

Warum ist es so wichtig, früh da zu sein?

Hitze und Busse. Die Anlage öffnet früh, gegen 6 Uhr, und die ersten Reisegruppen treffen ab etwa 8 Uhr ein. Die Gräber sind in Fels geschlagen, ohne Luftzug. Drinnen ist es heißer und enger als im offenen Tal, das an einem Sommernachmittag selbst rund 40 °C erreicht. Ein Gang, der um halb sieben angenehm ist, ist um zehn unangenehm.

Gehen Sie an den ersten Gräbern vorbei, fangen Sie am hinteren Ende des Tals an und arbeiten sich zurück. Alle anderen machen es umgekehrt, so haben Sie die tiefen Gräber eine halbe Stunde für sich. Drei Gräber plus ein kostenpflichtiges Extra dauern etwa zweieinhalb Stunden. Die meisten verbinden den Vormittag mit dem Hatschepsut-Tempel und entweder Medinet Habu oder dem Ramesseum und sind zum Mittagessen zurück.

Der zweite Grund für die frühe Stunde ist die Luft in den Kammern. Eine geschlossene Felskammer, durch die seit Stunden Menschen gehen, wird warm und stickig, und jede Gruppe, die vor Ihnen drin war, hat ihre Wärme dort gelassen. Wer Hitze schlecht verträgt oder mit den Atemwegen zu tun hat, merkt den Unterschied zwischen sieben Uhr und elf Uhr deutlicher als jeder andere. Es gibt am Westufer keine einzige Maßnahme, die einen Besuch so sehr verbessert wie das frühe Aufstehen.

Lohnt sich ein Guide im Tal der Könige?

Guides dürfen in den Gräbern nicht erklären. Sie briefen Sie draußen an den beschatteten Tafeln nahe dem Eingang, danach gehen Sie allein hinein. Das überrascht Leute, die dafür bezahlt haben. Es hilft trotzdem: Ein guter Ägyptologe sagt Ihnen, worauf Sie in jedem Korridor achten sollen, und hält Sie von den Gräbern fern, die Ihre drei Wahlen an dem Tag nicht wert sind.

Was ein Guide nicht kann: Sie schneller oder billiger hineinbringen. Die Tickets haben am Schalter einen festen Preis, und Vordrängeln gibt es nicht. Auf einer von uns organisierten Reise sind Guide und Fahrer für das Westufer für Sie gebucht, und die Tickets kauft am Morgen derjenige, der bei Ihnen ist.

Stellen Sie Ihre Fragen deshalb oben, bevor Sie hinabsteigen. Die Beschriftungen an den Gräbern sind spärlich, und die Wandszenen erklären sich nicht von selbst — der Unterschied zwischen einer ägyptologisch ausgebildeten Führung und einer allgemeinen zeigt sich am Westufer binnen Minuten. Der praktische Wert einer Reiseleitung liegt genau hier: in der Erklärung vor dem Eingang und in dem Wissen, welche Gräber an diesem Tag überhaupt offen sind und welche das Ticket rechtfertigen.

Warum ließen sich die Pharaonen ausgerechnet hier bestatten?

Das Tal ist die Antwort auf ein Problem, das die Pyramiden geschaffen hatten. Eine Pyramide ist ein Wegweiser: Sie sagt jedem Grabräuber im Land genau, wo der Schatz liegt, und die Königsgräber des Alten Reiches waren binnen weniger Generationen nach ihrer Versiegelung ausgeräumt. Die Könige des Neuen Reiches versuchten ab etwa dem 16. Jahrhundert v. Chr. das Gegenteil. Sie schlugen ihre Gräber in ein abgelegenes Wüstental hinter den thebanischen Felsen, aus der Sicht heraus, und versteckten die Eingänge, statt sie zu markieren.

Funktioniert hat auch das nicht. Aber die Lage erklärt sehr viel von dem, was Sie sehen. Über dem Tal steht ein natürlicher, annähernd pyramidenförmiger Gipfel, in dem manche den Grund für die Wahl gerade dieser Bucht sehen: Die Pharaonen bekamen ihr Pyramidensymbol, ohne es bauen zu müssen. Auf der anderen Seite des Bergrückens, in Luftlinie sehr nah und durch Fels vollständig abgeriegelt, liegt der Tempel der Hatschepsut in Deir el-Bahari. Mit dem Auto sind das wenige Minuten, zu Fuß über den Grat eine ernsthafte Wanderung.

Die Männer, die diese Gräber schlugen und bemalten, wohnten hinter dem nächsten Rücken in Deir el-Medina, einem eigens angelegten Dorf für Steinmetze, Vorzeichner und Maler. Dieselben Hände arbeiteten Generation um Generation im Tal der Könige und im Tal der Königinnen. Ihre eigenen Gräber und ihre Aufzeichnungen sind gut genug erhalten, dass wir ihre Namen kennen, ihre Streitigkeiten über die Bezahlung und ihre freien Tage. Für einen Besuch am Westufer ist das mehr als eine Anekdote: Es ist der Grund, warum die Malerei in beiden Tälern dieselbe Handschrift hat.

Was steht an den Wänden — und warum wirkt so vieles gleich?

Es ist keine Dekoration im gewöhnlichen Sinn. Die Wände tragen Jenseitstexte: Stunde für Stunde die Fahrt der Sonne durch die zwölf Stunden der Nacht und der Weg des Königs an ihrer Seite, zurück bis zum Sonnenaufgang und zur Wiedergeburt. Diese Texte sind dicht, wiederholen sich absichtlich und waren nie dafür gemacht, von Lebenden betrachtet zu werden. Lesen Sie einen Korridor als Abfolge, und er ergibt Sinn; behandeln Sie ihn als Bilderbuch, und er bleibt stumm.

Die Technik entscheidet darüber, was übrig bleibt. Wo der Kalkstein gut ist, und das ist er im Tal der Könige über weite Strecken, wurden die Szenen in Relief geschnitten und danach bemalt. Deshalb hält die Zeichnung auch dort, wo die Farbe verschwunden ist. Genau darin unterscheidet sich das Tal vom Tal der Königinnen jenseits des Bergrückens: Dort ist der Fels schlechter, die Handwerker mussten verputzen und flach malen, und die Malerei ist alles. Die Decken übersieht fast jeder. Mehrere Gräber tragen einen tiefblauen Nachthimmel mit gelben Sternen, und Ramses V./VI. hat die vollständige astronomische Decke mit Nut, die sich über die Kammer spannt.

Die Farbe ist ungleich verteilt, und das ist der eigentliche Grund, warum sich Gräber so verschieden anfühlen. Manche Korridore sind hell und gut lesbar; andere sind von Ruß geschwärzt, durch Salz beschädigt oder schlicht unfertig, weil ein früh gestorbener König das Grab bekam, das seine Arbeiter bis dahin geschafft hatten, und nicht das geplante. Deshalb zählt die Tagesliste am Schalter mehr als der berühmte Name. Ein gut erhaltenes Grab eines wenig bekannten Königs sind oft die besseren zwanzig Minuten.

Die Gräber im Einzelnen: was Sie in welchem erwartet

Ramses III. (KV11) ist der beste Kauf innerhalb des Standardtickets, wenn er geöffnet ist. Der Weg führt lang und stetig abwärts, links und rechts öffnen sich kleine Seitenkammern mit gemalten Szenen, und in einer davon sitzen die beiden blinden Harfner, nach denen das Grab früher benannt wurde. Es ist das Grab, in dem die meisten Besucher zum ersten Mal begreifen, dass hier nicht ein Raum geschmückt, sondern ein ganzes Bauwerk beschriftet wurde.

Ramses IX. (KV6) und Merenptah (KV8) sind beide eine Wahl wert und in der Regel weniger belegt als die berühmten Namen. Ramses IV. (KV2) ist der Sonderfall im Feld: kurz, fast eben, gleich am Anfang des Tals und deshalb die übliche Empfehlung für alle, denen Stufen oder Enge zu schaffen machen. Wer gut zu Fuß ist, sollte ihn trotzdem nicht als erstes nehmen, sondern am hinteren Ende des Tals anfangen und ihn auf dem Rückweg mitnehmen.

Bei den kostenpflichtigen Gräbern trennt sich die Rechnung. Ramses V./VI. (KV9) ist das weite, helle Grab mit der astronomischen Decke und für die meisten das beste Verhältnis von Preis und Leistung. Sethos I. (KV17) ist das längste, tiefste und schönste im Tal, mit einem entsprechend hohen Ticketpreis und einem langen, steilen Abstieg. Tutanchamun (KV62) ist das kleinste der berühmten Gräber, bemalt ist ausschließlich die Grabkammer, und der Besuch ist in Minuten vorbei. Sein Argument ist nicht die Fläche, sondern der Umstand, dass er selbst noch darin liegt.

Eines gilt für alle: Ihre drei Wahlen sind ein knappes Gut, und das vierte Grab bringt weniger, als Sie im Moment der Entscheidung glauben. Die Bildsprache wiederholt sich zwischen den Gräbern stärker, als man erwartet, und beim vierten sehen Sie dieselben Szenen unter einem anderen Namen. Drei gut gewählte Gräber und ein Zusatzticket sind ein voller, guter Vormittag. Sechs Gräber sind ein Wettlauf, an dessen Ende Sie sich an keines mehr genau erinnern.

Wie die Gräber gefunden wurden und wo alles geblieben ist

Fast jedes Grab hier wurde schon in der Antike ausgeraubt, oft binnen weniger Jahrzehnte nach der Bestattung und manchmal von derselben Gemeinschaft, die es gebaut hatte. Die Priester einer späteren Zeit gaben es schließlich auf, die einzelnen Gräber zu verteidigen, und brachten die Königsmumien stattdessen in wenigen versteckten Depots zusammen, neu umwickelt und neu beschriftet. Dort lagen sie bis ins 19. Jahrhundert. Deshalb ist das Tal heute Architektur und Malerei und kein Schatzhaus: Das Gold ist vor sehr langer Zeit gegangen.

Die eine Ausnahme kennt jeder. Das Grab des Tutanchamun, KV62, wurde 1922 von Howard Carter nahezu unversehrt gefunden, weil es klein war, schnell versiegelt wurde und unter dem Abraum eines später darüber geschlagenen Grabes verschwand. Carters Team räumte es zwischen 1922 und den frühen 1930er-Jahren. Dieser Fund ist der Grund, warum das Tal ein Begriff ist — und zugleich der Grund, warum so viele Besucher vom Grab selbst enttäuscht sind: Der Raum ist bescheiden, und die Tausenden Objekte, die ihn berühmt gemacht haben, sind längst nicht mehr darin.

Wo diese Dinge heute stehen, sollten Sie vor der Reise wissen, damit Sie nicht mit falschen Erwartungen ans Westufer fahren. Fast alle Königsmumien sind ins Nationalmuseum der Ägyptischen Zivilisation in Kairo umgezogen. Tutanchamuns Grabbeigaben, rund fünftausend Objekte, stehen im Großen Ägyptischen Museum bei Gizeh, wo der Fund zum ersten Mal seit der Räumung wieder vollständig zusammen gezeigt wird. Seine eigene Mumie blieb in KV62. Kurz gesagt: Die Gräber liegen eine Tagesreise südlich der Objekte, die aus ihnen kamen.

Das ist kein Grund, enttäuscht zu sein, sondern ein Grund, die Reihenfolge zu planen. Wer das Museum bei Gizeh vor Luxor gesehen hat, geht mit anderen Augen in KV62, weil er weiß, was in diesem kleinen Raum einmal stand. Wer es danach sieht, bekommt die Auflösung nachgeliefert. Wer nur eines von beiden schafft und dem der Name wichtig ist, nimmt das Museum.

Anfahrt, Besucherzentrum und Orientierung vor Ort

Das Tal liegt am Westufer und ist von den Hotels am Ostufer in etwa 30 bis 45 Minuten mit dem Auto zu erreichen, über die Brücke südlich der Stadt. Die Personenfähre über den Nil plus Taxi auf der anderen Seite ist billiger und langsamer. Zwischen den Stätten am Westufer gibt es keinen brauchbaren öffentlichen Verkehr, und sie verteilen sich über mehrere Kilometer Wüstenrand — fast alle nehmen deshalb für den Vormittag Auto und Fahrer, unabhängig davon, wie sie über den Fluss gekommen sind.

Am Tal selbst liegen ein großer Parkplatz und ein modernes Besucherzentrum am Eingang der Schlucht. Hier kaufen Sie das Eintrittsticket, die Zusatztickets und die Fotogenehmigung. Hier steht auch ein Modell unter Glas, das als einziger Ort im Tal einen Überblick darüber gibt, wie die Gräber den Fels durchziehen — zwei Minuten davor sparen Ihnen später viel Rätselraten darüber, was unter Ihren Füßen liegt. Vom Zentrum aus fährt die kleine Elektrobahn das letzte Stück hinauf; zu Fuß sind es etwa zehn Minuten ohne jeden Schatten.

Die Ausstattung ist einfach. Es gibt Toiletten, für die Sie kleine Scheine brauchen, und einige Verkäufer am Eingang; etwas Brauchbares zu essen gibt es auf dem Gelände nicht. Der Boden zwischen den Gräbern ist uneben und staubig, fast jeder Grabeingang bedeutet eine Rampe oder Stufen hinunter und denselben Weg wieder hinauf, und die tiefen Gräber sind ein echter Abstieg. Feste Schuhe zählen hier mehr als an den Tempeln.

Wie das Tal in einen Vormittag am Westufer passt

Die Reihenfolge bestimmt die Hitze, nicht die Entfernung. Beginnen Sie im Tal der Könige, sobald es öffnet, vor den Bussen und bevor sich die Gräber aufwärmen. Danach der Tempel der Hatschepsut in Deir el-Bahari, weil seine Terrassen vor der Felswand eine Sonnenfalle ohne Schatten sind und im Lauf des Vormittags nur schlimmer werden. Die Memnonkolosse, die beiden sitzenden Statuen Amenophis' III. am Straßenrand, sind ein Halt von fünf Minuten auf einem Weg, den Sie ohnehin fahren, und keine Station, um die man einen Tag plant.

Was danach kommt, hängt nur noch von Ihrer Aufmerksamkeit ab. Medinet Habu, der große ummauerte Tempel Ramses III., hält an den Decken Farbe und gibt Schatten, den die offenen Stätten nicht haben, und es sind fast keine Gruppen dort. Das Ramesseum, das Tal der Königinnen, Deir el-Medina und die Gräber der Beamten liegen alle fünf bis fünfzehn Autominuten entfernt. Die ehrliche Grenze ist nicht die Öffnungszeit, sondern die Konzentration: Beim vierten Tempel schaut kaum jemand noch richtig hin, und zwei gut gesehene Stätten schlagen vier gestreifte.

Wenn ein Ticket für Nefertari im Tal der Königinnen auf Ihrer Liste steht, fahren Sie auch dort früh hin, denn das Tageskontingent kann am späten Vormittag weg sein. Sonst bauen Sie den Tag um die Könige und Hatschepsut, halten die Mittagsstunden für Essen und Ruhe frei und behandeln alles nach zwölf Uhr im Sommer als optional. Eine Ballonfahrt über dem Westufer, falls Sie eine machen, steht vor allem anderen: Start im ersten Licht, zurück rechtzeitig, um mit den Gräbern anzufangen.

Wann im Jahr sollten Sie kommen?

Die Jahreszeit zählt fast so viel wie die Uhrzeit. November bis Februar ist angenehm, mit warmen Tagen und kühlen Morgenstunden, und in diesen Wochen lässt sich das Westufer am besten erlaufen. März und Oktober sind machbar, wenn Sie früh anfangen und am späten Vormittag fertig sind. Mai bis September ist hart: Das offene Tal geht am Nachmittag über 40 °C, und die geschlossenen Gräber sind heißer und enger noch als das. Im Hochsommer geht es beim frühen Start nicht mehr um die Ruhe, sondern darum, sich nicht zu überfordern.

Der Andrang folgt weniger dem Kalender als dem Fahrplan der Nilkreuzfahrten. Liegen mehrere Schiffe gleichzeitig in Luxor, füllen sich das Tal und Hatschepsut bis zum späten Vormittag, ganz gleich in welchem Monat; liegt wenig im Hafen, haben Sie tiefe Gräber beinahe für sich. Einen veröffentlichten Fahrplan, nach dem Sie das planen könnten, gibt es nicht — was ein weiteres Argument dafür ist, zur Öffnung da zu sein. Die erste Stunde ist ruhig, unabhängig davon, was die Schiffe machen. In den Spitzenwochen um den Jahreswechsel rechnen Sie mit Gesellschaft und kommen am allerfrühesten.

Lohnt sich der Luxor Pass?

Das hängt ganz davon ab, wie viele Stätten Sie betreten wollen und wie lange Sie bleiben, und die Rechnung ändert sich mit jeder Preisanpassung. Der Pass deckt die Stätten am Ost- und Westufer ab, und seine höhere Stufe deckt zusätzlich das Grab der Nefertari im Tal der Königinnen und Sethos I. im Tal der Könige ab. Er lohnt sich eher für Reisende, die mehrere Tage bleiben und neben Karnak und dem Luxor-Tempel auch mehrere Gräber sehen, und nicht für einen Zweitagesaufenthalt oder einen Landgang vom Schiff.

Praktisch gibt es zwei Hürden. Sie brauchen Reisepass und Passfotos, um ihn zu kaufen, und er wird nur an wenigen Stellen ausgegeben — das ist eine Besorgung für den ersten Vormittag, nicht für den Weg ins Tal. Und die Bedingungen ändern sich. Bestätigen Sie Preis, Stufen und Verkaufsstellen in Luxor, statt sich auf einen älteren Blogbeitrag zu verlassen, und prüfen Sie, ob er überhaupt noch ausgegeben wird.

Tal der Könige, Tal der Königinnen oder die Gräber der Beamten?

Wenn nur ein Tal in Ihre Reise passt, gehen Sie zu den Königen. Hier stehen die langen, tiefen, in Relief gearbeiteten Königsgräber mit Pfeilerhallen und Sternendecken. Das Tal der Königinnen hat kleinere, verputzte und flach bemalte Gräber königlicher Gemahlinnen und Kinder, meist aus der Ramessidenzeit, und gewinnt den Vergleich nur mit einem Ticket für Nefertari in der Hand.

Die dritte Möglichkeit übersehen die meisten, und sie ist oft die beste Ergänzung. Die Gräber der Beamten am Westufer — Sennefer, Nacht und Menna gehören zu den bekanntesten, dazu Sennedjem in Deir el-Medina — sind mit Alltagsleben bemalt: Ernte, Gastmähler, Vogeljagd im Sumpf, Fische und Vögel. Mehrere von ihnen sind besser erhalten als die üblicherweise geöffneten Gräber im Tal der Königinnen, die Tickets sind günstiger, und die Themen sind zugänglicher als die Jenseitsbücher der Könige.

Eine brauchbare Kombination für einen ganzen Westufer-Vormittag sieht deshalb so aus: die Könige bei Öffnung, Hatschepsut als zweites, danach je nach Kraft entweder ein Beamtengrab mit Deir el-Medina oder Medinet Habu für den Schatten. Das Tal der Königinnen schieben Sie dazwischen, wenn Sie ohnehin vorbeikommen, und Sie bauen den Tag nur dann darum herum, wenn Nefertari das Ziel ist.

Was Sie mitnehmen sollten

Wasser für jede Person und mehr, als Ihnen im Hotel vernünftig erscheint, eine Kopfbedeckung, Sonnenschutz und Schuhe, die auf staubigen Stufen greifen. Dazu kleine Scheine: für die Toiletten, für die Elektrobahn und für den Fall, dass Sie das Angebot eines Grabwächters annehmen. Eine kleine Taschenlampe ist erlaubt und hilft an den dunklen Stellen, Blitzlicht dagegen nicht.

Was Sie nicht brauchen: Stativ, große Kameratasche und ein volles Programm. Es gibt auf dem Gelände nichts Vernünftiges zu essen, planen Sie das Frühstück also vor der Abfahrt oder nehmen Sie etwas mit. Und lassen Sie sich Zeitpuffer: Wer den Vormittag auf die Minute plant, verliert im Tal genau die halbe Stunde, für die er so früh aufgestanden ist.

Die häufigsten Fehler

Der erste und teuerste ist, spät zu kommen. Am späten Vormittag sind die Gräber heiß, der Weg vom Besucherzentrum ist eine Zumutung, und das flache Licht, das über das Relief streift, ist weg. Keine andere einzelne Entscheidung verbessert einen Besuch so sehr wie die, am Tor zu stehen, wenn geöffnet wird.

Der zweite ist, Schätze zu erwarten. Gold und Grabbeigaben haben das Tal vor langer Zeit verlassen; was bleibt, sind Architektur und beschriftete Wände, und das belohnt Leser mehr als Schatzsucher. Der dritte ist, die drei Wahlen an berühmte Namen zu verschenken, ohne nach dem Zustand zu fragen — das am besten erhaltene Grab des Tages gehört oft einem König, von dem Sie nie gehört haben. Fragen Sie am Schalter, was an diesem Morgen in gutem Zustand ist, setzen Sie Ihre Wahlen dort ein und nehmen Sie ein kostenpflichtiges Grab nur dann dazu, wenn eine bestimmte Wand oder Decke der Grund Ihres Besuchs ist.

Häufige Fragen

Wo sind die Mumien und die Tutanchamun-Schätze heute?+

Fast alle Königsmumien sind ins Nationalmuseum der Ägyptischen Zivilisation in Kairo umgezogen, und Tutanchamuns Grabbeigaben stehen im Großen Ägyptischen Museum bei Gizeh. Seine eigene Mumie bleibt in KV62. Die Gräber in Luxor sind also Architektur und Wandmalerei; die Objekte liegen eine Tagesreise weiter nördlich.

Muss man Tickets vorher buchen?+

Nein. Alles wird am Tag vor Ort verkauft, und ausverkauft ist nie. Das Risiko ist nicht die Verfügbarkeit, sondern die Schließung: Einzelne Gräber werden ohne Vorankündigung für Konservierungsarbeiten geschlossen, manchmal monatelang. Wenn ein bestimmtes Grab der Grund für Ihren Besuch ist, prüfen Sie ein paar Tage vorher den Stand.

Wie anstrengend ist es bei eingeschränkter Beweglichkeit oder Platzangst?+

Anstrengender als die meisten Stätten. Der Boden ist uneben, und jedes Grab bedeutet eine abschüssige Rampe oder Stufen hinunter und denselben Weg wieder hinauf. Ramses IV. ist kurz und fast eben und deshalb die übliche Wahl. Sethos I. ist ein langer, steiler Abstieg. Die Gänge sind breit, aber ohne Luftzug, was manche mehr stört als die Tiefe.

Wie lange dauert die Fahrt von Luxor?+

Etwa 30 bis 45 Minuten mit dem Auto von den Hotels am Ostufer, über die Brücke südlich der Stadt. Die Personenfähre plus Taxi auf der anderen Seite ist billiger und dauert länger. Fast alle fahren mit Auto und Fahrer, weil die Stätten am Westufer weit auseinanderliegen und es dazwischen keinen brauchbaren öffentlichen Verkehr gibt.

Welches Grab soll ich wählen, wenn nur Standardgräber offen sind?+

Ramses III. (KV11), falls er auf der Tagesliste steht: lang, reich bemalt und das lohnendste der Gräber, die das allgemeine Ticket abdeckt. Sonst sind Ramses IX. (KV6) und Merenptah (KV8) beide eine Wahl wert. Ramses IV. (KV2) ist die Rückfalloption für alle, die ein kurzes, fast ebenes Grab einem tiefen Abstieg vorziehen. Fragen Sie am Schalter, welche Ihrer Möglichkeiten an diesem Tag am besten erhalten sind — der Zustand schwankt stärker als die Berühmtheit.

Ist das Tal der Könige etwas für Kinder?+

In den kühlen Monaten und in kurzen Etappen ja, aber mit angepassten Erwartungen. Die Gräber sind dunkle Korridore voller religiöser Texte und kein Museum mit Objekten, und kleine Kinder verlieren dort schnell das Interesse. Die eigentlichen Grenzen sind Hitze, Stufen und Staub. Nehmen Sie Wasser mit, gehen Sie früh und planen Sie zwei Gräber statt eines ganzen Vormittags unter der Erde.

Kann man das Tal auf eigene Faust besuchen?+

Ja. Eine Führung ist nicht vorgeschrieben, und die Tickets verkauft der Schalter an jeden. Schwierig ist nicht der Eintritt, sondern die Fortbewegung: Die Stätten am Westufer liegen weit auseinander, und Busse bedienen sie nicht brauchbar. Die meisten Individualreisenden nehmen deshalb für den Vormittag Auto und Fahrer und kaufen ihre Tickets selbst — das hält die Kosten unten und löst die Logistik.

Wie unterscheidet sich das Tal der Könige vom Tal der Königinnen?+

Im Tal der Könige liegen lange, tiefe, in Relief gearbeitete Pharaonengräber; im Tal der Königinnen kleinere, verputzte und bemalte Gräber königlicher Gemahlinnen und Kinder. Passt nur ein Tal in die Reise, gehen Sie zu den Königen. Die Königinnen sind der bessere Besuch nur mit einem Ticket für Nefertari, deren bemalte Wände die schönsten am Westufer sind — und entsprechend teuer.

Offizielle Quellen

Einreisebestimmungen, Öffnungszeiten, Sicherheitshinweise und Wechselkurse ändern sich. Prüfen Sie sie an der Quelle, nicht hier.

Geschrieben und geprüft von die Redaktion von Ägypten Guide · Zuletzt geprüft am . Einreisebestimmungen, Preise und Öffnungszeiten ändern sich — prüfen Sie alles Entscheidende bei den auf dieser Seite verlinkten offiziellen Stellen nach.

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