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Visum für Ägypten und seine Kosten: warum hier keine Zahl steht

Einreisebestimmungen

Visum für Ägypten und seine Kosten: warum hier keine Zahl steht

Was ein Visum für Ägypten kostet, steht auf dieser Seite bewusst nicht als Zahl. Die Gebühr ändert sich, sie hängt von Ihrer Staatsangehörigkeit ab, und eine veraltete Zahl an dieser Stelle kann Sie im schlechtesten Fall einen Flug kosten. Was diese Seite stattdessen tut: Sie sagt Ihnen, wo die aktuelle Gebühr veröffentlicht wird, welche drei Wege es überhaupt gibt und welche Kosten rund um das Visum entstehen, an die niemand denkt.

Warum wir die Kosten für das Visum nicht beziffern

Es gibt zwei Sorten Zahlen auf einer Reiseseite. Die eine ändert sich langsam genug, dass eine Angabe hilft. Die andere ändert sich, wann sie will, und eine Angabe wird dann von einer Hilfe zu einem Risiko. Visumgebühren und Bearbeitungszeiten gehören zur zweiten Sorte: Sie werden von einer Behörde festgesetzt, sie hängen von der Staatsangehörigkeit ab, und sie kündigen sich nicht an.

Der Schaden ist auch nicht theoretisch. Wer mit einer Zahl aus einem Reiseblog an den Bankschalter in der Ankunftshalle tritt und zu wenig Bargeld dabeihat, steht nach einem langen Flug in einer Halle mit einem Problem, das sich schlecht lösen lässt. Deshalb nennen unsere Seiten zum Ägypten Visum und zur Einreise nach Ägypten ebenfalls keine Gebühren, und diese Seite bricht damit nicht.

Eine kurze ehrliche Seite ist an dieser Stelle mehr wert als eine ausführliche falsche. Was wir Ihnen geben können, ist die verlässliche Quelle und alles drumherum, was tatsächlich Geld kostet.

Dazu kommt ein Zeitproblem, das keine Reiseseite löst. Diese Seite wurde an einem Tag geschrieben, und Sie lesen sie an einem anderen. Was sich langsam ändert, steht hier: die Wege ins Land, die richtige Reihenfolge, die wiederkehrenden Fehler und die Nebenkosten. Was sich schnell ändert, steht bei den Behörden, und dort ändert es sich, ohne dass wir davon erfahren.

Am Ende ist es eine Rechnung aus Aufwand und Schaden, und sie fällt jedes Mal gleich aus. Wenn wir Sie zur zuständigen Stelle schicken, kostet Sie das zehn Minuten auf einer amtlichen Website. Wenn wir uns irren, kostet es Sie im schlechtesten Fall den Flug, für den Sie bereits bezahlt haben, und die erste Nacht der Reise dazu. Zehn Minuten gegen einen Flug ist keine schwierige Entscheidung.

Wovon die Höhe der Gebühr überhaupt abhängt

Der erste Faktor ist Ihre Staatsangehörigkeit, und deshalb gibt es die eine Zahl gar nicht, nach der die meisten suchen. Nicht jeder Weg steht jedem Pass offen: Manche Staatsangehörigkeiten müssen vorab beantragen, manche brauchen zuerst eine Freigabe über eine ägyptische Botschaft. Eine Angabe, die für einen deutschen Pass stimmt, kann für einen anderen Pass in derselben Reisegruppe falsch sein.

Der zweite Faktor ist die Art der Erlaubnis. Eine Genehmigung für eine einmalige Einreise und eine für mehrfache Einreisen sind nicht dasselbe Produkt, und die Entscheidung darüber trifft Ihre Route und nicht Ihr Budget. Wer Ägypten zwischendurch verlässt und zurückkommt, reist ein zweites Mal ein, und ein Visum für eine einzige Einreise trägt das nicht.

Der dritte Faktor ist die Anzahl der Personen, und er wird unterschätzt, weil er so banal ist. An der Kontrolle ist jedes Kind eine eigene Person mit eigenem Reisedokument und eigener Einreiseerlaubnis. Für eine vierköpfige Familie ist die Gebühr also ein Posten mal vier, und jeder dieser vier Anträge will genauso sorgfältig ausgefüllt werden wie Ihr eigener.

Der vierte Faktor ist der Weg. Ob sich E-Visum, Visum bei der Ankunft und der Kauf über einen Veranstalter im Preis unterscheiden, steht im offiziellen Portal und nicht bei uns. Was sich unabhängig von jeder Gebühr unterscheidet, ist der Aufwand: Vorlauf, Schlangen, Bargeld und die Frage, wem Sie Ihren Pass in die Hand geben. Genau darum geht es im übernächsten Abschnitt.

Wo die aktuelle Gebühr veröffentlicht wird

Verbindlich ist das offizielle Portal der ägyptischen Regierung unter visa2egypt.gov.eg. Es ist die amtliche Antragsseite, und Voraussetzungen und Gebühren ändern sich zuerst dort. Prüfen Sie dort Ihre Staatsangehörigkeit, bevor Sie irgendetwas Unstornierbares buchen.

Alles, was das Portal offenlässt, klären die Reise- und Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amts. Sie werden laufend aktualisiert und sind nach Regionen gegliedert, und die meisten deutschen Reiseversicherungen richten sich danach. Für Reisende aus der Schweiz und aus Österreich gelten die Hinweise des EDA beziehungsweise des BMEIA, deren Einschätzungen sich nicht immer decken.

Ein Hinweis, der bei der Kostenfrage besonders zählt: In den Suchergebnissen steht ein Ring nachgebauter Seiten um das echte Portal herum, manche mit amtlich wirkenden Siegeln und behördenähnlichen Namen. Sie reichen tatsächlich echte Anträge ein, verlangen aber zusätzlich eine eigene Bearbeitungsgebühr und behalten eine Kopie Ihres Passscans. Schneller ist keine davon. Wenn Sie das Formular nicht über eine Regierungsdomain erreicht haben, die auf .gov.eg endet, schließen Sie den Tab und fangen Sie neu an.

Tippen Sie die Adresse deshalb selbst ein, statt auf ein Suchergebnis zu klicken. Die oberen Plätze sind an dieser Stelle regelmäßig gekaufte Anzeigen, und die Seiten dahinter sind genau die, die neben der amtlichen Gebühr noch eine eigene verlangen. Ein Lesezeichen auf die richtige Adresse ist der billigste Schutz, den es in dieser ganzen Angelegenheit gibt.

Es gibt eine dritte Stelle, die viele vergessen und die praktisch zuerst entscheidet: Ihre Fluggesellschaft. Sie trägt die Folgen, wenn sie jemanden ohne akzeptiertes Dokument befördert, und prüft deshalb im Zweifel restriktiv. Alles, was von der Standardkonstellation abweicht, lassen Sie sich dort schriftlich bestätigen. Eine telefonische Zusage hilft Ihnen am Schalter nicht.

Was die nachgebauten Antragsseiten tatsächlich kosten

Sie sind nicht alle Betrug im engeren Sinn, und das macht sie so wirksam. Viele reichen tatsächlich echte Anträge ein. Sie verlangen dafür aber zusätzlich eine eigene Bearbeitungsgebühr, die mit der amtlichen Gebühr nichts zu tun hat und die niemand von Ihnen verlangen müsste. Wer zwei Gebühren zahlt, statt einer, hat den Preis dieser Seite bereits bezahlt, bevor er überhaupt in Ägypten gelandet ist.

Der zweite Preis steht in keiner Währung. Diese Seiten behalten eine Kopie Ihres Passscans, also genau des Dokuments, das Sie sonst niemandem ungefragt überlassen würden. Schneller ist dafür keine davon: Sie tippen dieselben Angaben in dasselbe amtliche System, nur mit einem Zwischenhändler und einer zusätzlichen Rechnung.

Ihr wirksamster Schutz ist Ihr eigener Kalender, nicht Ihr Misstrauen. Zeitdruck ist das Werkzeug dieser Seiten: Wer drei Tage vor dem Abflug sucht, klickt auf das Versprechen einer Expressbearbeitung und liest nicht mehr, welche Domain er vor sich hat. Wer den Antrag am Tag der Flugbuchung stellt, hat diese Eile nicht und trifft die Entscheidung in Ruhe.

Die Prüfregel ist kurz und funktioniert ohne Fachwissen: Endet die Domain nicht auf .gov.eg, schließen Sie den Tab. Amtlich wirkende Siegel, behördenähnliche Namen und ein professionelles Layout sind kein Gegenbeweis, sondern genau das, was eine nachgebaute Seite von einer erkennbar unseriösen unterscheidet.

Die drei Wege, und was jeder davon kostet, das nicht Geld ist

Weg eins ist das E-Visum: beantragt vor dem Flug im Portal der ägyptischen Regierung, mit hochgeladener Passbildseite und Genehmigung per E-Mail. Es kostet Vorlauf und spart am Ende eines langen Fluges eine Schlange.

Weg zwei ist das Visum bei der Ankunft, bar gekauft an einem Bankschalter in der Ankunftshalle vor der Passkontrolle. Der Preis dieses Weges ist Zeit: Sie stehen zweimal an, einmal bei der Bank und einmal bei der Passkontrolle, und die zweite Schlange interessiert sich nicht dafür, dass Sie die erste schon hinter sich haben. Bei einer Nachtlandung mit müden Kindern ist das ein schlechtes Geschäft.

Weg drei ist ein Veranstalter vor Ort, der diesen Schalter für eine Gruppe übernimmt. Es ist dasselbe Visum, nur von jemand anderem für Sie gekauft, und es ist kein Weg an einer Regel vorbei: Wenn Ihre Staatsangehörigkeit das Visum bei der Ankunft nicht nutzen darf, ändert daran kein Veranstalter etwas. Nicht jeder Weg steht jedem Pass offen, und das steht im Portal und nicht bei uns.

Was am Schalter konkret passiert, erklärt den Zeitaufwand besser als jede Beschreibung: Die Schalter werden von Banken betrieben, nicht von der Behörde. Sie kaufen eine Marke, kleben sie in den Pass und stellen sich damit erst in die Schlange zur Passkontrolle. Das Visum bei der Ankunft verdient seinen Platz trotzdem, und zwar dann, wenn spät gebucht wurde oder sich kurzfristig ein Anschluss geändert hat.

Beim Veranstalterweg gehört ein Punkt dazu, der selten genannt wird: Er bedeutet, den Pass in einer vollen Ankunftshalle jemandem in die Hand zu geben, und das möchte nicht jeder. Am besten funktioniert er, wenn eine Gruppe gemeinsam mit einem Flug landet. Ob er überhaupt angeboten wird, hängt vom Flughafen und von der Uhrzeit ab, und eine Zusage dafür gehört vor die Buchung und nicht in die Ankunftshalle.

Die Kosten, die nicht die Visumgebühr sind

Erstens das Bargeld. Wer das Visum am Schalter kauft, braucht Bargeld in einer Währung, die der Schalter annimmt. Kartenterminals gibt es, und sie fallen oft genug aus, dass eine Landung mit nichts als einer Bankkarte an einem schlechten Tag ein echtes Risiko ist. Diese Reserve gehört eingeplant, egal was die Gebühr am Ende beträgt.

Zweitens der Reisepass. Fluggesellschaften wenden beim Check-in eine Gültigkeitsregel an, üblicherweise sechs Monate über die Einreise hinaus, und sie rechnen mit dem Datum, das im Pass steht. Ein knapper Pass wird damit zum verpassten Flug an Ihrem eigenen Abflughafen, und eine Verlängerung dauert in Stoßzeiten länger, als man denkt. Auch freie Seiten und der Zustand des Passes zählen: eine wellige Datenseite oder eine eingerissene Folie kann zur Zurückweisung führen.

Drittens das Überziehen. Der Einreisestempel gewährt einen festen Zeitraum, und wer darüber hinaus bleibt, zahlt bei der Ausreise eine Strafe und führt ein langes Gespräch. Zählen Sie ab dem Stempel und nicht ab Ihrer Flugbuchung. Viertens die Wiedereinreise: Ein Abstecher nach Jordanien heißt, Ägypten zu verlassen und zurückzukommen, und ein Visum für eine einmalige Einreise trägt das nicht. Das will vor dem Abflug geregelt sein, nicht an der Grenze.

Fünftens ein Posten, der gar keiner sein müsste: die zusätzliche Bearbeitungsgebühr der nachgebauten Antragsseiten. Sie ist der einzige Kostenpunkt auf dieser ganzen Seite, den Sie vollständig vermeiden können, und zwar mit einem Blick in die Adresszeile.

Das Bargeld am Schalter: Währung, Stückelung, Zustand

Ägyptische Pfund vorab zu kaufen, ist keine Lösung. Das Pfund ist in der Praxis eine geschlossene Währung: Banken und Wechselstuben außerhalb Ägyptens führen es selten, und wo doch, ist die Spanne unverschämt. Sie nehmen also harte Währung mit und wechseln nach der Landung. Für den Visumschalter heißt das: Bargeld in einer Währung, die er annimmt, und nicht die Hoffnung auf ein Kartenterminal.

Euro sind für deutsche Reisende die naheliegende Wahl und werden in Kairo, Luxor, Assuan und an der Küste problemlos gewechselt. US-Dollar sind die am weitesten anerkannte Währung und die, die auch eine kleine Wechselstube in einer Provinzstadt am ehesten nimmt. Welche Währung der Schalter in der Ankunftshalle nimmt, ist eine Frage der Bank dahinter, und es ist eine der wenigen Fragen, bei denen eine Reserve in zwei Währungen die einfachste Antwort ist.

Der Zustand der Scheine zählt mehr, als die meisten erwarten. Banken und Wechselstuben lehnen ausländische Noten ab, die eingerissen, beschriftet, fleckig oder stark geknickt sind, und ältere US-Dollar-Serien werden oft rundheraus abgelehnt oder nur mit Abschlag genommen. Lassen Sie sich beim Geldwechsel zu Hause neue, saubere Scheine geben. Das ist ein Schritt von fünf Minuten, der in der Ankunftshalle eine unlösbare Situation verhindert.

Geldautomaten sind an dieser Stelle keine Reserve, und der Grund ist räumlich: Der Automat steht meist hinter der Passkontrolle, der Visumschalter davor. Für die Gebühr nützt er Ihnen also nichts. Dazu kommt, dass Automaten leerlaufen, besonders rund um lange Feiertage, und dass Auszahlungslimits niedriger sind, als Ihnen lieb wäre.

Es gibt außerdem gesetzliche Obergrenzen dafür, wie viel Bargeld Sie ein- und ausführen dürfen. Sie werden von der Zentralbank festgelegt und gelegentlich geändert, weshalb an dieser Stelle bewusst keine Zahl steht. Für die übliche Reisekasse ist das kein Thema; wer größere Summen bewegen will, prüft den aktuellen Betrag vorher.

Die Gebühr im Verhältnis zum Rest der Reise

Die Visumgebühr ist ein einmaliger Posten pro Person, und sie ist der kleinste der großen Posten. Flüge und das Landpaket bestimmen, was eine Ägyptenreise kostet; das Visum entscheidet darüber, ob Sie überhaupt einsteigen dürfen. Das ist ein guter Grund, dem Antrag Sorgfalt zu widmen, und ein schlechter, Wochen mit der Suche nach der exakten Zahl zu verbringen.

Rechnen Sie die Reise in der Währung, in der Sie tatsächlich buchen, also in aller Regel in Euro. Weil sich das Pfund in den letzten Jahren stark bewegt hat, kalkulieren Veranstalter in Euro oder Dollar und halten diese Zahl, und Hotels und Schiffe setzen ihre internen Raten genauso. Ein Angebot, das lange im Voraus in ägyptischen Pfund gemacht wird, ist deshalb eine Schätzung und kein Festpreis.

Fragen Sie vor der Buchung, in welcher Währung der Vertrag läuft und ob die Restzahlung in derselben Währung fällig ist. Viele ägyptische Veranstalter nehmen eine Anzahlung per Überweisung oder Karte und den Rest bei der Ankunft in bar oder per Karte im Büro. Kartenzahlung ist dabei häufig mit einem Aufschlag belegt, fragen Sie also vorher danach. Den Restbetrag in bar zu zahlen ist in Ägypten normal und für sich genommen kein Warnzeichen, aber lassen Sie sich schriftlich bestätigen, was enthalten ist, bevor Sie etwas überweisen.

Praktisch hat Ihre Reisekasse damit zwei Teile: harte Währung für die großen, vorher bekannten Posten, zu denen der Visumschalter gehört, und ägyptische Pfund für den Alltag im Land. Wer das so trennt, muss die Visumgebühr nicht auf den Euro genau kennen, sondern nur eine saubere Reserve dabeihaben, die auch dann reicht, wenn sich die Zahl seit Ihrer letzten Recherche geändert hat.

Familien und Gruppen: wer einzeln zahlt und wer einzeln ansteht

Der Ausgangspunkt ist unspektakulär und wird trotzdem regelmäßig übersehen: Jedes Kind ist an der Kontrolle eine eigene Person. Es braucht ein eigenes Reisedokument und eine eigene Einreiseerlaubnis, und der Antrag dafür wird genauso sorgfältig ausgefüllt wie der eigene, mit dem vollständigen Namen genau so, wie er im Dokument steht.

Für das Budget heißt das schlicht: Die Gebühr ist ein Posten pro Kopf. Für den Ankunftstag heißt es etwas anderes, und das wiegt schwerer. Mit müden Kindern nach einer Nachtlandung zweimal anzustehen, einmal bei der Bank und einmal bei der Passkontrolle, ist die schlechteste aller Varianten. Familien sind die Gruppe, für die das E-Visum am deutlichsten die bessere Wahl ist, unabhängig davon, wie die Gebühren zueinander stehen.

Ob ein bestimmtes Kinderdokument akzeptiert wird und welche Nachweise verlangt werden, wenn ein Kind nur mit einem Elternteil oder in Begleitung anderer Erwachsener reist, ist eine Frage der Behörden und nicht unsere. Wir beantworten sie aus demselben Grund nicht wie die Gebührenfrage: Eine Rückfrage beim Auswärtigen Amt kostet Sie zehn Minuten, eine falsche Auskunft von uns kostet Sie den Flug. Aus Österreich gilt das BMEIA, aus der Schweiz das EDA.

Drei kleine Dinge machen eine Familienankunft spürbar leichter, und sie kosten zusammen nichts: alle Genehmigungen vorab beantragt, alle Ausdrucke in einer Hülle beisammen, die Adresse der ersten Nacht auf Papier. Nach der Adresse wird an der Passkontrolle manchmal gefragt, und ein leeres Handy ist an dieser Stelle ein echtes Problem.

Der Sinai-Stempel ist kostenlos und trotzdem selten die Antwort

Wer in Sharm el-Sheikh oder Taba ankommt und im Süden des Sinai bleiben will, bekommt unter Umständen einen kostenlosen Einreisestempel statt eines Visums. Das klingt nach der günstigsten Lösung und ist es in genau einem Fall auch: wenn Ihre ganze Reise in diesem Streifen bleibt.

Er ist kein Visum. Er erlaubt einen kurzen Aufenthalt in einem festgelegten Teil des Südsinai und nichts darüber hinaus. Kairo, Luxor, Assuan und die Küste des Roten Meeres um Hurghada liegen alle weit außerhalb, ebenso alles am Nil. Für Taucher wichtig: Ras Mohammed ist von diesem Stempel nicht abgedeckt, obwohl es von Sharm aus der naheliegendste Bootstag ist.

Abgedeckt ist der Küstenabschnitt von Taba über Nuweiba und Dahab bis Sharm el-Sheikh samt der Straße zum Katharinenkloster. Das ist ein schmales Gebiet, und die erlaubte Aufenthaltsdauer ist kurz. Wer dort eine Tauchwoche verbringt und sonst nichts vorhat, spart mit dem Stempel tatsächlich eine Gebühr; wer auch nur einen Ausflug außerhalb erwägt, spart nichts und riskiert einen verlorenen Tag.

Durchgesetzt wird die Grenze an Straßenkontrollpunkten beim Verlassen des Gebiets und nicht am Flughafen. Der Fehler zeigt sich also mitten in einem Tagesausflug, und dann sitzen Sie mit einem Fahrer im Wagen, der umdrehen muss. Verschiedene Quellen beschreiben das erlaubte Gebiet unterschiedlich, was allein schon Grund zur Vorsicht ist. Wenn irgendein Teil der Reise diesen Streifen verlassen könnte, beantragen Sie das reguläre Visum und denken Sie nicht weiter darüber nach.

Zwei Abgrenzungen zum Schluss, weil sie regelmäßig durcheinandergehen. Der Stempel betrifft die Erlaubnis und nicht das Dokument: An den Anforderungen an Ihren Reisepass ändert er nichts. Und eine Ankunft auf dem Sinai macht aus einer Reise, die später nach Kairo oder Luxor führt, keinen Sinai-Fall. Entscheidend ist, wohin Sie im Land wollen, nicht, wo das Flugzeug aufsetzt.

Über Land oder per Fähre: zweimal einreisen kostet zweimal

Die allermeisten Reisenden kommen mit dem Flugzeug, und der Rest dieser Seite geht davon aus. Wer über eine Landgrenze oder per Fähre kommt, hat einen anderen Fall vor sich, und das betrifft vor allem Reisen, die Ägypten mit Jordanien verbinden. Die Regeln, Öffnungszeiten und Abläufe an solchen Übergängen ändern sich mit der Lage, weshalb sie kurz vor der Abreise geprüft gehören und nicht Monate im Voraus.

Der Landweg zwischen dem Südsinai und Jordanien führt über Taba, dann durch Eilat in Israel und bei Wadi Araba nahe Aqaba nach Jordanien. Das sind zwei Grenzen an einem Tag, mit Aus- und Einreisegebühren, unkalkulierbaren Wartezeiten und einem israelischen Einreisevermerk, der die Weiterreise in manche Länder erschweren kann. Sinnvoll ist dieser Weg nur, wenn Sie ohnehin auf dem südlichen Sinai sind.

Die Fähre zwischen Nuweiba und Aqaba umgeht Israel, kostet dafür aber ihre eigene Geduld: Die Abfahrtszeiten verschieben sich, und eine Überfahrt kann einen ganzen Tag schlucken. Ein verlorener Reisetag ist in einer knapp geplanten Rundreise teurer als jede Gebühr, die an diesem Tag anfällt.

Für die Kostenfrage zählt bei beiden Varianten derselbe Punkt: Wer Ägypten verlässt und zurückkommt, reist ein zweites Mal ein, und ein Visum für eine einzige Einreise trägt das nicht. Sie brauchen dann eine Erlaubnis für mehrfache Einreisen oder einen zweiten Antrag, und beides gehört vor den Abflug und nicht an die Grenze.

Der teuerste Posten ist selten die Gebühr, sondern das Überziehen

Bei der Ankunft stempelt der Beamte ein Einreisedatum, und dieser Stempel, nicht das E-Visum, macht den Aufenthalt rechtmäßig. Er gewährt einen festen Zeitraum. Lesen Sie, was er tatsächlich sagt, statt anzunehmen, was Sie erwartet haben, und zählen Sie ab dem Stempel und nicht ab Ihrer Flugbuchung.

Wer über die Frist hinaus bleibt, zahlt bei der Ausreise eine Strafe und führt ein langsames Gespräch an einem Tag, an dem ein Flug wartet. Das ist der denkbar schlechteste Moment dafür: Niemand am Schalter hat ein Interesse daran, schnell zu sein, und alles, was sich noch im Land hätte regeln lassen, lässt sich dort nicht mehr regeln. Wenn Krankheit oder ein Streik Sie über das Datum schiebt, klären Sie das im Land, bevor Sie zum Flughafen fahren.

Fotografieren Sie den Stempel, sobald Sie aus der Halle heraus sind. Das dauert zehn Sekunden und gibt Ihnen für den Rest der Reise eine lesbare Antwort auf die Frage, ab wann gezählt wird. Hilfreich ist das bei einer Umbuchung, bei einer Verlängerung des Aufenthalts und in jedem Gespräch, in dem jemand anderes eine andere Zahl im Kopf hat als Sie.

Planen Sie für die Abreise außerdem mehr Zeit ein als für einen innereuropäischen Flug. Sicherheitskontrollen am Eingang des Terminals, eine zweite Kontrolle vor dem Check-in und volle Hallen zu den üblichen Abflugwellen sind normal. Wer knapp kalkuliert, verliert diese Reserve an einer Stelle, die er nicht beeinflussen kann, und zwar genau an dem Tag, an dem die Papiere noch einmal geprüft werden.

Wenn sich nach dem Antrag etwas ändert

Ein verschobenes Datum ist meist harmlos: Die Genehmigung gilt für eine Einreise innerhalb eines Zeitraums und nicht an einem bestimmten Tag. Lesen Sie diesen Zeitraum auf Ihrer eigenen Genehmigung nach, statt ihn anzunehmen. Für die Kosten ändert sich in diesem Fall in aller Regel nichts.

Ein anderer Ankunftsflughafen wiegt schwerer. Eine Ankunft auf dem Sinai und eine Ankunft auf dem Festland sind an der Kontrolle nicht derselbe Fall, und eine Reise, die jetzt in Kairo beginnt, braucht das reguläre Visum. Wer von Sharm el-Sheikh auf Kairo oder Hurghada umbucht, verlässt damit den einzigen Fall, in dem der kostenlose Stempel überhaupt in Frage kam.

Der Fall, in dem die Gebühr tatsächlich ein zweites Mal anfällt, ist der neue Pass. Eine Genehmigung hängt an der Passnummer, und mit der alten Nummer wird sie wertlos, auch dann, wenn der alte Pass noch in der Schublade liegt. Ein neuer Pass heißt ein neuer Antrag auf die neue Nummer. Genau deshalb gilt: erst der Pass, dann die Erlaubnis.

Wird die Reise ganz abgesagt, verfällt eine ungenutzte Genehmigung, und es gibt nichts zurückzugeben. Das ist kein Argument gegen den frühen Antrag, sondern eines für die richtige Reihenfolge. Prüfen Sie zuerst das Dokument, buchen Sie dann die Flüge, und beantragen Sie die Erlaubnis, wenn die Reise steht.

Wann Sie beantragen sollten

Der praktische Rat, der eine Zahl ersetzt: Beantragen Sie die Erlaubnis, wenn Sie die Flüge buchen, und nicht am Abend vor dem Packen. Dann bleibt Zeit, wenn eine Rückfrage kommt oder ein Foto abgelehnt wird, und Sie zahlen nicht mit Nerven, was Sie an Vorlauf gespart haben.

Antworten Sie im Formular genau so, wie es im Pass steht: kein abgekürzter Vorname, kein weggelassener zweiter Vorname, kein Raten bei einem undeutlichen Zeichen in der Passnummer. Ein Name, der nicht exakt dem Pass entspricht, ist einer der wiederkehrenden Gründe für Ärger. Ebenso ein zwischen Antrag und Abflug erneuerter Pass, denn die Genehmigung hängt dann an einer alten Nummer, und es braucht einen neuen Antrag.

Drucken Sie die Genehmigung aus. Handys gehen leer, das WLAN am Flughafen ist unzuverlässig, und Personal Ihrer Fluggesellschaft fragt manchmal danach, bevor Sie irgendeinen ägyptischen Beamten sehen. Das kostet nichts und nimmt Ihnen im schlechtesten Moment eine ganze Kategorie von Problemen ab.

Halten Sie dabei die Reihenfolge ein: erst der Pass, dann die Erlaubnis. Wer zuerst die Erlaubnis beantragt und danach den Pass verlängert, hat eine Genehmigung auf eine Nummer, die es bald nicht mehr gibt, und darf den Antrag ein zweites Mal stellen. Nehmen Sie das Dokument am Tag der Flugsuche in die Hand und prüfen Sie Gültigkeit, freie Seiten und Zustand in einem Aufwasch.

Zwischen Buchung und Abflug liegen bei den meisten Ägyptenreisen mehrere Monate. Nutzen Sie diesen Abstand für die drei Dinge, die sich nur früh erledigen lassen: das Reisedokument, die Einreiseerlaubnis und, falls Sie von der Standardkonstellation abweichen, die schriftliche Bestätigung Ihrer Fluggesellschaft. Alles Übrige an dieser Seite lässt sich auch noch in der Woche vor dem Abflug lesen.

Was Sie aufheben sollten, bis die Reise abgerechnet ist

Drei Dinge gehören nach der Reise nicht in den Papierkorb: der Ausdruck der Genehmigung, das Foto des Einreisestempels und die Belege eines eventuellen Visumkaufs am Schalter. Für eine Versicherung, eine Erstattung oder eine spätere Rückfrage ist das der Unterschied zwischen einer Behauptung und einem Nachweis.

Zwei Kopien kosten nichts und lohnen sich vorher: ein Foto der Passdatenseite und eine Kopie der Genehmigung, beides zusätzlich an sich selbst per E-Mail geschickt. Wenn ein Dokument unterwegs verloren geht, ist der Unterschied zwischen einer Kopie und keiner Kopie der Unterschied zwischen einem Termin bei der Botschaft und einem sehr langen Tag.

Was Sie dagegen nicht brauchen, ist ein Ordner mit allem. Je mehr Papier Sie in der Schlange sortieren, desto länger dauert es und desto größer ist die Chance, dass etwas liegen bleibt. Eine dünne Hülle mit Pass, Ausdruck, der Adresse der ersten Nacht und dem Bargeld für den Schalter ist die bessere Lösung als ein Bündel im Rucksack unter der Wasserflasche.

Wer verbindlich Auskunft gibt

Für die Gebühr und die Erlaubnis: das offizielle Portal visa2egypt.gov.eg. Es ist die amtliche Antragsseite, und Voraussetzungen und Gebühren ändern sich zuerst dort. Prüfen Sie Ihre eigene Staatsangehörigkeit und nicht die eines Reiseberichts, den Sie gelesen haben.

Für alles, was das Portal offenlässt: die Reise- und Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amts. Sie werden laufend aktualisiert, sind nach Regionen gegliedert, und die meisten deutschen Reiseversicherungen richten sich danach. Aus Österreich gilt das BMEIA, aus der Schweiz das EDA, und die drei schreiben nicht immer dasselbe.

Für die Frage, ob Sie überhaupt einsteigen dürfen: Ihre Fluggesellschaft, schriftlich. Sie prüft beim Check-in an Ihrem eigenen Abflughafen, sie trägt die Folgen einer falschen Entscheidung selbst, und deshalb prüft sie im Zweifel restriktiv.

Und zum Schluss noch einmal der Satz, um den sich diese ganze Seite dreht: Wir nennen absichtlich keine Gebühr und keine Bearbeitungszeit. Beides ändert sich, beides hängt von der Staatsangehörigkeit ab, und eine veraltete Zahl an dieser Stelle kostet Sie im Zweifel einen Flug. Der praktische Rat, der die Zahl ersetzt, bleibt derselbe: Beantragen Sie die Erlaubnis, wenn Sie die Flüge buchen, und bringen Sie eine Bargeldreserve mit, die auch dann reicht, wenn sich die Zahl seit Ihrer letzten Recherche geändert hat.

Häufige Fragen

Was kostet ein Visum für Ägypten?+

Diese Seite nennt bewusst keine Zahl. Die Gebühr ändert sich und hängt von der Staatsangehörigkeit ab, und eine veraltete Angabe hier kann Sie einen Flug kosten. Aktuell und verbindlich ist die Gebühr im offiziellen Portal visa2egypt.gov.eg, geprüft für Ihre eigene Staatsangehörigkeit. Was das Portal offenlässt, klärt das Auswärtige Amt.

Ist das E-Visum teurer als das Visum bei der Ankunft?+

Auch das beziffern wir nicht, und aus demselben Grund. Was sich sagen lässt, ist der Unterschied jenseits der Gebühr: Das E-Visum kostet Vorlauf und spart am Ende eines langen Fluges eine Schlange, das Visum bei der Ankunft kostet Zeit in zwei Schlangen und verlangt Bargeld. Für die meisten ist das E-Visum die bessere Wahl, unabhängig davon, wie die Gebühren zueinander stehen.

Warum nennen Sie keine Gebühr, wenn andere Seiten das tun?+

Weil andere Seiten die Zahl vom Vorjahr abschreiben und nicht dafür geradestehen. Die Gebühr wird von einer Behörde festgesetzt, hängt von der Staatsangehörigkeit ab und kündigt sich nicht an. Eine kurze ehrliche Seite ist an dieser Stelle mehr wert als eine ausführliche falsche, und die verbindliche Quelle steht ohnehin nur einen Klick entfernt.

Kann ich das Visum bei der Ankunft mit Karte zahlen?+

Rechnen Sie nicht damit. Die Schalter werden von Banken betrieben, Kartenterminals gibt es, und sie fallen oft genug aus, dass eine Landung mit nichts als einer Bankkarte an einem schlechten Tag ein echtes Risiko ist. Bringen Sie Bargeld mit, in einer Währung, die der Schalter annimmt, und behandeln Sie die Karte als Reserve und nicht als Plan.

Ist der Sinai-Stempel wirklich kostenlos?+

Wer in Sharm el-Sheikh oder Taba ankommt und im Süden des Sinai bleibt, bekommt unter Umständen einen kostenlosen Einreisestempel statt eines Visums. Er ist aber kein Visum: Er deckt einen festgelegten Teil des Südsinai ab und nichts darüber hinaus, auch Ras Mohammed nicht. Kairo, das Niltal und die Küste um Hurghada liegen außerhalb.

Welche Kosten übersehen Reisende rund um das Visum am häufigsten?+

Vier: Bargeld in einer akzeptierten Währung für den Schalter; eine Passverlängerung, wenn die üblichen sechs Monate Gültigkeit über die Einreise hinaus knapp werden; die Strafe für das Überziehen der Aufenthaltsdauer, gerechnet ab dem Stempel und nicht ab der Flugbuchung; und die zusätzliche Bearbeitungsgebühr der nachgebauten Antragsseiten, die keine Regierungsdomain sind.

Zahlen Kinder auch eine Visumgebühr?+

An der Kontrolle ist jedes Kind eine eigene Person mit eigenem Reisedokument und eigener Einreiseerlaubnis, und jeder Antrag wird einzeln gestellt, mit dem vollständigen Namen genau so, wie er im Dokument steht. Was das für die Gebühr bedeutet, steht im Portal. Praktisch wiegt für Familien ohnehin der Ankunftstag schwerer: Mit müden Kindern zweimal anzustehen ist die schlechteste Variante, deshalb ist das E-Visum hier klar die bessere Wahl.

Welche Währung nimmt der Schalter in der Ankunftshalle an?+

Das entscheidet die Bank, die den Schalter betreibt, deshalb gilt: Bargeld in einer Währung mitbringen, die er annimmt, und lieber eine Reserve in zwei Währungen dabeihaben. Euro werden in Ägypten problemlos gewechselt, US-Dollar sind die am weitesten anerkannte Währung. Achten Sie auf saubere, unbeschädigte Scheine, denn eingerissene, beschriftete oder stark geknickte Noten werden regelmäßig abgelehnt. Der Geldautomat hilft nicht: Er steht meist hinter der Passkontrolle, der Visumschalter davor.

Bekomme ich die Gebühr zurück, wenn ich die Reise absage?+

Nein. Eine ungenutzte Genehmigung verfällt, und es gibt nichts zurückzugeben. Ein zweites Mal fällig wird die Gebühr vor allem in einem Fall: Wenn Sie den Pass zwischen Antrag und Abflug erneuern, hängt die Genehmigung an einer Nummer, die es nicht mehr gibt, und Sie brauchen einen neuen Antrag. Deshalb gilt immer: erst den Pass prüfen und im Zweifel verlängern, dann die Erlaubnis beantragen.

Brauche ich für einen Abstecher nach Jordanien ein zweites Visum?+

Sie brauchen jedenfalls eine Erlaubnis, die eine zweite Einreise trägt. Ein Abstecher etwa nach Petra heißt, Ägypten zu verlassen und wieder einzureisen, und ein Visum für eine einmalige Einreise deckt das nicht ab. Das will vor dem Abflug geregelt sein und nicht an der Grenze. Rechnen Sie beim Landweg über Taba, Eilat und Wadi Araba zusätzlich mit Aus- und Einreisegebühren an zwei Grenzen an einem Tag.

Offizielle Quellen

Einreisebestimmungen, Öffnungszeiten, Sicherheitshinweise und Wechselkurse ändern sich. Prüfen Sie sie an der Quelle, nicht hier.

Geschrieben und geprüft von die Redaktion von Ägypten Guide · Zuletzt geprüft am . Einreisebestimmungen, Preise und Öffnungszeiten ändern sich — prüfen Sie alles Entscheidende bei den auf dieser Seite verlinkten offiziellen Stellen nach.

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